Medizinisches Personal befüllt eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff. (Symbolfoto)
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Medizinisches Personal befüllt eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff. (Symbolfoto)

News-Ticker

Corona in Hessen: Biontech startet Impfstoff-Produktion in Marburg - Corona-Kabinett tagt

Das RKI meldete für Hessen am Donnerstag 793 neue Coronavirus-Fälle und 66 Todesfälle. Indes hat Biontech die Impfstoff-Produktion in Marburg gestartet. Das hessische Corona-Kabinett berät am Donnerstag über die neuen Beschlüsse.

Update vom 11. Februar, 8.32 Uhr:  In Hessen sind innerhalb eines Tages 793 neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Nach Angaben des Berliner Robert Koch-Instituts vom Donnerstag wurden in dem Bundesland damit seit Beginn der Pandemie 178.780 Infektionen nachgewiesen. Die Zahl der Menschen, die mit oder an dem Virus starben, erhöhte sich um 66 auf 5362 (Stand 0 Uhr). Die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, sank erneut leicht auf nun 65,8. Mehrere Kreise und Kommunen lagen laut RKI unter dem Wert von 50. Die niedrigste Inzidenz wies der Rheingau-Taunus-Kreis mit 43,3 auf, die höchste der Lahn-Dill-Kreis mit 112,9. Der Landkreis Fulda liegt mit 111,1 knapp darunter.

Das hessische Corona-Kabinett berät an diesem Donnerstag über die neuen Corona-Beschlüsse, die Ministerpräsident Volker Bouffier bereits am Mittwochabend nach dem Gespräch mit den Regierungschefs von Bund und Ländern bekannt gegeben hatte.

+++ 12.33 Uhr: Das Mainzer Unternehmen Biontech hat in seinem neuen Werk im hessischen Marburg mit der Produktion seines Corona-Impfstoffs begonnen. Als erster Schritt werde das Botenmolekül mRNA hergestellt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Biontech hatte vor wenigen Tagen die arzneimittelrechtliche Erlaubnis dafür erhalten. Im ersten Halbjahr 2021 sollen in Marburg 250 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffes von Biontech und seines US-Partners Pfizer hergestellt werden. Die ersten am Standort Marburg hergestellten Impfstoffe werden nach Unternehmensangaben voraussichtlich Anfang April ausgeliefert.

Corona in Hessen: RKI meldet 658 neue Fälle und 67 Tote

Update vom 10. Februar, 9.14 Uhr: Das Robert Koch-Instituts (RKI) meldet für Mittwoch 658 neue Corona-Fälle in Hessen (Stand 0.00 Uhr). Nach Angaben des RKI stieg die Gesamtzahl der Infektionen damit auf 177.988 an. Die Zahl der Menschen, die mit oder an dem Virus starben, erhöhte sich um 67. Einen leichten Rückgang gab es beim Inzidenzwert: Er lag am Mittwoch in Hessen bei 71,7. Am Vortag hatte der Wert hessenweit noch bei 77 gelegen.

+++ 15.28 Uhr: Die schwarz-grüne Landesregierung legt für die Kultur in Hessen ein weiteres Corona-Hilfspaket mit einem Umfang von 30 Millionen Euro auf. „Um der Kultur in diesen schwierigen Zeiten Halt zu geben, braucht es einen langen Atem“, erklärte Kulturministerin Angela Dorn (Grüne). „Unser erstes Kulturpaket hat 2020 geholfen, die vielfältige Landschaft der Kultur in Hessen zu stützen - daran knüpfen wir nun an.“

Das Geld soll für Projektstipendien für Künstler, Liquiditätshilfen für Kultureinrichtungen und Spielstätten, Beratungsangebote der Kulturverbände sowie ein Programm für Open-Air-Kultur in den Sommermonaten zur Verfügung stehen.

Das Land habe ein Paket geschnürt, das Hilfen des Bundes möglichst bedarfsgerecht ergänze und eigene Akzente setze, sagte Dorn. Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) ergänzte, wichtig für Soloselbstständige sei etwa, dass die Landesregierung mit Brückenstipendien Hilfe bieten könne, die nicht auf die Überbrückungshilfe des Bundes angerechnet wird.

Im ersten Corona-Kulturpaket waren insgesamt 50 Millionen Euro vorgesehen. Dadurch seien etwa 3600 Arbeitsstipendien und zusätzlich rund 1200 Projektstipendien vergeben worden. Rund 200 Spielstätten seien bei coronabedingten Anpassungen unterstützt worden.

Update vom 9. Februar, 9.13 Uhr: In Hessen sind binnen eines Tages 203 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Damit stieg die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Infektionen am Dienstag auf 177.331, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht (Stand 0.00 Uhr). Eine Woche zuvor hatte es noch binnen 24 Stunden 311 Neuinfektionen gegeben.

Die Zahl der mit dem Coronavirus in Verbindung gebrachten Todesfälle in Hessen stieg am Dienstag um 47 auf nun insgesamt 5229 seit Ausbruch der Pandemie. Die 7-Tage-Inzidenz ging weiter leicht zurück und lag hessenweit bei 77.

Coronavirus in Hessen: Alle 28 regionalen Corona-Impfzentren gehen an den Start

Nach dem Start in sechs Corona-Impfzentren im Januar soll ab Dienstag hessenweit in allen 28 Zentren mit der Immunisierung der Menschen gegen das Coronavirus begonnen werden. Zunächst können sich dort Senioren in der höchsten Priorisierungsgruppe die Schutzimpfung geben lassen.

+++ 16.30 Uhr: Am Samstag, 6. Februar 2021, hat Hessen die ersten 26.400 Dosen des Astrazeneca Impfstoffs erhalten. Diese wurden laut Innenministerium zunächst zwischengelagert und werden heute an die 28 hessischen Impfzentren ausgeliefert.

Die Impfzentren können die Impfstoffe von Astrazeneca, so das Innenministerium, gemäß der bundesweit geltenden Corona-Impfverordnung an Personen der höchsten Priorisierungsgruppe, die unter 65 Jahre alt sind verimpfen. Demnach können Impfstoffe des Herstellers Astrazeneca zunächst an medizinisches Personal in den Krankenhäusern der Covid-19-Versorgung, aber im Weiteren dann auch an Rettungsdienste, Mitarbeiter mobiler Pflegedienste verimpft werden. Die Weiterverteilung des Astrazeneca-Impfstoffs organisieren die Impfzentren eigenständig.

Von den rund 550.000 Menschen aus der ersten Priorisierungsgruppe konnten bereits fast 160.000 Frauen und Männer eine Erstimpfung erhalten (Stand 7. Februar 2021: 159.685). 63.607 Hessinnen und Hessen haben bereits die wichtige Zweitimpfung erhalten.

Update vom 8. Februar, 8.42 Uhr: Das Robert Koch-Institut meldet am Montag 196 neue Fälle mit dem Coronavirus. Damit steigt die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Infektionen auf 177.127. Die Todesfälle im Zusammenhang mit Corona sind um 17 auf insgesamt 5.182 gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht auf 80,2.

Update vom 7. Februar, 15.23 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet am Sonntag 792 neue Corona-Fälle (Stand 0.00 Uhr). Damit stieg die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Infektionen auf 176.931. Die Zahl der mit dem Virus in Verbindung gebrachten Todesfälle stieg um 17 auf 5165. Die Inzidenz ging weiter leicht zurück und lag hessenweit bei 80,7.

Corona in Hessen: 800 Neuinfektionen - Impfquote liegt unter Bundesschnitt

Bei der Corona-Impfquote liegt Hessen unter dem Bundesdurchschnitt: 2,4 Prozent der Bevölkerung sind laut Robert Koch-Institut bis Freitagabend geimpft worden. Der Bundesdurchschnitt liegt mit 2,7 Prozent etwas höher.

Update vom 6. Februar, 20.57 Uhr: In Hessen sind binnen eines Tages 761 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Damit stieg die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Infektionen auf 176.138, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht (Stand Samstag 0.00 Uhr). Die Zahl der mit dem Coronavirus in Verbindung gebrachten Todesfälle stieg um 34 auf 5148. Die Inzidenz ging weiter zurück und lag hessenweit bei 81,1.

Corona in Hessen: Immer mehr Ausbrüche mit britische Mutation

Im Lahn-Dill-Kreis gibt es unterdessen vermehrte Hinweise auf die britische Variante des Coronavirus, wie der Landkreis am Samstag mitteilte. Vereinzelte Fälle, wie beispielsweise an den Lahn-Dill-Kliniken in Wetzlar, seien in dieser Woche bereits bestätigt worden. „Mittlerweile liegen unserem Gesundheitsamt weitere Hinweise von Mutationen vor, die sich bereits flächendeckend im gesamten Kreisgebiet verteilt haben“, erklärte Landrat Wolfgang Schuster (SPD).

+++ 16.15 Uhr: Die Friseursalons bleiben nach einer Entscheidung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) weiter geschlossen. Die Regelung zur Schließung der Betriebe in der Verordnung zur Beschränkung sozialer Kontakte in der Pandemie werde nicht außer Vollzug gesetzt, teilte der VGH am Freitag mit. Ein entsprechender Eilantrag eines Friseurs aus Seeheim-Jugenheim wurde abgelehnt. Die angegriffene Regelung sei weder rechtswidrig, noch eine Außervollzugsetzung geboten. Hierunter falle nicht nur das Arbeiten in einem Ladengeschäft, sondern auch in einem mobilen Service. Der Eingriff in die Berufsausübungsfreiheit nach dem Grundgesetz sei weiterhin gerechtfertigt, teilte der VGH mit. Der Beschluss ist unanfechtbar.

In Hessen sind die Landkreise weiterhin sehr unterschiedlich von Corona-Infektionen betroffen: Die höchste Inzidenz hatte am Freitag weiterhin der Kreis Fulda mit 160,5. Den niedrigsten Wert hatte der Kreis Marburg-Biedenkopf mit 49,1. Er lag damit am Freitag als einziger unter der wichtigen Schwelle von 50.

Ein Ausbruch von Infektionen mit der britischen Corona-Mutation in einer Frankfurter Kita ist nach Angaben des Gesundheitsamts unter Kontrolle. Nach Fällen in der Elternschaft wurden Kinder und Mitarbeiter getestet. „In mehreren Fällen konnte die britische Variante des Virus bereits nachgewiesen werden“, hieß es am Freitag. Quarantäne und Isolierung würden streng gehandhabt, die Kita bleibe geschlossen.

Corona in Hessen: Zahl der Infektionen steigt auf mehr als 175.000

Update vom 5. Februar, 8.44 Uhr: Binnen eines Tages sind in Hessen knapp 900 weitere Corona-Infektionen gemeldet worden. Mit 888 registrierten Fällen lag die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Infektionen damit am Freitag bei 175.378, wie aus Daten des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht (Stand 0 Uhr). Die Zahl der mit dem Virus in Verbindung gebrachten Todesfälle stieg um 64 auf 5114. Die 7-Tage-Inzidenz ging weiter zurück und lag hessenweit bei 84.

Dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) zufolge wurden am Donnerstag in Hessen 388 Corona-Patienten behandelt (Stand: 12.15 Uhr). 185 davon wurden beatmet. Hessenweit waren - auch mit Patienten mit anderen Krankheiten - 1854 von 2119 Intensivbetten belegt.

+++18.41 Uhr: Heute haben bis 18 Uhr 34.500 Menschen einen Termin für die Erst- und Zweitimpfung gegen das Corona-Virus vereinbart. Insgesamt haben damit seit gestern 134.500 Personen Termine zur Schutzimpfung in den 28 Impfzentren in Hessen erhalten. Das schreibt die Pressestelle des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport. Nach den bislang zugesagten Impfstofflieferungen sind aktuell die Termine, die jeweils mit verfügbaren Impfdosen hinterlegt sind, bis zur letzten Märzwoche weitestgehend belegt. Termine sind aber weiterhin verfügbar.

Aktuell wird die Funktion zur Vergabe von Paar-Terminen technisch vorbereitet. Am morgigen Freitag wird diese Funktion ab 8 Uhr im Online-Buchungsportal und über die Hotline zur Verfügung stehen. Mit der neuen Funktion ist es dann möglich, dass ein Paar in einem Buchungsvorgang zwei Impftermine in einem Zeitraum von 30 Minuten erhält, also beispielsweise eine Person um 8 Uhr, die andere um 8.30 Uhr.

Corona in Hessen: 134.500 Menschen haben seit Mittwoch einen Impftermin vereinbart

Sollten aufgrund hoher Nachfragen nicht mehr zwei Termine in einem Zeitfenster von 30 Minuten verfügbar sein, werden alternativ zwei Termine in einem zeitlich breiteren Zeitfenster angeboten. Sollte dieser Terminvorschlag nicht angenommen werden, werden Paartermine an späteren Tagen angeboten, heißt es in der Mitteilung abschließend.

+++16.09 Uhr: Der Andrang auf die Termine zur Corona-Schutzimpfung hat am Donnerstag deutlich nachgelassen, schreibt die Pressestelle des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport. Nachdem am Mittwoch bis Mitternacht mehr als 100.000 Personen Termine für die Erst- und Zweitimpfung vereinbart haben, sind heute bis 13 Uhr nochmals 22.000 Termine hinzugekommen.

Wurden am Mittwoch tagsüber bis zu 10.000 Termine in der Stunde gebucht, so erfolgten Donnerstagvormittag noch rund 4000 Buchungen pro Stunde, heißt es in der Mitteilung weiter. Die meisten Termine wurden über die Hotline gebucht. Außerdem haben sich die Wartezeiten im Online-Anmeldeportal und über die Hotline laut Pressestelle verringert. In allen Impfzentren stehen weiterhin Termine zur Corona-Schutzimpfung bereit.

Corona in Hessen: Weiterhin stehen Termine zur Impfung in allen Zentren zur Verfügung

Unterdessen räumen die Hochschulen in Hessen Studierenden, die im Wintersemester 2020/21 durch eine Prüfung gefallen sind, einen weiteren Versuch ein. Darauf haben sich Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) und die Präsidentinnen und Präsidenten der hessischen Hochschulen verständigt. Diese Regelung gelte für Prüfungen, die eigentlich nicht wiederholbar seien und werde auch für das Sommersemester 2021 sowie auf Antrag für das Sommersemester 2020 gelten.

Zudem wird für das Wintersemester 2021 wie bereits für das vorangegangene Sommersemester eine Erhöhung der Regelstudienzeit eingeräumt, damit Studenten länger Bafög erhalten können.

Update vom 4. Februar, 8.17 Uhr: In Hessen sind binnen eines Tages 1177 weitere Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Die Gesamtzahl der bislang registrierten Fälle lag damit am Donnerstag bei 174.489, wie aus Daten des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht (Stand 0 Uhr). Die Zahl der mit dem Virus in Verbindung gebrachten Todesfälle stieg um 61 auf 5050. Die sogenannte Inzidenz, die Infektionen binnen sieben Tagen bezogen auf 100.000 Einwohner, lag hessenweit bei 86,3.

In den Regionen wies der Hochtaunuskreis mit 44,3 den niedrigsten Wert auf und lag damit unter dem Schwellenwert von 50. In den vergangenen Tagen hatte auch der Kreis Marburg-Biedenkopf darunter gelegen, allerdings nur knapp und für kurze Zeit. Das RKI meldete für dort am Donnerstag eine Corona-Inzidenz von 55,9. Den höchsten Wert im Land Hessen wies der Kreis Fulda mit 167,2 auf.

+++ 18.45 Uhr: Der Start für das zweite Anmeldeverfahren für die Vergabe von Corona-Impfterminen für Senioren über 80 Jahre in Hessen ist am Mittwoch zunächst holprig verlaufen. Die Internetseite für die Terminbuchung ließ sich am Morgen nicht öffnen. Mitarbeiter der Telefon-Hotline sprachen von technischen Problemen. Das Land allerdings zeigte sich am Nachmittag zufrieden. Nach acht Stunden seien knapp 66.000 Termine online und telefonisch vereinbart worden.

Positive und negative Nachrichten kommt aus der Wirtschaft: Hessens Industrie ist trotz des aktuellen Corona-Lockdowns einer Umfrage zufolge weiter auf Erholungskurs. Im Gastgewerbe, der Reisewirtschaft und in Teilen des Einzelhandels sind Lage und Geschäftserwartungen laut Konjunkturbericht des Hessischen Industrie- und Handelskammertages (HIHK) dagegen „besorgniserregend“. Sorgen bereiten Hessens Unternehmen Betriebsschließungen sowie Kaufkraftverluste durch Kurzarbeit und steigende Arbeitslosigkeit.

Corona in Hessen: Robert Koch-Institut meldet 945 weitere Infektionen

+++ 12.48 Uhr: In Hessen sind 945 weitere Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Damit stieg die Zahl der bislang registrierten Ansteckungen seit Beginn der Pandemie am Mittwoch auf 173.312 (Stand 0.00 Uhr), wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte. Die Zahl der Menschen, die mit oder an dem Virus starben, erhöhte sich um 63 auf 4989. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Inzidenz) sank in Vergleich zum Vortag von 90,4 auf 87,8.

Update vom 3. Februar, 11.39 Uhr: Auch das zweite Anmeldeverfahren für die Vergabe von Corona-Impfterminen für Senioren über 80 Jahre in Hessen wird von massiven technischen Problemen begleitet, meldet dpa. Das Land Hessen hingegen erklärt in einer Pressemitteilung: „Das große Interesse der Impfberechtigten hat nicht zu einer technischen Überlastung des Anmeldeverfahrens geführt.“ Allerdings schränkt auch das Land ein: „Bei der Hotline kam es anfangs vereinzelt zu Fehlermeldungen, da bei etwa fünf Prozent der Anrufe kurzfristig den Telefonisten der Zugriff auf das System nicht möglich war.“ Das sei aber umgehend gelöst worden. Dpa berichtet weiter davon, dass sich die Internetseite für die Terminbuchung am Mittwochmorgen nicht öffnen ließ. Mitarbeiter der Telefon-Hotline hätten von technischen Problemen gesprochen, es könnten derzeit keine Termine vergeben werden.

Bereits bei der ersten Impfanmeldung für die Bevölkerungsgruppe der Über-80-Jährigen, bei der zunächst nur 60.000 Termine für die Corona-Schutzimpfung vergeben wurden, hatte es in Hessen massive technische Störungen wegen des großen Ansturms auf die Termine gegeben. Bis zum Schluss mussten die Senioren und ihre Angehörige teils über Stunden warten, bis sie sich registrieren oder für einen Termin anmelden konnten. Nun soll die Terminvergabe für die Menschen im Alter von über 80 Jahren nicht limitiert sein.

Corona in Hessen: Massive technische Probleme bei Terminvergabe für Impfungen

Das Land Hessen befindet: „Auch wenn es aktuell aufgrund der großen Nachfrage zu Wartezeiten kommt, laufen beide Wege zum Impftermin stabil.“ Innerhalb der ersten beiden Stunden seien fast 20.000 Termine für die Corona-Schutzimpfung online und telefonisch vereinbart worden. Über die Hotline würden stetig Termine vergeben, aber aufgrund des großen Andrangs könne es zu Wartezeiten kommen.

+++ 18.50 Uhr: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat in der eigenen Familie die großen Probleme bei der Buchung eines Corona-Impftermins für Senioren über 80 Jahre erfahren. „Ich habe in meiner eigenen Familie drei Omas: 90, 93 und 96“, sagte Bouffier am Dienstag im Landtag in Wiesbaden. „Und meine Frau hat zwei Tage am Telefon verbracht, um überhaupt eine Registrierung hinzubekommen.“ Die Landesregierung setze jedoch alles daran, dass möglichst bald die Bevölkerung in Hessen gegen das Coronavirus geimpft sei. Wegen des großen Ansturms auf die Impftermine für die über 80-Jährigen war es zu großen technischen Problemen und langen Wartezeiten bei der Buchung gekommen.

Ministerpräsident Bouffier hat derweil die Hoffnung auf eine schnelle Lockerung der geltenden Corona-Regeln gedämpft. Es gebe zwar einen erfreulichen Rückgang bei den Corona-Infektionen, sagte der Regierungschef. Es dürfe jedoch nicht durch unbesonnenes Verhalten ein möglicher dritter Lockdown riskiert werden. Die Corona-Pandemie sei noch längst nicht überwunden. Bouffier kündigte aber einen sogenannten Stufenplan an, der in Etappen Lockerungen beschreibt. Dabei werde es in einer ersten Stufe bei einer Sieben-Tage-Inzidenz mit signifikanter und stabiler Annäherung Richtung 50 die ersten Erleichterungen und Öffnungen geben. Sei die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 50, komme die nächste Stufe.

Corona in Hessen: Robert Koch-Institut meldet 311 Neuinfektionen

Update vom 2. Februar, 9.51 Uhr: In Hessen sind 311 weitere Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Damit stieg die Zahl der bislang registrierten Infektionen seit Beginn der Pandemie am Dienstag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) (Stand 0.00 Uhr) auf 172.367. Mit bislang insgesamt 4926 Todesopfern stieg die Zahl um weitere 84. Die sogenannte Inzidenz, die Infektionen binnen sieben Tagen bezogen auf 100.000 Einwohner, sank in Vergleich zum Vortag leicht von 91,9 auf 90,4.

Dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) zufolge wurden am Montag in Hessen 395 Covid-19-Patienten behandelt (Stand: 13.19 Uhr). 191 davon wurden demnach beatmet. Hessenweit waren - auch mit Patienten mit anderen Krankheiten - 1687 von 1942 Intensivbetten belegt.

Corona in Hessen: Streit um Honorare in Impfzentren - Landkreise bezahlen unterschiedlich viel

Update vom 1. Februar, 10.49 Uhr: Bei den Ärzten in Hessen regt sich Unmut über die Bezahlung in den Corona-Impfzentren. 120 Euro pro Stunde sollten Mediziner und Apotheker bekommen - das haben Landesregierung, Landesärztekammer und Kassenärztliche Vereinigung ausgehandelt. Die Landkreise bezahlen aber zum Teil deutlich weniger, beklagen die Ärzte-Gremien - und raten den Ärzten, dies nicht zu akzeptieren.

Die Kreise begründen die teils niedrigeren Honorare in den Corona-Impfzentren wie folgt: Die Summe sei eine Obergrenze, die man „mit Blick auf Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit“ nicht ausschöpfen müsse, sagte Jan Hilligardt, der Geschäftsführender Direktor des Hessischen Landkreistages, der dpa.

Update vom 31. Januar, 9.43 Uhr: Mit Blick auf Lieferengpässe beim Corona-Impfstoff hat Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) die Hersteller kritisiert. Das Land Hessen sei von der Kommunikation „überrascht worden“, sagte er in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. „Das war extrem kurzfristig und ärgerlich, etwa als Biontech Pfizer erklärt hat, die Kapazitäten zurückzufahren.“

Das geschehe zwar mit einem guten Ziel, nämlich danach die Produktion auszuweiten. „Aber trotzdem kam das sehr unverhofft“, sagte Klose. „Ich glaube hier ruckelt es doch erheblich“, ergänzte er mit Blick auf den Konflikt mit Astrazeneca. Der Minister betonte außerdem: „Wir sind abhängig von verlässlichen Impfstofflieferungen, weil wir mit den Kommunen vor Ort die Impfungen für die Bürgerinnen und Bürger organisieren.“ Und Klose fügte an: „Deshalb ist das ärgerlich.“ Er erwarte, dass das, was jetzt zugesagt ist, auch zuverlässig komme.

Beim Impfen gegen das Coronavirus könne es aber nicht darum gehen, wer am schnellsten bei der Erstimpfung sei, sondern es gehe darum, wer beide Impfungen zügig umsetze. „Denn erst dann ist der Vollschutz da. Und hier ist Hessen in der Spitzengruppe“, sagte Klose. Eine Wahlmöglichkeit beim Corona-Impfstoff könnte nach seinen Worten erst möglich werden, wenn ausreichend Dosen vorhanden sind. Bei der derzeitigen Knappheit ginge dies nicht, auch wegen der teils komplizierten Lager- und Transportbedingungen.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet am Sonntag für Hessen 171.823 Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie. Das sind 940 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle stieg um 26 auf 4812. Die hessenweite 7-Tages-Inzidenz liegt bei 92,6. Am höchsten ist die Inzidenz derzeit im Landkreis Fulda (187,3) sowie im Werra-Meißner-Kreis (158,0). In beiden Kreisen lag dieser Wert vor wenigen Tagen noch über 200. Die niedrigste Inzidenz in Hessen gibt es den aktuellen Zahlen zufolge im Landkreis Marburg-Biedenkopf mit 51,8.

Update vom 30. Januar, 9.54 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet am Samstag (Stand 0 Uhr) 925 Corona-Neuinfektionen für Hessen. Die Zahl der Infizierten stieg seit Beginn der Pandemie damit auf 170.883. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg um 53 auf 4786.

Die 7-Tages-Inzidenz lag landesweit bei 90,8. Der Wert sinkt damit weiterhin, dennoch bleibt der Landkreis Fulda mit einer Inzidenz von 182,4 weit über dem hessischen Durchschnitt. Danach folgen der Werra-Meißner Kreis (172,9) und der Odenwaldkreis (135,5). Die niedrigste Inzidenz gibt es aktuell im Rheingau-Taunus-Kreis mit 52,9.

+++ 17.45 Uhr: Gut zwei Wochen nach dem Auszahlungsstart der Novemberhilfen sind 202 Millionen Euro an die wegen des erneuten Corona-Lockdowns geschlossenen Unternehmen in Hessen überwiesen worden. Das Geld floss an rund 10.000 hessische Betriebe, teilten Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne), Finanzminister Michael Boddenberg und Innenminister Peter Beuth (beide CDU) am Freitag in Wiesbaden mit. Damit sei nach zwei Wochen fast die Hälfte der offenen Anträge erledigt, sagte Al-Wazir.

Update vom 29. Januar, 8.45 Uhr: In Hessen sind binnen eines Tages 1090 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag hervorgeht, stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Fälle auf 169.960.

Das RKI meldet für Freitag (Stand 0.00 Uhr) außerdem 57 neue Todesfälle. Die 7-Tage-Inzidenz lag landesweit bei 94,4. Im Landkreis Fulda wird mit 185,5 weiter der höchste Wert in Hessen registriert.

Corona in Hessen: Inzidenz im Kreis Fulda liegt immer noch weit über Landesschnitt

+++17.07 Uhr: Ab dem kommenden Mittwoch, 3. Februar, werden in Hessen neue Termine für Corona-Impfungen vergeben. Dann können zunächst weitere Impfberechtigte der Priorisierungsgruppe 1 Termine vereinbaren. Dabei handelt es sich überwiegend um Seniorinnen und Senioren, die mindestens 80 Jahre alt sind. Am 9. Februar sollen dann auch die restlichen 22 Impfzentren öffnen - bislang waren nur sechs Stück in Betrieb.

Zu den Zahlen: Der Landkreis Fulda liegt weiterhin mit einer Inzidenz von 215,7 auf Platz 1 der Hotspots in Hessen. Zum Vergleich: Frankfurt hat nach den Zahlen des RKI eine Inzidenz von 63,5 und ist unter den deutschen Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern die Stadt mit der niedrigsten Inzidenz. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) erklärt: „Unser Ziel lautet: erste deutsche Großstadt, die wieder unter 50 liegt.“

Corona in Hessen: Landkreis Fulda auf Platz 1 der Hotspots - Inzidenz von 215,7

Update vom 28. Januar, 11.14 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet für Hessen am Donnerstag 168.871 Corona-Infektionen. Das sind 1276 mehr Fälle als am Vortag. 99 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Seit Beginn der Pandemie sind das 4676. Das RKI weist für das Bundesland eine Sieben-Tage-Inzidenz von 99,6 aus. Der Kreis Fulda liegt weiterhin auf Platz 1 der Hotspots in Hessen.

+++ 17.14 Uhr: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) verlangt einen besseren Gesundheitsschutz an den Schulen. Die Vorsitzende der hessischen GEW, Birgit Koch, fordert ausreichend Luftfilter beziehungsweise Lüftungsanlagen und CO2-Messgeräte in den Klassenräumen. Außerdem sollen FFP2-Masken kostenfrei zur Verfügung gestellt und Corona-Schnelltests wöchentlich angeboten werden.

Es sei nicht auszuschließen, dass Mutanten des Coronavirus in die Schulen getragen werden, sagte die GEW-Vorsitzende. Eltern wird empfohlen, ihre Schulkinder zu Hause zu lassen. Wenn die Eltern arbeiten gehen müssen, wird für die Kinder Präsenzunterricht bis einschließlich der sechsten Klassen angeboten. Ab der siebten Klasse gilt Fernunterricht. Die Abschlussklassen haben Präsenzunterricht. In Fulda gilt eine Ausnahme: Hier sind auch die Abschlussklassen im Fernunterricht. Grund dafür sind die hohen Infektionszahlen.

Corona in Hessen: Robert Koch-Institut meldet 1143 Neuinfektionen

Update vom 27. Januar, 8.19 Uhr: Binnen 24 Stunden sind in Hessen 1143 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Wie aus Daten des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch hervorgeht, liegt die Zahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Fälle damit bei 167.595. Insgesamt 4577 Todesfälle wurden mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht, 83 mehr als am Vortag (Stand 0 Uhr). Die Inzidenz als wichtige Kennziffer der Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner lag landesweit bei 105,0. In den Regionen wies den höchsten Wert laut den RKI-Angaben weiter der Landkreis Fulda mit 242,9 auf.

Zum Vergleich: Am vergangenen Mittwoch lag die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages noch bei mehr als 1300, die Zahl der zusätzlich gemeldeten Todesfälle bei 118.

+++ 17.18 Uhr: Bei Kontrollen am Frankfurter Flughafen hat die Polizei mehr als 100 Verstöße gegen die Corona-Einreiseverordnung festgestellt. So habe zum Beispiel die erforderliche Einreiseanmeldung oder der Nachweis von negativen Corona-Tests gefehlt, teilte die Bundespolizei am Dienstag mit. Kontrolliert wurden am Sonntag und Montag insgesamt mehr als 4000 Passagiere aus Corona-Hotspots, knapp 130 von ihnen verstießen gegen die Einreiseverordnung.

Verschärfte Einreisekontrollen: Beamte der Bundespolizei kontrollieren am Flughafen Frankfurt die Passagiere.

Unterdessen haben der Hessische Innenminister Peter Beuth und Gesundheitsminister Kai Klose einen Monat nach Beginn der bundesweiten Impfkampagne zum Schutz vor dem Coronavirus eine Zwischenbilanz gezogen. „Wir bekommen nach wie vor zu wenig Impfstoff, um rasch so viele Menschen vor dem Coronavirus zu schützen, wie wir wollen und wie wir mit unseren landesweiten Impfzentren auch impfen könnten. Mit dem, was wir haben, kommen wir aber gut voran“, sagten Beuth und Klose.

Corona in Hessen: Neue Lieferung mit Impfstoff angekommen

Erstmeldung vom 26. Januar, 10.54 Uhr:

Hessen - Eine neue Lieferung mit Corona-Impfstoff ist am Montag in Hessen angekommen. Dabei habe es sich um rund 35.100 Dosen des Impfstoffs der Firmen Biontech und Pfizer gehandelt, teilte das Innenministerium in Wiesbaden mit. Der Bund hatte die Länder informiert, dass über einen Zeitraum von vier Wochen die Impfstofflieferungen gesenkt werden.

Auch wenn aktuell weniger Dosen zur Verfügung gestellt wurden, sind nach Angaben des Innenministeriums weiterhin alle Termine für Erstimpfungen in den regionalen Impfzentren mit ausreichend Dosen hinterlegt. Weil das Land grundsätzlich alle eintreffenden Lieferungen halbiert und eine Hälfte für die Corona-Zweitimpfung einlagert, könnten auch die Zweitimpfungen in den Alten- und Pflegeheimen durch mobile Teams sowie in den koordinierenden Covid-19-Krankenhäusern wie geplant weitergehen.

Bis Ende dieser Woche werde zudem eine Lieferung mit weiteren 7200 Dosen des Impfstoffs der Firma Moderna in Hessen erwartet, kündigte das Innenministerium an. Dieser Corona-Impfstoff würden derzeit noch als Reserve sicher gelagert, sollten weitere Lieferungen kleiner ausfallen als zunächst angekündigt.

Corona in Hessen: 233 neue Infektionen sowie 82 Todesfälle gemeldet

Außerdem sind in Hessen innerhalb eines Tages 233 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Wie aus Daten des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstag hervorgeht, liegt die Zahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Fälle damit bei 166.452. Mit dem Virus wurden 4494 Todesfälle in Verbindung gebracht, 82 mehr als am Vortag (Stand 0 Uhr).

Die Inzidenz als wichtige Kennziffer der Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner lag landesweit bei 108,4. Der Landkreis Fulda bleibt weiterhin Hessens Hotspot mit einer Inzidenz von 282,8 wie das RKI am Dienstag meldete. Die Kreis-Spitze in Fulda erklärte unterdessen, woher die Corona-Infektionen stammen.

Video: Corona-Verstöße in Hessen: Bußgelder knacken Millionenhöhe

Laut dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) wurden am Montag 415 Corona-Patienten auf Intensivstationen behandelt (Stand: 15.21 Uhr). Das entsprach knapp 24,4 Prozent aller belegten Intensivbetten. 216 Covid-19-Patienten wurden beatmet. Hessenweit waren - auch mit Patienten mit anderen Krankheiten - 1702 von 1952 betreibbaren Intensivbetten belegt. (dpa)

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