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Ehemaliges Kaufhaus öffnet wieder: Test- und Impfzentrum im Kerber-Gebäude

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Von: Sarah Malkmus

Kerber-Areal: Öffnung des Gebäudes als Test- und Impfzentrum.
Über die Öffnung des Gebäudes als Test- und Impfzentrum freuten sich nach jeweiliger Testung auf Corona (von links): Christoph Schwab, Petra Hohmann Balzer, Heiko Wingenfeld, Michael Brand, Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg und Christian Erwin. © Marie-Louise Zein

Seit Ende 2020 steht das Kerber-Areal leer. Nun öffnet das ehemalige Kaufhaus wieder seine Pforten: Jedoch nicht für Shopping-Willige. Sondern für Menschen, die sich auf Corona testen oder gegen das Virus impfen lassen möchten. Initiator ist das DRK Fulda.  

Fulda - Vier Kabinen zur linken, vier Kabinen zur rechten Seite – einmal testen, einmal impfen. In allen acht Kabinen hängt ein riesiges Plakat, das einen markanten Ort aus dem Landkreis Fulda zeigt – etwa den Dom, die Wasserkuppe oder Fulda aus der Vogelperspektive.

„Innerhalb von fünf Tagen ist diese Zentrum entstanden“, sagt DRK-Präsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg erfreut. Für diese Arbeite möchte sie sich herzlich bedanken. Auch wenn die Corona-Pandemie mittlerweile „ein Stück weit zum Alltag“ gehöre, müsse man sich nach wie vor an die Regeln halten und dazu gehörten neben Masketragen und Abstandhalten nun einmal auch das Impfen und das Testen. (Mit dem Corona-Ticker für Fulda bleiben Sie auf dem Laufenden)

Corona in Fulda: Test- und Impfzentrum im Kerber-Areal eröffnet

„Es lohnt sich der Blick aufs Detail“, sagt auch Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) und verweist auf den „besonderen Eindruck“ des „mit Liebe gestalteten Zentrums“. Fast auf den Tag genau sei es zwei Jahre her, dass die Pandemie in der Region angekommen sei. Etwa ein Jahr sei es her, dass das erste Testzentrum am Rosengarten in Fulda in Betrieb genommen worden sei.

„Es hat sich wieder einmal gezeigt, wie schnell und handlungsfähig das DRK mit dem Klinikum in der Kooperation ist.“ Allein die „positive Besetzung“ dieses Hauses bei der Fuldaer Bevölkerung, so glaubt der OB, könnte einen Beitrag leisten, dass sich die Menschen immer wieder vor Augen führen, wie wichtig es ist, die Impf-Angebote in Anspruch zu nehmen.

Impfen lassen „direkt vor dem Dom“ kann man sich ab Donnerstag, 10. März, im ehemaligen Kerber-Gebäude.
Impfen lassen „direkt vor dem Dom“ kann man sich ab Donnerstag im ehemaligen Kerber-Gebäude. © Marie-Louise Zein

„Wir leben gerade in einer wahrhaftig denkwürdigen Zeit“, führt er zudem angesichts des Kriegs in der Ukraine weiter aus. Es gelte, sich einer ganz neuen Herausforderung zu stellen: „Viele Menschen, die wir jetzt als Flüchtlinge willkommen heißen, verfügen beispielsweise nicht über den Impfschutz.“

„Wer hätte gedacht, dass bei Kerbersch Koarl mal geimpft wird?“, sagt auch Bundestagsabgeordneter Michael Brand (CDU). Es sei ein besonderer Tag in Fulda. Er dankt der Stadt, dass sie diesen Platz im Zentrum der Stadt entwickele, weil Impfangebote gehörten dorthin, wo Menschen unterwegs seien. Sein Appell an alle Impfmüden: „Impfen hilft!“

Öffnung

Das Test- und Impfzentrum geht Donnerstag in Betrieb. Christian Erwin, Leiter Geschäftsbereich Soziale Arbeit beim DRK, erklärt den Ablauf: „Bei der Anmeldung wird getrennt – Testen oder Impfen.“ Dann geht es entweder nach links oder nach rechts. Ist ein Test positiv, wird ein PCR-Test angeboten. Beim Impfen folgt auf ein Gespräch mit einem Arzt der Piks. Montags bis freitags ist von 12 bis 17 Uhr geöffnet. Es wird der Impfstoff von Biontech verimpft. Mittwochs wird der Impfstoff von Moderna verimpft. Am Freitag, 11., und Sonntag, 13. März, wird der Impfstoff von Novavax mit Termin verimpft.

„Es ist ein Ort, an dem Stadtgeschichte geschrieben wurde“, macht DRK-Geschäftsführer Christoph Schwab bewusst. Für das DRK sei es ein besonderes Projekt, denn es gehe nicht nur um Testen und Impfen. „Wir haben hier ganz bewusst Waren ausgestellt, die es hier früher einmal gab, etwa Stifte, Lebensmittel, Uhren.“ Man wolle an das frühere Kerber erinnern. Auch ein Café gebe es im Test- und Impfzentrum in Anlehnung an die Kerber-Tradition.

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