Corona 2021/Luftfilter/Wigbertschule Hünfeld/Gymnasium des Landkreises Fulda
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Hausmeister Michael Großmann installiert ein Luftfiltergerät für den Physikraum in der Wigbertschule.

Tests, Masken, Luftfilteranlagen

Schulen im Kreis Fulda starten am Montag im Präsenzunterricht - Diese Corona-Regeln gelten

  • Leon Weiser
    VonLeon Weiser
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Nach den Sommerferien startet am Montag wieder die Schule im Kreis Fulda. Erneut wird es ein Schuljahr unter Corona-Bedingungen. Diesmal ist allerdings geplant, komplett im Präsenzunterricht zu bleiben. Dabei helfen sollen Tests, Masken und Luftfilteranlagen.

Kreis Fulda - Der Schulstart steht erneut im Zeichen der Corona-Pandemie. Masken, Abstand und Tests gehören zur Tagesordnung. „Der Schuljahresbeginn wurde von allen Beteiligten mit viel Engagement vorbereitet, sodass unsere Schülerinnen und Schüler am Montag im Präsenzunterricht starten können“, sagt Harald Persch vom Staatlichen Schulamt Fulda auf Nachfrage.

Die ersten beiden Schulwochen werden unter besonderen Bedingungen durchgeführt. Die Schüler testen sich dreimal pro Woche mit einem Selbsttest im Klassenraum. Sie erhalten ein Corona-Testheft, welches auch für den Restaurantbesuch gilt. Im Gebäude herrscht Maskenpflicht – auch am Sitzplatz. Auf dem Pausenhof und zur Einschulung wird das Tragen der Maske vom Kultusministerium dringend empfohlen. Nach den ersten zwei Wochen wird es laut Kultusministerium noch zwei Tests pro Woche geben. Masken müssten dann erst ab einer Inzidenz von 100 auch am Platz getragen werden.

Schulen in Fulda starten im Präsenzunterricht - Diese Corona-Regeln gelten

Außerdem bleibt das Lüften wichtiger Bestandteil. Daher haben die Stadt und der Landkreis Fulda den Schulen Luftfilteranlagen zur Verfügung gestellt. „Lüften, das heißt, der richtige Luftaustausch, ist jedoch weiterhin das A und O“, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises.

Das Umweltbundesamt hat zur Verwendung der Luftfilter Kategorien erstellt. In einem Raum mit guter Lüftungsmöglichkeit sei ein mobiles Luftreinigungsgerät nicht unbedingt notwendig. Für Räume mit eingeschränkter Möglichkeit, zu lüften, werden unter anderem mobile Anlagen eingesetzt. Es gilt, dass vor allem Schülerinnen und Schüler unter 12 Jahren von den Anlagen profitieren sollen, weil diese nicht geimpft werden können, heißt es vom Landkreis Fulda. Wo genau die Filter eingesetzt werden, sei den Schulen überlassen.

Der Kreis stellt 368, die Stadt 125 mobile Luftfilteranlagen für die insgesamt 89 Schulen in Stadt und im Kreis zur Verfügung. „Diese Geräte werden für den unterstützenden Einsatz und ergänzend zur Fensterlüftung in den Klassenräumen eingesetzt, die nicht optimal belüftbar sind“, sagt Fuldas Bürgermeister Dag Wehner (CDU). Zusätzlich gibt es für die Schulen unter der Trägerschaft des Landkreises 250 stationäre Anlagen.

„Das Ziel ist ein sicherer Schulbetrieb für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte“, erklärt Persch die verschärften Regelungen. Es soll keinen Wechselunterricht mehr geben, weswegen ein regulärer Schulbetrieb mit fünf Tagen Präsenzunterricht in der Woche durchgeführt werden soll. Allerdings könnten Schüler von den Eltern von der Teilnahme am Unterricht schriftlich abgemeldet werden. „Diese Kinder sind verpflichtet, an einem von der Schule angebotenen Distanzunterricht teilzunehmen“, erläutert Persch.

Weitere Statements

Was der Kreisschulsprecher und Lehrkräfte von dem neuen Corona-Schuljahr halten, erfahren Sie in der Printausgabe der Fuldaer Zeitung vom Freitag, 27. August, und im digitalen E-Paper.

Sollten Schüler positiv getestet werden, werden sie isoliert und es wird ein PCR-Test durchgeführt. Sollte dieser negativ sein, darf sich der Betroffene wieder in einen Klassenraum setzen. Sollte der Test positiv ausfallen, werden die direkten Sitznachbarn ebenfalls quarantänisiert. Über das weitere Vorgehen entscheidet das Gesundheitsamt.

Das Ziel, das ganze Schuljahr über Präsenzunterricht durchzuführen, begrüßt Ingrid Baumann, Schulleiterin der Schloss-Schule Neuhof. „Lesen und schreiben kann man den Kindern digital nicht beibringen. Die Kinder benötigen Veranschaulichungen durch die Lehrkräfte, um besser lernen zu können“, sagt sie. Auch Sport- und Schwimmunterricht soll normal stattfinden, zumal die Regeln nicht mehr so strikt seien, sagt sie.

Video: Deutschland: Schulstart im zweiten Corona-Jahr

Durch die im vergangenen Schuljahr gesammelten Erfahrungen blickt sie dem Schulstart mit guten Gefühlen entgegen: „Wir sind gut aufgestellt, ich habe ein positives Gefühl“, erläutert Baumann .

Ähnlich sieht es Markus Bente, Schulleiter an der Wigbertschule Hünfeld und kommissarisch am Domgymnasium Fulda. Durch die Erfahrungen aus dem vergangenen Schuljahr sei man „besser vorbereitet. Wir haben viel dazugelernt und gehen gelassener mit der Situation um“, sagt er. Für ihn sind die verschärften Regeln in den ersten zwei Wochen richtig. „Ich bin Verfechter des Sicherheitsgedankens. Die Tests sind sehr wichtig, um den Unterricht aufrechtzuerhalten. Das Lüften bleibt das A und O. Wir wollen alle im Präsenzunterricht bleiben“, sagt er.

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