Eine Krankenschwester und ein Arzt stehen an einem Intensivbett.
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Corona in Hessen: 80 Prozent der Intensivbetten in Hessen sind mittlerweile belegt.

News-Ticker

Corona in Hessen: Mehr als 1000 Bewohner von Altenheimen infiziert - Über 80 Prozent der Intensivbetten belegt

Steigende Corona-Zahlen in Hessen: 1024 weitere Corona-Infektionen wurden nachgewiesen. In hessischen Altenheimen sind mehr als 1000 Bewohner und etwa 600 Mitarbeiter mit dem Virus infiziert. In Hessen werden 161 der Covid-19-Patienten beatmet.

  • Corona in Hessen: In Hessen sind 1024 weitere Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Die Gesamtzahl der Fälle seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 66.503
  • Unterdessen boomen bei hessischen Ärzten Videosprechstunden. Hessens Kultusminister erklärte, dass er für jeden Tag Präsenzunterricht kämpfen wolle.
  • Hier geht es zum aktuellen Corona-News-Ticker für Hessen.

Update vom 17. November, 8.41 Uhr: Binnen eines Tages haben sich weitere 1024 Hessen nachgewiesen mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Erreger in Zusammenhang gebracht werden, stieg um 32 auf insgesamt 905. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstag hervor (Stand 0 Uhr). Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie 66.503 Corona-Infektionen in Hessen registriert.

Nach den Daten des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin vom Montag (Stand 12.15 Uhr) lagen hessenweit 284 Corona-Patienten auf Intensivstationen. Das entsprach 17 Prozent aller belegten Intensivbetten. 161 der Covid-19-Patienten werden demnach beatmet.

Corona in Hessen: 1086 neue Infektionen - Über 80 Prozent der Intensivbetten belegt

Update vom 16. November, 9.27 Uhr: In Hessen sind am Montag innerhalb eines Tages nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) 1086 weitere Coronavirus-Infektionen registriert worden. Damit stieg die Zahl der Fälle seit Beginn der Pandemie auf 65.479 (Stand 16.11.2020, 0.00 Uhr). 873 Todesfälle werden inzwischen mit dem Erreger in Verbindung gebracht, das sind 9 mehr als am Sonntag.

Nach den jüngsten Zahlen des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin vom Sonntag (Stand 12.15 Uhr) lagen hessenweit 285 Corona-Patienten auf Intensivstationen. Das entsprach 17 Prozent aller belegten Intensivbetten. Insgesamt sind 81,77 Prozent der Intensivbetten in Hessen belegt. 154 der Covid-19-Patienten werden demnach beatmet.

Update vom 15. November, 12.48 Uhr: In Hessen sind innerhalb eines Tages 1926 weitere Coronavirus-Infektionen registriert worden. Damit stieg die Zahl der Fälle seit Beginn der Pandemie auf 64.393, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht (Stand 15. November 2020, 0 Uhr). 864 Todesfälle werden inzwischen mit dem Erreger in Verbindung gebracht, das sind 10 mehr als am Samstag.

Nach den aktuellsten Zahlen des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin lagen am Samstag (Stand 12.15 Uhr) hessenweit 289 Corona-Patienten auf Intensivstationen. Das entsprach 17 Prozent aller belegten Intensivbetten. Insgesamt sind 82,1 Prozent der Intensivbetten in Hessen belegt. 163 der Covid-19-Patienten werden demnach beatmet.

Corona in Hessen: Etwa 1030 Bewohner von hessischen Altenheimen sind infiziert

+++ 11.28 Uhr: In den hessischen Altenheimen sind derzeit rund 1030 Bewohner mit dem Coronavirus infiziert. Das sind fast 1,8 Prozent der in den Einrichtungen lebenden Menschen, wie aus Zahlen des zuständigen Regierungspräsidiums (RP) Gießen hervorgeht (Stand 11. November). Seit Beginn der Pandemie starben 368 Heimbewohner mit oder durch das Virus. Von den Mitarbeitern sind aktuell knapp 600 mit dem Erreger infiziert, fast 700 sind in Quarantäne. Corona-Ausbrüche gibt es dem RP zufolge in 181 von 835 Einrichtungen. Ältere und kranke Menschen gehören zur Corona-Risikogruppe.

„Die Versorgung in den von größeren Ausbrüchen betroffenen Einrichtungen ist gewährleistet, insbesondere auch durch überdurchschnittliches Engagement der nicht erkrankten Mitarbeitenden“, teilte das RP mit. Zudem gebe es die Möglichkeit der sogenannten Arbeitsquarantäne. Das bedeute, infizierte, aber arbeitsfähige Beschäftigte könnten nach wie vor in einer vom Coronavirus betroffenen Einrichtung die Versorgung infizierter Bewohner übernehmen. Auch Zeitarbeitende stünden zur Überbrückung von Engpässen zur Verfügung.

Ein größerer Corona-Ausbruch in Hessen wurde beispielsweise in einer Frankfurter Einrichtung Anfang November bekannt: Dort hatten sich mehr als 60 Bewohner und rund 30 Mitarbeiter angesteckt.

Update vom 14. November, 10.06 Uhr: In Hessen sind binnen eines Tages 1407 weitere Coronavirus-Infektionen nachgewiesen worden. Die Gesamtzahl der Fälle seit Beginn der Pandemie stieg damit am Samstag auf 62.462, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht (Stand: 0 Uhr). Insgesamt 854 Todesfälle werden inzwischen mit dem Erreger in Verbindung gebracht. Das sind 18 mehr als am Freitag.

+++ 13.57 Uhr: Aufgrund der schnell steigenden Corona-Infektionszahlen wird die Bundespolizei auch weiterhin ein Augenmerk auf die Einhaltung der Hygienevorschriften legen. Das teilte die Bundespolizeiinspektion Kassel mit. Daher würden vermehrt -Präsenzstreifen in Bahnhöfen und Zügen eingesetzt.

Im Vordergrund stehe der morgendliche und abendliche Berufsverkehr. Zwischen dem 2. und 11. November mussten die Beamten der Bundespolizeiinspektion Kassel nach eigenen Angaben in 627 Fällen Fahrgäste ansprechen, weil sie keine Maske trugen.

Fast alle Reisenden zeigten sich einsichtig und setzten nach einer intensiven Belehrung ihre Masken auf“, heißt es. Nur in drei Fällen sei eine Ordnungswidrigkeitenanzeige gefertigt worden.

Update vom 13. November, 8.37 Uhr:  In Hessen sind 1684 weitere Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Die Gesamtzahl der Fälle seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 61.055, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag hervorgeht. Insgesamt 836 Todesfälle werden mit dem Erreger in Verbindung gebracht. Das sind 15 mehr als am Vortag.

Corona in Hessen: An Schulen soll so viel Präsenzunterricht wie möglich angeboten werden

+++ 12.51 Uhr: Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hat erneut bekräftigt, dass die Schulen in der Corona-Krise so viel Präsenzunterricht wie möglich anbieten sollten. Er wolle einen landesweiten Wechselunterricht zwischen Präsenz in den Klassen und Lernen von zu Hause aus verhindern, solange es gehe, sagte er am Mittwoch im Landtag in Wiesbaden.

Es gebe keinen Grund, dass bei hohen Infektionszahlen in Offenbach auch die Kinder im Vogelsberg zu Hause bleiben müssen. „Solange es infektiologisch vertretbar ist, werde ich für jedes Kind an jedem Ort in Hessen um jeden Tag Präsenzunterricht kämpfen“, sagte Lorz.

Update vom 12. November, 11.45 Uhr: Die Zahl der hessischen Ärzte und Psychotherapeuten, die Videosprechstunden anbieten, hat in den vergangenen Monaten rasant zugenommen. „Die Zahlen sind steil nach oben gegangen. Klar ist, ohne Corona hätten wir diesen Anstieg nicht gehabt“, sagte Alexander Kowalski von der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen.

Corona in Hessen: 80 Prozent der Intensivbetten in Hessen mittlerweile belegt

Derzeit seien in mehr als 3000 Praxen solche virtuellen Sprechstunden möglich, vor der Corona-Pandemie waren es demnach nicht mal 300. Klarer Vorteil sei, dass eine Ansteckungsgefahr vermieden werde. Zudem entfielen Anfahrtswege und Wartezeiten. Auch in der Bevölkerung wächst die Akzeptanz. Eine bundesweite Umfrage der Techniker Krankenkasse ergab, dass sich inzwischen jeder Zweite vorstellen kann, sich per Videochat behandeln zu lassen.

2019 war es noch jeder Vierte. „Videosprechstunden werden heute von den Patienten per Computer, Smartphone oder Tablet ganz selbstverständlich als Alternative zum physischen Arztbesuch in Anspruch genommen“, sagt Barbara Voß, Leiterin der hessischen TK-Landesvertretung. Indes sind in Hessen sind 1905 weiterere Corona-Infektionen nachgewiesen worden.

Die Gesamtzahl der Fälle seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 59.371, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstag hervorgeht (Stand: 00.00 Uhr). Insgesamt 821 Todesfälle werden mit dem Erreger in Verbindung gebracht, 12 mehr als am Vortag.

Nach den Zahlen des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) lagen zuletzt hessenweit 274 Corona-Patienten auf Intensivstationen (Stand Mittwoch 12.15 Uhr). Das entsprach 16 Prozent aller belegten Intensivbetten. Insgesamt sind gut 80 Prozent der Intensivbetten in Hessen mittlerweile belegt. 147 der Covid-19-Patienten wurden beatmet.

Update vom 11. November, 16.50 Uhr: Das Coronavirus beschäftigt die Menschen weiterhin auf allen Ebenen. Am Mittwoch kamen laut Robert Koch-Institut (RKI) 1722 neue gemeldete Fälle in Hessen hinzu (Stand: 0.00 Uhr). 23 Menschen starben der Statistik zufolge in Hessen binnen eines Tages mit oder an dem Virus. In Offenbach lag die Sieben-Tages-Inzidenz nach Angaben der Stadt am Mittwoch bei 343,9.

Corona in Hessen: Sieben-Tage-Inzidenz steigt in einer Stadt fast auf 350

735 Offenbacher waren aktuell infiziert, elf von ihnen lagen im Krankenhaus. Hessenweit zählte das Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin am Mittwoch 274 Corona-Patienten auf Intensivstationen, 147 von ihnen wurden beatmet (Stand 14.00 Uhr). 387 Intensivbetten waren am Mittwoch noch frei, danach gäbe es noch eine Notfallreserve von knapp 1000.

Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen erklärte indes, dass parallel zu den steigenden Infektionszahlen sich auch die Arbeitsbedingungen in den Testcentern zusehends verschlechtern würden. Dies liegt nicht nur an der steigenden Belastung durch mehr Tests, sondern vor allem an zunehmender Aggressivität der Besucher, hieß es.

Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen klagt über eine zunehmende Aggressivität der Besucher in den Testcentern.

Die „hochengagierten Mitarbeitenden in den Testcentern“ müssten „mit Beschimpfungen, Beleidigungen und jeder sonstigen Form von Aggressivität klarkommen“, ließen sich die Vorstandsvorsitzenden der KV Hessen, Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke, zitieren. Sie sprachen von einem „Ausmaß von Aggressivität (...) wie wir es uns nicht vorstellen konnten“.

Corona in Hessen: Drosten lobt in Biontech-Impfstoff – Zulassung noch 2020?

+++ 19.05 Uhr: Die ersten Daten zu dem Corona-Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer gegen das Coronavirus stimmen den Virologen Christian Drosten optimistisch. Man sehe in der Zwischenbilanz im Moment einen beeindruckenden Schutz gegen die Infektion.

Charite-Virologe Christian Drosten sieht in den ersten Biontech-Impfstoffdaten einen beeindruckenden Schutz.

Das sagte der Charité-Wissenschaftler in der am Dienstag veröffentlichten Folge des „Coronavirus-Update“ bei NDR-Info über den am Montag von den Firmen gemeldeten Schutz von 90 Prozent vor Covid-19. „Wenn jetzt die Studie weiterläuft, kann sich diese Zahl natürlich auch korrigieren, auch durchaus nach unten korrigieren. Damit muss man rechnen“, sagte Drosten.

Video: Diese Corona-Tests gibt es mittlerweile

Aber prinzipiell habe der Corona-Impfstoff eine wirklich gute Schutzwirkung. Bei dieser Art von Impfstoffen, einer neuen Technik, habe man gar nicht gewusst, was man erwarten kann. „Das ist schon jetzt sehr ermutigend“, sagte Drosten. Der Virologe betonte aber auch, dass noch nicht mehr bekannt sei als eine Presseerklärung; auf wissenschaftlicher Ebene sei man auf weitere Veröffentlichungen gespannt. „Das, was wir jetzt in den Medien hatten, das ist eine Zwischenmeldung.“

Der vielversprechende Corona-Impfstoff der Pharmafirmen Biontech und Pfizer soll den Menschen in Deutschland und den übrigen EU-Staaten indes nach der Zulassung rasch zur Verfügung stehen. Der bereits fertig ausgehandelte Liefervertrag über bis zu 300 Millionen Impfdosen werde am Mittwoch von der EU-Kommission gebilligt werden, erklärte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen.

Sobald das Serum auf dem Markt sei, werde es überall in Europa verteilt. Der Chef der zuständigen EU-Steuerungsgruppe rechnet mit einer Zulassung binnen weniger Wochen. „Der früheste Zeitpunkt dürfte Mitte Dezember sein“, sagte der Österreicher Clemens Martin Auer der „Berliner Zeitung“ (Mittwoch).

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA sei aber in der Entscheidung über die Lizenz völlig frei. Deutschland hofft nach Worten von Gesundheitsminister Jens Spahn allein auf bis zu 100 Millionen Impfstoff-Dosen. Für eine Immunisierung sollen zwei Dosen pro Person nötig sein.

+++ 17.14 Uhr: Einer Umfrage zufolge bewerten 60 Prozent der Hessen das aktuelle Corona-Krisenmanagement der Landesregierung als ausreichend. 22 Prozent gehen die Maßnahmen nicht weit genug, wie aus der Erhebung des Instituts infratest dimap im Auftrag des Hessischen Rundfunks hervorgeht. 15 Prozent der Hessen gehen die Maßnahmen dagegen zu weit.

Um die zuletzt starke Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat Hessen wie die anderen Bundesländer Anfang November einen Teil-Lockdown verhängt. Freizeit- und Kultureinrichtungen, aber auch Gastronomiebetriebe müssen daher fast den gesamten November über geschlossen bleiben. Für die repräsentative Umfrage wurden vom 2. bis 7. November mehr als 1000 wahlberechtigte Hessen telefonisch befragt.

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) wertete die Umfrage als „starken und breiten Rückhalt für die beschlossenen Maßnahmen“. Er appellierte an alle, nicht die Geduld zu verlieren. „Wenn wir uns gemeinsam weiterhin verantwortungsbewusst verhalten, können wir es hoffentlich schaffen, die Infektionszahlen auf einem Niveau zu halten, das unsere Kliniken nicht überfordert.“

Verkündigte hoffnungsvolle Nachrichten im Kampf gegen Corona: Ugur Sahin, Vorstandsvorsitzender von Biontech.

+++ 10.14 Uhr: Kurz nach der Veröffentlichung ermutigender Zwischenergebnisse zu seinem Corona-Impfstoff legt das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech an diesem Dienstag Zahlen zum dritten Quartal vor. Zudem will Biontech um 14 Uhr in einer Telefonkonferenz „Informationen zum operativen Fortschritt“ geben.

Corona in Hessen: Biontech-Impfstoff vor Zulassung – Produktion in großem Stil?

Biontech und der US-Pharmakonzern Pfizer hatten am Montag als erste westliche Hersteller vielversprechende Ergebnisse einer für die Zulassung entscheidenden Impfstoff-Studie veröffentlicht. Ihr Impfstoff biete einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19, erklärten die beiden Unternehmen. Schwere Nebenwirkungen seien nicht festgestellt worden.

Biontech und Pfizer wollen nach eigenen Angaben voraussichtlich schon ab der kommenden Woche die Zulassung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA beantragen. Ein effektiver Corona-Impfstoff in Europa und den USA rückt damit in greifbare Nähe. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte, er gehe von einer parallelen Beantragung der Zulassung bei FDA und der europäischen Arzneimittelbehörde EMA aus.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) sagte, dass die Nachricht von Biontech und Pfizer ein Grund zum Optimismus sei. Sie setzte auf eine Herstellung in großem Stil. „Es wird darauf ankommen, den Impfstoff nun möglichst rasch und in großen Mengen zu produzieren», sagte Karliczek der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. 

Update vom 10. November, 7.53 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Hessen ist deutlich angestiegen an. Binnen eines Tages kamen 1702 neue Fälle hinzu, wie aus Daten des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstag hervorgeht (Stand: 0 Uhr). Die Zahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Corona-Fälle lag bei 55.744. Insgesamt 786 Todesfälle werden mittlerweile mit dem Erreger in Verbindung gebracht. Das waren 28 mehr als am Vortag.

Update vom 9. November, 10.29 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Hessen steigt weiter deutlich an. Binnen eines Tages kamen 883 Fälle hinzu, wie aus Daten des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) von Montag hervorgeht. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Corona-Fälle lag bei 54.043. Insgesamt 758 Todesfälle werden mittlerweile mit Covid-19 in Verbindung gebracht. Das waren fünf mehr als am Vortag.

+++ 14.43 Uhr: In der Vogelsberg-Gemeinde Kirtorf haben Unbekannte Fake-Flyer in Briefkästen mit dem Briefkopf des Polizeipräsidiums Mittelhessen verteilt. Darin werden die Bürger gebeten, Polizeibeamten während ihres Einsatzes im Dannenröder Forst Unterkunft zu gewähren, um einen angeblich drohenden Corona-Totalausfall zu verhindern.

Corona in Hessen: Fake-Flyer gehen im Vogelsbergkreis um

In den aufwändig hergestellten und täuschend echt wirkenden Flugblättern heißt es unter anderem: Die steigenden Covid-19-Fallzahlen vor allem im Landkreis Marburg-Biedenkopf (stellen) uns vor eine große Herausforderung. Eine Stationierung von mehreren tausend Polizeikräften in der Kaserne ist riskant und unverantwortlich.“

Deshalb würden jetzt Privatunterkünfte für die Beamte gesucht. „Fake News“ heißt es dazu von der mit dem Lückenschluss der A49 befassten Polizeiabteilung, wie eine Nachfrage ergab*. Zunächst war noch nicht klar, wie viele Haushalte die Fake-Flyer erhalten hatten. Ein Polizeisprecher sagte, man wolle nicht über Motive oder Urheber spekulieren. Die Beamten ermitteln.

Update vom 8. November, 10.16 Uhr: Nach dem Coronavirus-Ausbruch in einem Frankfurter Gefängnis liegen nach Angaben des hessischen Justizministeriums sämtliche Testergebnisse vor. Zu den bereits zuvor positiv getesteten 26 Gefangenen kamen ein weiterer bestätigter Fall sowie ein mutmaßlich positiver Fall hinzu, wie ein Ministeriumssprecher am Samstag mitteilte.

Ein Polizist in Großbritannien steht in Schutzkleidung vor einer Zelle in einem Haftblock, in dem Häftlinge untergebracht sind, die sich mit Covid-19 infiziert haben.

„Alle weiteren etwa 110 Tests waren negativ.“ Auch die Ergebnisse von 104 Bediensteten lagen vor: Zu den hier bereits festgestellten Infektionen bei zwei Personen sei ein weiterer Fall hinzugekommen. „Alle weiteren Tests waren negativ“, so der Sprecher.

Anfang der Woche waren in der Justizvollzugsanstalt 28 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden: 26 Gefangene und zwei Bedienstete. Daraufhin wurden laut Ministerium alle Gefangenen einer Station und sämtliche Bedienstete der Justizvollzugsanstalt getestet.

Eine Task Force im hessischen Corona-Krisenstab soll sich um die Planung und Steuerung der Impfungen gegen das Coronavirus kümmern.

+++ 22.11 Uhr: Sonniges Wetter in weiten Teilen Hessens hat am ersten Wochenende des Teil-Lockdowns zahlreiche Menschen ins Freie gezogen. Vielerorts kontrollierte am Samstag die Polizei, ob die Corona-Regeln eingehalten wurden. Gröbere Verstöße oder gar Zwischenfälle gab es nach Angaben der jeweiligen Präsidien zunächst jedoch nicht.

Vor allem rund um Sehenswürdigkeiten und beliebte Ausflugsziele, wie etwa die Burg Königstein (Hochtaunuskreis), überprüften Streifen, ob Besucher die wegen der Pandemie geltenden Verordnungen einhielten.

Bei einer Demonstration mit bis zu 150 Menschen in Wiesbaden kam es am Samstag laut Polizei zu Verstößen gegen die Corona-Regeln. Bei Kontrollen stellten Beamte demnach acht mutmaßlich gefälschte Atteste fest. Sieben Personen seien von der Kundgebung ausgeschlossen worden, weil sie sich trotz mehrfacher Aufforderung nicht an Hygienevorschriften gehalten hätten.

Update vom 7. November, 11.07 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen in Hessen steigt weiter an. Binnen eines Tages kamen 2111 Fälle hinzu, wie aus Daten des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) von Samstag hervorgeht (Stand: 0 Uhr ). Weitere 12 Todesfälle wurden mit Sars-CoV-2 in Verbindung gebracht. Seit Beginn der Pandemie sind insgesamt 741 Hessen gestorben. Die Zahl der bislang registrierten Corona-Fälle lag bei 51.438.

Von Kommunen selbst gemeldete Werte können von den Zahlen des Robert Koch-Instituts abweichen, da sie die Daten mit Zeitverzögerung weitergeben. Zahlen, die die Kommunen selbst nennen, sind in der Regel aktueller als die des RKI oder des hessischen Sozialministeriums in Wiesbaden.

Nach den Zahlen des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin lagen in Hessen zuletzt 252 Corona-Patienten auf Intensivstationen (Stand Freitag 12.15 Uhr). Das entsprach einer Belegung von 15 Prozent aller Intensivbetten. 124 der Patienten wurden beatmet.

+++ 11.30 Uhr: Das Corona-Kabinett der Hessischen Landesregierung hat die bestehenden Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus im Bereich Sport und Kunst- und Musikschulen gelockert. „Demnach ist es künftig für Amateur- und Freizeitsportler möglich, alleine, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands auf und in allen Sportanlagen Sport zu treiben“, meldet das Hessische Innenministerium. Gleichzeitig können die Musik- und Kunstschulen wieder geöffnet werden.

Update vom 6. November, 8.07 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen in Hessen ist am Freitag binnen eines Tages um 1851 gestiegen. Insgesamt lag die Zahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Fälle bei 49.327, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin hervorgeht (Stand 0 Uhr). 19 weitere Todesfälle wurden mit Sars-CoV-2 in Verbindung gebracht. Insgesamt starben demnach bislang 729 Menschen.

Nach den Zahlen des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin hatten in Hessen am Donnerstag 243 Corona-Patienten auf Intensivstationen gelegen (Stand 12.15 Uhr). Das entsprach einer Belegung von 14 Prozent aller Intensivbetten. 124 der Patienten wurden beatmet.

Corona in Hessen: Robert-Koch-Institut meldet 1658 Neuinfektionen

Update am 5. November, 13.15 Uhr: Das RKI meldete am Donnerstag 1658 Neuinfektionen in Hessen sowie elf weitere Todesfälle. Angesichts der steigenden Corona-Zahlen in Hessen - ist die Situation in den Kliniken zunehmend angespannt. Die Kapazitäten seien momentan noch ausreichend, „aber die Krankenhäuser sehen, was auf sie zukommt“, sagte der Geschäftsführende Direktor der Hessischen Krankenhausgesellschaft, Prof. Steffen Gramminger, der Deutschen Presse-Agentur. So schlage sich die Welle mit zwölf bis 14 Tagen Verzögerung in den Kliniken nieder.

Erste Krankenhäuser in Hessen würden bereits planbare Operationen verschieben. „Mir sind einzelne Kliniken bekannt, die versuchen, sich dadurch etwas Luft zu verschaffen.“ Gramminger betonte, dass es ausschließlich um nicht dringende Eingriffe gehe, bei denen eine Verzögerung medizinisch vertretbar sei. „Schwerkranke werden selbstverständlich weiterhin behandelt.“

Update am 4. November, 11.41 Uhr: Alle Einrichtungen des Freizeit- und Breitensportbetriebs müssen ab Donnerstag (5. November) in Hessen wegen der Corona-Pandemie schließen. Das habe die Landesregierung nach Beratungen mit den Kommunalen Spitzenverbänden entschieden, teilte das hessische Innenministerium mit.

Dies gelte für überdachte Sportanlagen wie Hallen oder Schießstände sowie für Anlagen im Freien. Allerdings war seit Montag sowieso der Freizeit- und Amateursportbetrieb mit Ausnahme der Sportausübung allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand in Sportanlagen verboten. Sport als Individualsport im öffentlichen Raum wie Joggen, Radfahren oder Wandern ist nach der neuen Regelung weiter möglich.

+++ 17.25 Uhr: Das Land Hessen bereitet sich auf den Start der Corona-Impfungen vor. Das Corona-Kabinett der Landesregierung habe beschlossen, eine Task Force einzurichten. Diese Task Force soll sich um die Planung und Steuerung der Impfungen gegen das Coronavirus kümmern. Das teilten Sozialminister Kai Klose (Grüne) und Innenminister Peter Beuth (CDU) am Dienstag in Wiesbaden mit.

Corona in Hessen: Landesregierung erwartet Impfstoff in den nächsten Wochen

Noch gebe es keinen zugelassenen Impfstoff gegen das Coronavirus, teilten die beiden Minister mit. Die Bundesregierung habe allerdings einen Covid-19-Impfstoff in den nächsten Wochen in Aussicht gestellt. „Wir bereiten uns schon jetzt so gut wie möglich darauf vor, damit die nötigen Prozesse dann möglichst reibungslos und zügig erfolgen können“ Grundlage der Corona-Impfungen sei die nationale Impf-Strategie, die derzeit von der Bundesregierung konzipiert werde.

Da nicht für alle Bürger in Hessen sofort ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehen wird, muss nach Angaben der Minister schrittweise vorgegangen werden. Dabei orientiere sich die hessische Landesregierung an den Empfehlungen, die der Bund derzeit erarbeitet. Über die konkreten Abläufe, wann ein zugelassener Corona-Impfstoff wie gelagert und transportiert wird und über welche Stellen die Impfungen stattfinden werden, liefen derzeit die Abstimmungen in der Gesundheitsministerkonferenz zwischen Bund und Ländern.

Dienstag, 3. November, 11.04 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen in Hessen ist binnen eines Tages um 1219 gestiegen. Insgesamt lag die Zahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Fälle bei 44.598, wie am Dienstag aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin hervorgeht.

Lesen Sie hier: Top-Virologe Hendrik Streeck vom rasanten Anstieg der Corona-Infektionszahlen überrascht.

20 weitere Todesfälle wurden mit Sars-CoV-2 in Verbindung gebracht. Insgesamt starben demnach bislang 683 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19. Bei der Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen wiesen am Dienstag fast alle Kommunen in Hessen Werte deutlich über der als kritisch geltenden Schwelle von 50 auf. Unter der kritischen 7-Tage-Inzidenz lag laut RKI nur der Werra-Meißner-Kreis mit 46,7.

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