Leere Stühle in einer Straße in Fulda.
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Die CDU-Mittelstandsvereinigung (MIT) in Fulda fordert ein Armband, mit dem man bei negativem Corona-Testergebnis, unter anderem wieder in Restaurants und Kneipen gehen können.

Armband soll helfen

Forderung des CDU-Mittelstands in Fulda: Mit Impfung oder negativem Corona-Test in die Gaststätten

  • Volker Nies
    vonVolker Nies
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Ein Armband, wie man es aus dem All-Inclusive-Urlaub kennt, soll ein wichtiges Instrument werden, damit Gaststätten und Kulturveranstaltungen wieder Besucher begrüßen dürfen. Das fordert die CDU-Mittelstandsvereinigung (MIT) in Fulda. Armbänder, die einen negativen Corona-Test belegen, sind für sie ein Teil lokaler Konzepte.

Kreis Fulda - Schneller gegen Corona impfen und die Möglichkeiten und die Sicherheit der Schnell- und Selbsttests besser nutzen – das sind wesentliche Forderungen der MIT in Fulda. Wer geimpft oder negativ getestet wurde, solle Gaststätten oder Geschäfte nutzen können, die derzeit vom Staat noch geschlossen sind. (Lesen Sie hier: Die Corona-Regeln gelten in Hessen)

„Wir müssen zurück zur Normalität, mit Sinn und Verstand, vor allem aber Perspektiven für Handel, Kultur und Gastronomie.“ Das fordert der Vorstand der CDU-Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) im Kreis Fulda. Der Verband, der die Interessen von über 600 Mitgliedsbetrieben vertritt, legt einen Forderungskatalog zur schnelleren Unterstützung der vom Lockdown betroffenen Unternehmen in der Region vor. (Lesen Sie hier: MIT-Vorstände sehen trotz Corona-Pandemie Anlass zum Optimismus)

Corona-Lockerungen in Fulda: Mit Impfung oder negativem Test in die Kneipe - Das fordert die MIT

MIT-Vorstandschef Jürgen Diener und Schatzmeister Hans-Dieter Alt warnen, viele vom Lockdown betroffene Firmen stünden kurz vor dem Aus. Die Betriebe aus Handel, Hotellerie, Gastronomie und Dienstleistung hätten ihre Reserven weitgehend aufgebraucht. Unternehmer und ihre Mitarbeiter seien wirtschaftlich und psychisch äußerst belastet.

Die Beschlüsse der Ministerpräsidenten und der Kanzlerin hätten für große Enttäuschung gesorgt. Die MIT sei vor allem darüber enttäuscht, dass die Frage der Lockerung allein von einem statistischen Wert, dem Inzidenzwert, bestimmt wird. „Wir haben eine Vorgehensweise erwartet, die das Impfgeschehen und die Zahl der schwer erkrankten Personen einbezieht“, sagen Diener und Alt.

CDU-Mittelstand in Fulda will sofortigen Zugang für geimpfte Personen zu Veranstaltungen

Die MIT fordert eine regionale Offensive zur schnelleren Öffnung der Unternehmen. Zunächst müsse die Zahl der Corona-Impfungen rasch gesteigert werden. „Nach allen vorliegenden Informationen gibt es aktuell genügend Corona-Impfstoff, um deutlich mehr Menschen zu impfen. Die Kapazität könnte durch den Einsatz von Hausärzten und Betriebsärzten in den Unternehmen deutlich gesteigert werden“, erklärt die MIT. Der bereits geplante Einsatz der Hausärzte müsse früher beginnen. Das Impfverfahren müsse entbürokratisiert werden und die Verantwortung der regionalen Ebene übertragen werden.

„Geimpfte Personen müssen sofort Zugang zu kulturellen Veranstaltungen, zu Handelsgeschäften, zu Gastronomie und Hotellerie sowie zu Dienstleistungen bekommen“, fordert der Fuldaer CDU-Mittelstand. (Lesen Sie hier: Mit dem Corona-Ticker für Fulda bleiben Sie auf dem Laufenden)

Video: Corona-Lockdown: Diese Öffnungsschritte gelten ab jetzt

Vor allem müssten Schnell- und Selbsttests in die Öffnungsstrategie eingebunden werden. Bund und Länder hätten jedem Bürger einen Schnelltest pro Woche zugesagt. Ein negativer Test bringe der getesteten Person aber keinen weiteren persönlichen Vorteil, während ein positives Ergebnis enorme Folgen habe.

„Die Möglichkeit der Schnelltests muss genutzt werden. Da von negativ getesteten Personen mehr als zwölf Stunden keine Infektionsgefahr ausgeht, sollen diese Menschen eine bevorzugte Zugangsberechtigung zu Wirtschaft und Kultur erhalten“, fordert die MIT. Ein negativer Selbsttest, der unter der Aufsicht von Organisationen durchgeführt wurde, müsse die gleiche Zugangsberechtigung bringen wie ein professioneller Schnelltest. (Lesen Sie hier: Kreise in Osthessen errichten Testzentren auf eigene Faust)

Mit Impfung oder negativem Corona-Test in die Kneipe - Armbänder und Ausweise sollen helfen

Wer geimpft ist oder negativ getestet wurde, soll sich unbürokratisch identifizieren können – etwa über fälschungssichere Armbänder oder Ausweise. Das erlaube, die Wirtschaft schon bald wieder zu öffnen. „Impfungen und Tests plus Abstands- und Hygienekonzepte plus die Registrierung von Kunden sind Bedingungen für eine kontrollierte und verantwortbare Öffnung“, sagt die MIT-Spitze.

Geimpfte erhielten sozusagen eine Dauer-Zugangsberechtigung, getestete Personen am Tag des Tests den Zugang zu den Unternehmen.

Der MIT sei bewusst, dass die Forderungen nur mit der Zustimmung von Bundes- und Landesregierung umgesetzt werden könnten, sagen Diener und Alt. Die Vereinigung fordert die heimischen politischen Führungskräfte, Abgeordnete und kommunalen Spitzenbeamte auf, in Wiesbaden und in Berlin auf eine Genehmigung der Vorschläge hinzuwirken. (Lesen Sie hier: Mit dem Corona-Ticker für Hessen bleiben Sie auf dem Laufenden)

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