Im Landkreis Fulda wurden inzwischen zwei Omikron-Fälle nachgewiesen. Außerdem gibt es Hunderte Verdachtsfälle.
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Im Landkreis Fulda wurden inzwischen zwei Omikron-Fälle nachgewiesen. Außerdem gibt es Hunderte Verdachtsfälle.

140 Omikron-Verdachtsfälle

Corona-Lage in Fulda spitzt sich weiter zu - Ansteckungen vor allem im privaten Bereich

  • Leon Schmitt
    VonLeon Schmitt
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Die Corona-Zahlen im Kreis Fulda sind in den vergangenen Tagen stark gestiegen - nicht zuletzt wegen der sich weiter ausbreitenden Omikron-Variante. Der Landkreis berichtet von einem neuen bestätigen Fall und 140 Verdachtsfällen mit der Mutante.

Fulda - Im Kreis Fulda liegt der zweite bestätigte Fall der Omikron-Variante vor, teilt der Landkreis am Montag mit. Zudem gab es in den vergangenen Tagen 140 weitere Verdachtsfälle auf die Omikron-Variante. „Der starke Anstieg der Corona-Zahlen der vergangenen Tage dürfte damit auch auf die Omikron-Variante zurückzuführen sein“, heißt es in der Mitteilung zur aktuellen Lage.

Die Probe des bestätigten Omikron-Falls wurde nach den Angaben des Landkreises im Rahmen der Coronavirus-Surveillanceverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit stichprobenartig vom Labor untersucht. Dabei sei die Variante nachgewiesen worden. In der vergangenen Woche war der erste Omikron-Fall im Kreis Fulda bekannt geworden.

Corona in Fulda: 140 Omikron-Verdachtsfälle - Lage spitzt sich zu

Einen vorherigen Verdacht - durch Kontakt zu Verdachtsfällen oder eine Reise in ein Virusvariantengebiet - ist dem Gesundheitsamt nicht bekannt. Es handelt sich um einen Zufallsbefund, der durch eine stichprobenartige Untersuchung des Labors erfolgte. Das Ergebnis der Genomsequenzierung lag erst nach Ende der Quarantäne vor, die bereits beendet ist.

Zudem gab es in den vergangenen Tagen 140 Verdachtsfälle auf die Omikron-Variante im Kreis Fulda, der mit einer Inzidenz von mehr als 400 seit Sonntag zu den Hotspot-Regionen zählt. Der Landkreis geht deshalb davon aus, dass der Anstieg der Fallzahlen in den vergangenen Tagen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch auf die Omikron-Variante zurückzuführen ist. (Mit dem Corona-Ticker für den Kreis Fulda bleiben Sie auf dem Laufenden.)

Landkreis Fulda zur Corona-Lage: Infektionsgeschehen ist weiterhin diffus

„Das Infektionsgeschehen im Landkreis Fulda ist weiterhin diffus und über das gesamte Kreisgebiet verteilt“, schreibt der Landkreis Fulda. Infektionen finden demzufolge vor allem im privaten Bereich statt. „Auch die räumliche Nähe zu benachbarten Landkreisen mit sehr hohen Inzidenzen dürfte eine Rolle bei der Entwicklung der Fallzahlen spielen“, heißt es.

Angesichts des hohen Tempos der pandemischen Lage müssen die Ressourcen stärker für den Schutz der vulnerablen Personengruppen gebündelt werden. Dies hatte das Hessische Ministerium für Soziales und Integration bereits Ende November per Erlass entschieden. Bei der Nachverfolgung von Kontaktpersonen erfolgt daher eine Priorisierung im Hinblick auf besonders gefährdete Personen und sensible Bereiche. In diesen Bereichen gibt es derzeit keine größeren Ausbruchsgeschehen. In den vergangenen Wochen wurden dort größtenteils Einzelfälle erfasst.

Video: Die aktuelle Corona Lage in Hessen am Montag (3. Januar)

Die Entwicklung der Inzidenz nach Altersgruppen zeigt nach Angaben des Landkreises in allen Gruppen einen Anstieg der Fallzahlen. Besonders hoch sind demnach die Inzidenzen in der Altersgruppe der der 11- bis 30-Jährigen: In der letzten Woche des Jahres 2021 lag sie bei rund 635. Die Inzidenzen nach Altersstruktur gliederten sich wie folgt auf: Unter 10-Jährige: 493, 11-20-Jährige: 628, 21-30-Jährige: 639, 31-40-Jährige: 576, 41-50-Jährige: 524, 51-60-Jährige: 354, 61-70-Jährige: 245, 71-80-Jährige: 180, über 80-Jährige 183.

Im Versorgungsgebiet 2 der Krankenhäuser (Landkreise Fulda, Vogelsberg, Bad Hersfeld) sind derzeit 21 Corona-Intensivbetten belegt. Auf der Normalstation sind aktuell 54 Corona-Betten belegt. Mitte Dezember waren zwischenzeitlich 31 der Corona-Intensivbetten belegt und 84 der Corona-Betten auf Normalstation.

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