Lolli-Test
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Beim Lolli-Test wird die Probe nicht aus der Nase sondern aus dem Mund entnommen. (Symbolfoto)

Kosten tragen Stadt und Land

Neue Corona-Tests für Kindergarten-Kinder: Stadt Fulda führt Lolli-Tests ein

Die Stadt Fulda führt an allen Kitas neue Corona-Tests ein: Bei den Lolli-Tests wird den Kindern die Probe nicht aus der Nase, sondern aus dem Mund entnommen.

Fulda - Die Stadt Fulda erweitert ihre Teststrategie im Kampf gegen Corona: Ab kommender Woche können alle Beschäftigten und alle Kita-Kinder in den Kindertagesstätten im Stadtgebiet zweimal wöchentlich auf das Coronavirus getestet werden, meldet die Stadt. „Neu ist dabei, dass anstelle der bisherigen Schnelltests sogenannte Lolli-Tests in Kombination mit einer PCR-Pool-Testung eingesetzt werden“, heißt es. Diese einfache und sanfte Art der Testung sei besonders zuverlässig und werde bereits in einigen deutschen Städten erfolgreich eingesetzt. „Die Kosten für diese Testung werden anteilig vom Land Hessen und der Stadt Fulda getragen. Die Regelung gilt zunächst für acht Wochen“, erklärt die Stadt.

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) sagt: „Durch diese Testungen können wir den Infektionsschutz für Kinder und Beschäftigte in den Kitas noch einmal weiter verbessern. Ideal ist es, dass wir mit unserem städtischen Klinikum die Kapazitäten für diese Tests vor Ort haben.“ (Bleiben Sie mit dem Corona-News-Ticker für Fulda auf dem Laufenden.)

Corona in Fulda: Stadt führt Lolli-Tests in allen Kindertagesstätten ein

Bürgermeister und Sozialdezernent Dag Wehner (CDU) ergänzt: „Das Betreuungs- und Bildungsangebot in den Kitas ist für die Kinder und Eltern in unserer Stadt überaus wichtig, daher bin ich erleichtert, dass die Jüngsten jetzt wieder im Regelbetrieb ihre Einrichtungen besuchen können.“ Das solle nach Möglichkeit auch langfristig so bleiben. „Da Impfungen für Kinder unter sechs Jahren in absehbarer Zeit nicht möglich sind, setzen wir auf Testungen, um für noch mehr Sicherheit zu sorgen“, so Wehner.

„Der sogenannte Lolli-Test ist kindgerecht und kann ohne Fachkenntnisse und großen Aufwand durchgeführt werden“, erklärt die Stadt Fulda. Dafür müssen die Kinder für circa 30 Sekunden jeweils an einem Tupfer - wie an einem Lolli - lutschen. Die Stäbchen werden dann gemeinsam in einem Röhrchen (Pool) gesammelt und im Labor des Klinikums Fulda über einen PCR-Test ausgewertet.

Video: Corona - Sicherer Präsenzunterricht durch Lolli-Test

„Mit dieser Methode lassen sich mögliche Corona-Infektionen zuverlässiger als mit einem Schnelltest nachweisen“, heißt es. „Sollte ein Gruppentest positiv ausfallen, müssen alle Teilnehmenden des Pools einen individuellen PCR-Test machen lassen. Jedes Kind mit einem negativen individuellen Testergebnis kann unmittelbar wieder in der Kita betreut werden.“

Die Teilnahme an den Tests sei freiwillig, und die Kinder werden nur nach ausdrücklicher Einverständniserklärung der Eltern getestet. „Dieses Verfahren wird durch die Träger und Leitungen aller Kitas im Stadtgebiet ausdrücklich begrüßt“, so Stefan Mölleney, Leiter des Amtes für Jugend, Familie und Senioren der Stadt Fulda. Wenn in einer Gruppe mindestens zwei Drittel der Eltern zustimme, könne der Test in der jeweiligen Gruppe durchgeführt werden. Derzeit laufe die Abfrage bei den Eltern, so Mölleney. (lea)

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