In Zeiten von Corona haben Umzugsunternehmer mehr Aufträge als üblich. Freunde als Helfer fallen aus. (Symbolbild)
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In Zeiten von Corona haben Umzugsunternehmer mehr Aufträge als üblich. Freunde als Helfer fallen aus. (Symbolbild)

DC-Umzüge aus Petersberg berichtet

Wenn Freunde wegen Corona nicht beim Umzug helfen können: Unternehmen bekommen in der Pandemie mehr Aufträge

Was in normalen Zeiten mit einer Handvoll Freunden, mehreren Kisten Bier und einem anschließenden Grillfest verbunden wird, gestaltet sich in Corona-Zeiten eher schwierig: umziehen. Zumindest in der altbekannten Form.

Petersberg - Unzählige Kisten packen, diese einladen und schließlich in die neue Wohnung schleppen – für viele Menschen ist ein Umzug mit Stress verbunden. In solchen Situationen kommen oft die Männer von DC-Umzüge aus Petersberg im Kreis Fulda ins Spiel. „Die Leute sind immer froh, im Umzugsstress diese Arbeit abgeben zu können“, weiß DC-Inhaber Gerald Brähler. Vor allem in der Corona-Situation, in der laut der aktuell geltenden Corona-Verordnung des Landes Hessen maximal zwei Hausstände zusammenkommen dürfen, und somit helfende Hände aus dem Freundeskreis fehlten.

Während viele Unternehmen unter der Corona-Pandemie litten, weniger Arbeit hätten, auf Kurzarbeit umsteigen müssten oder gar pleite gingen, habe sich für DC-Umzüge nichts ins Negative verändert. Im Gegenteil: Die Umzugsunternehmen waren und sind von den Corona-Regelungen der Regierung ausgenommen. Heißt im Klartext: Sie dürfen ihre Arbeit ganz normal verrichten.

Umziehen in Corona-Zeiten: Die Pandemie beschert Umzugsunternehmen mehr Aufträge

Und mehr noch: Nun greifen sogar Menschen, die in „normalen“ Zeiten auf Freunde und Familie gesetzt hätten, aufgrund des Kontaktverbots eher auf Umzugsunternehmen zurück, berichten die Umzugsunternehmer. „Corona hat uns tatsächlich mehr Aufträge beschert“, sagt Gerald Brähler, der sein Umzugsunternehmen durch die erhöhte Auftragslage sogar vergrößern konnte. Seit Februar 2020 seien zehn Aushilfskräfte hinzugekommen.

„Vor wenigen Wochen haben wir Corona jedoch richtig zu spüren bekommen“, sagt Brähler. Doch nicht wegen wegbrechender Aufträge: „Wir hatten einen Auftrag im österreichischen Tirol. Um einreisen zu dürfen, mussten unsere Männer einen negativen Test vorweisen, für den sie zwei Stunden bei Minus-Temperaturen an einer Grenztankstelle warten mussten. Im Anschluss wurden sie wegen Sperrungen sogar noch umgeleitet. Das brachte den ganzen Zeitplan ins Wanken.“

Ansonsten laufe es jedoch wie gehabt: Zunächst werde ein Besprechungstermin vereinbart, bei dem sich die Umzugsunternehmer die Räumlichkeiten anschauen, um die bevorstehende Arbeit bestmöglich einschätzen zu können. „Für die Auftraggeber ist es immer schön, vor dem eigentlichen Umzug ein Gesicht zu sehen“, weiß Brähler.

Video: Umzug trotz Corona-Krise - Wer darf Ihnen noch dabei helfen?

Nachdem alle Formalien geklärt sind, werde ein Umzugstermin vereinbart. „Es ist wichtig, sich frühestmöglich um einen Termin zu kümmern, am besten zwei oder drei Monate vorher. Nicht nur in Zeiten der Pandemie“, weiß der Berater. „Je früher, desto günstiger wird der Umzug, weil wir Planungsmöglichkeiten haben.“

Je nachdem für welches „Paket“ sich der Kunde schließlich entscheidet, rücken mindestens zwei Möbelpacker an, sagt der Firmeninhaber Gerald Brähler. „Wenn der Kunde einen Umzug von A bis Z wünscht, kommt ein oder zwei Tage vor dem eigentlichen Auszug einer unserer Mitarbeiter vorbei und verpackt alles sorgfältig, sodass der Transport reibungslos über die Bühne gehen kann.“

Corona und die Umzugshelfer: Frühestmöglich einen Termin vereinbaren

„Der Großteil unserer Kunden sind ältere Menschen, die sich verkleinern wollen oder gar ins Altersheim ziehen. Bei ihnen fällt aufgrund des Alters der Aspekt des helfenden Freundeskreises weg“, erklärt er. Häufig werde das Unternehmen sogar von Ämtern oder Firmen beauftragt. „Wenn beispielsweise ein Mitarbeiter aus beruflichen Gründen umzieht, wird dies meist von dem Unternehmen organisiert“, sagt Brähler. (lor)

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