Nach dem Auslug dreier Grundschulklassen mussten 50 Personen in Quarantäne. Damit waren nicht alle Eltern einverstanden. (Symbolbild)
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Nach dem Auslug dreier Grundschulklassen mussten 50 Personen in Quarantäne. Damit waren nicht alle Eltern einverstanden. (Symbolbild)

Kontaktperson nach Klassenausflug

Eltern eines Grundschülers gehen vor Gericht gegen Quarantäne-Verfügung des Landkreises vor - und scheitern

Nach einem Auslug dreier Grundschulklassen, bei dem ein positiv auf Corona getestetes Kind dabei war, hat der Kreis Fulda eine Quarantäne gegen 50 Personen verfügt. Die Eltern eines Grundschülers wollten gerichtlich dagegen vorgehen - und scheiterten.

Fulda - Das Verwaltungsgericht Kassel hat den Antrag gegen eine Quarantäneverfügung des Landkreises Fulda für einen Grundschüler abgelehnt. „Die Eltern des Kindes hatten mit ihrem Widerspruch die aufschiebende Wirkung der Quarantäne von 13 Tagen erwirken wollen. Das lehnte das Verwaltungsgericht ab“, berichtet der Landkreis Fulda.

Hintergrund des Verwaltungsstreitverfahrens ist nach Angaben des Kreises ein gemeinsamer Ausflug dreier Grundschulklassen: „Die etwa 50 Personen waren in einem Reisebus mehrere Stunden gemeinsam unterwegs. Wie sich am Ausflugstag herausstellte, befand sich unter den Reisenden ein Kind, das positiv auf das Coronavirus getestet worden war“, heißt es in der Mitteilung weiter. (Mit dem Corona-Ticker für den Kreis Fulda bleiben Sie auf dem Laufenden.)

Corona in Fulda: Verwaltungsgericht lehnt Antrag gegen Quarantäne ab

Zwei Tage zuvor hatte sich das Kind nach einem positiven Corona-Selbsttest einem PCR-Test unterzogen. Darüber hatten die Erziehungsberechtigten die Schule nicht informiert. Am Vormittag der Klassenfahrt – das Ergebnis des PCR-Tests lag zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor – war ein in der Schule durchgeführter Selbsttest negativ.

Das Kind nahm am Ausflug teil. Als das positive Ergebnis des PCR-Tests bekannt und kommuniziert wurde, verfügte das Gesundheitsamt des Landkreises Fulda für alle Personen, die im Bus gesessen hatten, eine 14-tägige Quarantäne.

Dagegen wollten die Eltern eines anderen Schulkindes gerichtlich vorgehen. Das Verwaltungsgericht erkannte aber, dass die Risikoeinschätzung des Gesundheitsamtes und die daraus resultieren Quarantäne-Anordnung nicht zu beanstanden sei. Die Kosten des Verfahrens tragen deshalb die Eltern des Grundschülers. (lio)

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