Die Corona-Fallzahlen in Hessen steigen weiter stark an.
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Die Corona-Fallzahlen in Hessen steigen weiter stark an.

News-Ticker

Corona in Hessen: Fallzahlen steigen weiter, Handel will Weihnachtsgeschäft retten, neue Details zu Impfzentren

Steigende Corona-Zahlen in Hessen: Während sich immer mehr Menschen mit Covid-19 infizieren, gibt es neue Details, wie die Impfungen ablaufen sollen.

  • Corona in Hessen: Das RKI meldet am Dienstag mehr als 1500 Neuinfektionen
  • Nach Angaben der Landesregierung wird die groß angelegte Impfaktion acht bis neun Monate dauern
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+++ 18.30 Uhr: In Hessen liegt die sogenannte Inzidenz - also die Zahl von Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen - aktuell bei 171,3. Besonders hohe Werte gab es nach Angaben des Sozialministeriums in den Städten Offenbach (277,2) und Frankfurt (239,7). Nach den jüngsten Daten des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin lagen in Hessen 327 Corona-Patienten auf Intensivstationen. 198 der Patienten wurden demnach beatmet. Insgesamt sind 85,4 Prozent der betreibbaren Betten auf hessischen Intensivstationen belegt (Stand: Dienstag 12.15 Uhr).

Die Landkreise treiben derweil ihre Planungen für die Einrichtung von Impfzentren voran: Im Landkreis Fulda soll ein solches Impfzentrum in der Waideshalle im Kongresszentrum Esperanto entstehen.

Um dem in der Corona-Krise gebeutelten Einzelhandel unter die Arme zu greifen und das wichtige Weihnachtsgeschäft zu retten, fordern Handelsverbände in Hessen, dass Geschäfte auch an Adventssonntagen öffnen dürfen. Die FDP unterstützt das Vorhaben.

Corona: Impfaktion in Hessen soll acht bis neun Monate dauern

Update vom 24. November, 9.42 Uhr: In Hessen haben sich weitere 1556 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Infektionen stieg damit im Land seit Beginn der Pandemie auf 77.897, wie aus Zahlen des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervorgeht (Stand: 0 Uhr). Bislang starben 1071 Menschen an oder mit Covid-19, das waren 38 mehr als am Vortag.

+++ 18.05 Uhr: Die großangelegte Impfaktion gegen das Coronavirus in Hessen wird nach Schätzungen der Landesregierung etwa acht bis neun Monate dauern. „Wir gehen davon aus, dass zwischen 60 und 70 Prozent der Bevölkerung geimpft werden wollen“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Montag in Wiesbaden. Diese Anzahl sei auch notwendig, um eine sogenannte Herdenimmunität zu erreichen.

Derzeit werde mit 4 Millionen zu impfenden Menschen in Hessen gerechnet, sagte Bouffier. Da pro Person jeweils zwei Impfungen nötig sind, seien es insgesamt acht Millionen Impfungen. Die Landesregierung plant mit etwa 30 Zentren, in denen pro Tag 1000 Impfungen durchgeführt werden können. Der Vogelsbergkreis hat mitgeteilt, ein Impfzentrum in der Hessenhalle in Alsfeld einrichten zu wollen.

Die Impfungen gegen das Coronavirus sind kostenlos und freiwillig. Sowohl Bouffier als auch Sozialminister Kai Klose (Grüne) appellierte an die hessischen Bürgerinnen und Bürger, sich an der Aktion zu beteiligen.

Coronavirus in Hessen: Gesamtzahl der Fälle auf 76.341 gestiegen

Update vom 23. November, 11.28 Uhr: In Hessen haben sich mindestens 552 weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus Zahlen des Robert-Koch-Instituts vom Montag hervor. Die Gesamtzahl der Fälle stieg auf 76.341. 1033 Todesfälle werden inzwischen mit dem Erreger in Verbindung gebracht - 6 mehr als am Vortag. Da am Wochenende nicht alle Landkreise ihre Fallzahlen melden, liegen die vom RKI genannten Zahlen womöglich niedriger als die tatsächliche Zahl der Neuansteckungen.

Nach Daten des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin vom Montag (Stand 7.19 Uhr) lagen hessenweit 326 Corona-Patienten auf Intensivstationen. 195 der Patienten werden demnach beatmet. Insgesamt sind 83,18 Prozent aller Intensivbetten im Bundesland belegt. Für eine Reportage hat die Fuldaer Zeitung die Intensivstation des Klinikums Fulda besucht.

Frankfurt: 1000 Menschen demonstrieren gegen Corona-Beschränkungen

In Frankfurt demonstrierten am Sonntag - so wie auch am Donnerstag (Foto) - zahlreiche Menschen gegen Corona-Maßnahmen.

+++ 18.32 Uhr: Etwa 1000 Menschen haben nach Polizeiangaben in Frankfurt gegen die staatlichen Corona-Beschränkungen protestiert. Die rund zweistündige, angemeldete Kundgebung am Sonntag, die am Mainufer startete und durch die Innenstadt ging, sei friedlich verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. Die Teilnehmer hätten der Aufforderung der Sicherheitskräfte Folge geleistet, Masken zu tragen und ausreichend Abstand zu halten.

Update vom 22. November, 10.21 Uhr: Mehr als 1400 weitere Coronavirus-Infektionen sind nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) am Sonntag in Hessen registriert worden. Die exakte Zahl gaben das RKI und das hessische Sozialministerium mit 1421 an, die Gesamtzahl der Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 75.789 (Stand: 0.00 Uhr). 1027 Todesfälle werden inzwischen mit Covid-19 in Verbindung gebracht, das sind 17 mehr als am Vortag.

Corona in Hessen: 7-Tage-Inzidenz in Offenbach steigt auf Rekordwert

Die 7-Tage-Inzidenz lag am Sonntag in Hessen besonders hoch in der Stadt Offenbach: Die Stadt meldete den Rekordwert 388,4. Besonders niedrig war dieser Warnwert nach Angaben des Sozialministeriums im Kreis Hersfeld-Rotenburg (74,6).

Update vom 21. November, 12.06 Uhr: Die Ärztekammern haben mit Corona-Kritikern in ihren eigenen Reihen zu kämpfen.

+++ 17.40 Uhr: Nach Zahlen des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) vom Freitag werden in Hessen aktuell 326 Patienten wegen Covid-19 auf Intensivstationen behandelt. Das entspricht 19 Prozent der belegten Betten. 198 der Patienten müssen demnach beatmet werden. 1758 der verfügbaren Intensivbetten sind belegt, 309 frei.

Der Landessportbund Hessen hofft derweil auf eine Rückkehr des Amateursports im Dezember und hat mit einem Brief an Hessens Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) gewandt. Der Verband fordert die Rückkehr „zu einem verantwortbaren Sportbetrieb in den Vereinen“, wie es heißt. Präsident Rolf Müller fürchtet drastische Konsequenzen, wenn das seit Anfang November geltende Amateursport-Verbot wegen der Corona-Pandemie über den Monat hinaus verlängert werden sollte. „Die 7600 hessischen Sportvereine werden ausbluten, wenn es für sie keine Perspektiven geben wird“, sagte Müller.

Update vom 20. November, 10.23 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat sich in Hessen innerhalb von 24 Stunden um 2325 erhöht. Gegenüber dem Vortag (2130) ist das erneut ein merkliches Plus. Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie gemeldeten Fälle auf insgesamt 72 525, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag meldete. Die Todesfälle, die mit der Pandemie in Verbindung gebracht werden, stiegen um 19 auf 980.

Wegen der Corona-Pandemie steht jetzt auch das Silvesterfeuerwerk auf dem Prüfstand. Was sagen die Menschen in Osthessen zu den Überlegungen? Die Fuldaer Zeitung hat sich auf der Straße umgehört.

Corona: Die zweite Welle trifft die Krankenhäuser immer stärker

+++ 17.27 Uhr: Die zweite Corona-Welle trifft die Krankenhäuser. Einige Kliniken in Osthessen sind schon jetzt stärker belastet als in der ersten Welle im Frühjahr. Und Experten erwarten einen weiteren Anstieg der Fallzahlen. „Die Situation ist angespannt“, sagt Dr. Thomas MenzelVorstandschef des Klinikums in Fulda.  Die Zahl der Corona-Patienten aus der Region steigt kontinuierlich; weil Rhein-Main-Region schon länger unter noch höheren Infektionszahlen leidet als Osthessen, sind dort die Intensivstationen der Krankenhäuser zum Teil schon an die Kapazitätsgrenze gekommen: Intensivpatienten – mit und ohne Corona – werden aus dem Ballungsgebiet nach Osthessen verlegt. 

Den höchsten Wert bei der 7-Tage-Inzidenz in Hessen hat derzeit die Stadt Offenbach mit 315,5, gefolgt vom Landkreis Offenbach mit 264,1. Auch die Kreise Groß-Gerau, der Main-Kinzig-Kreis und der Rheingau-Taunus-Kreis liegen über 200. Ab einem Wert von 50 gilt eine Region als Risikogebiet.  

Update vom 19. November, 09.59 Uhr: 2130 Coronavirus-Neuinfektionen sind nach Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) binnen 24 Stunden in Hessen registriert worden. Damit ist die Zahl der positiv Getesteten wieder deutlich angestiegen. Die Gesamtzahl der Fälle seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 70 200. 961 Todesfälle werden in Hessen mit dem Erreger in Verbindung gebracht, das sind 26 mehr als am Vortag.

In der Rhön greifen nach Corona-Ausbrüchen in zwei Altenheimen jetzt Notfallpläne. 48 Menschen sind betroffen. Das Problem: Auch viele Pflegekräfte sind erkrankt. Besonders stark betroffen bleibt auch der Main-Kinzig-Kreis, wo die 7-Tage-Inzidenz zuletzt einen neuen Höchstwert erreicht hatte.

Update vom 18. November, 11.04 Uhr: Die Corona-Krise reißt Löcher in die Steuerkassen des Landes Hessen: Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) rechnet wegen der Pandemie mit einem Milliarden-Minus . „Derzeit gehen wir davon aus, dass die Steuerausfälle 2020 bei 2,2 Milliarden Euro liegen im Vergleich zu dem, was die Steuerschätzer uns vor einem Jahr – und damit vor der Krise – vorhergesagt haben“, erklärte er am Mittwoch in Wiesbaden mit Blick auf die November-Steuerschätzung.

Die Zahl der Corona-Virusinfektionen in Hessen ist derweil weiter gestiegen: 1567 Fälle hat das Robert-Koch-Instituts (RKI) am Mittwoch in Hessen registriert. Die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 68 070. 935 Todesfälle werden inzwischen mit dem Erreger in Verbindung gebracht, das sind 30 mehr als am Vortag.

Am Klinikum Fulda ist das neue, umgebaute Corona-Testcenter in Betrieb gegangen. Betroffene sollen künftig nur noch etwa zehn Minuten warten müssen. Das Klinikum Fulda ist das Corona-Schwerpunktkrankenhaus für Osthessen.

Corona trifft Hessens Brauereien: Umsatzeinbrüche von etwa 25 Prozent

+++ 13.07 Uhr: Hessens Brauereien haben wegen der Corona-Pandemie massive Umsatzeinbußen verbucht. Von Januar bis August sind die Erlöse durchschnittlich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25 Prozent zurückgegangen. Das sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion in Wiesbaden und berief sich dabei auf Angaben des Wirtschaftsverbandes Brauerbund Hessen/Rheinland-Pfalz. Die Mitgliedsunternehmen des Brauerbunds decken rund 85 Prozent des Bierausstoßes in Hessen ab.

Die hessischen Brauereien erwirtschafteten einen großen Teil ihres Absatzes und Umsatzes über die lokale und regionale Gastronomie, erklärte der Wirtschaftsminister. Deshalb sei die Bedeutung des Fassbieranteils für den wirtschaftlichen Erfolg hoch. Die zeitweise flächendeckende Schließung aller gastronomischer Einrichtungen und die bundesweite Absage zehntausender Veranstaltungen wegen der Corona-Pandemie seien ein Hauptgrund für den massiven Rückgang.

84 Brauereien gab es nach Angaben des Statistischen Landesamtes im vergangenen Jahr in Hessen. Das entspricht einem Rückgang um 5,6 Prozent im Jahresvergleich. Bislang hätten 17 Brauereien das Corona-Soforthilfeprogramm des Landes in Anspruch genommen und drei Brauereien Überbrückungshilfe beantragt, teilte Al-Wazir mit.

Video: Corona-Treffen im Kanzleramt: Appelle statt Beschlüsse

17. November, 8.41 Uhr: Binnen eines Tages haben sich weitere 1024 Hessen nachgewiesen mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Erreger in Zusammenhang gebracht werden, stieg um 32 auf insgesamt 905. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstag hervor (Stand 0 Uhr). Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie 66.503 Corona-Infektionen in Hessen registriert.

Nach den Daten des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin vom Montag (Stand 12.15 Uhr) lagen hessenweit 284 Corona-Patienten auf Intensivstationen. Das entsprach 17 Prozent aller belegten Intensivbetten. 161 der Covid-19-Patienten werden demnach beatmet.

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