Eine Kundin übergibt ihren Impfpass und ein Covid-19 Impfzertifikat in einer Pankower Apotheke, um sich einen digitalen Impfnachweis ausstellen zu lassen
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Neben den Apotheken soll auch in den hessischen Impfzentren bald der digitale Impfpass erhältlich sein.

Individueller QR-Code

Digitaler Impfpass bald auch in Corona-Impfzentren in Hessen erhältlich - Fulda ist Vorreiter

Bis Ende Juni 2021 soll der digitale Corona-Impfpass in den Impfzentren in Hessen etabliert werden. Das gab das hessische Innenministerium am Donnerstag bekannt. In Fulda ist das bereits möglich.

Wiesbaden - Die Hessische Landesregierung will den digitalen Impfnachweis schrittweise in den 28 Corona-Impfzentren in Hessen, darunter zählt auch das Impfzentrum in Fulda, etablieren. Bis Ende Juni 2021 sei dann die Ausstellung von digitalen Impfnachweisen möglich, teilte das Hessische Innenministerium mit. Ende vergangener Woche hatte der Bund damit begonnen, die technischen Voraussetzungen zu schaffen, um den digitalen Impfnachweis in allen Impfzentren bundesweit sowie in Hausarztpraxen und Apotheken ausstellen zu können. Apotheker in Osthessen, die nun den digitalen Impfpass ausstellen, haben berichtet, wie der Start verlief.

Das Impfzentrum in Fulda zählt zu den Vorreitern in Hessen: Hier können Geimpfte bereits seit Dienstag den digitalen Impfnachweis vor Ort bekommen - und zwar direkt nach der zweiten Impfung.

Corona in Hessen: Digitaler Impfpass bald auch in den Impfzentren erhältlich

Der digitale Impfnachweis ermögliche den Geimpften einen schnellen und einfachen Zugriff auf ihre Impfdaten. Der gelbe Impfausweis muss dann nicht mehr vorgezeigt werden, behält aber weiterhin seine Gültigkeit. Nach der erfolgten Freischaltung der Software durch den Bund werden aktuell die 28 Impfzentren in Zusammenarbeit mit dem IT-Dienstleister des Landes Hessen in die Lage versetzt, digitale Impfnachweise zu generieren. „Sobald der digitale Nachweis in den Ablauf der Impfzentren standardisiert eingebunden ist, besteht die Möglichkeit, auch bereits Geimpften den QR-Code durch den Dienstleister des Landes postalisch zuzusenden“, heißt es in der Pressemitteilung des Innenministeriums. Die ‚CovPass‘-App des Robert Koch-Instituts, in der die Daten der Corona-Impfung gespeichert werden können, könne bereits jetzt auf das Smartphone heruntergeladen werden.

Das landesweit einheitliche Angebot sehe vor, dass die Corona-Impfzentren nach erfolgten Zweitimpfungen die Daten der Geimpften an den hessischen IT-Dienstleister ekom21 übermitteln, der über eine sogenannte „Batch-Lösung“ individuelle QR-Codes generiert und nach erfolgter Zweitimpfung postalisch an die Geimpften übermittelt.

Dies gelte auch für die bereits in der Vergangenheit durchgeführten Corona-Impfungen. Die Geimpften können den QR-Code dann einfach per App scannen und erhalten so ihren digitalen Impfnachweis. Bereits Geimpfte können sich ihren Nachweis zudem auch in Apotheken und Arztpraxen ausstellen lassen. Den Impfzentren werde es darüber hinaus technisch ermöglicht, im Einzelfall auch vor Ort digitale Impfnachweise ausstellen zu können.

Corona in Hessen: Das gilt für künftige Zweitimpfungen in Impfzentren

Sobald das jeweilige Impfzentrum alle Voraussetzungen für die Erstellung des digitalen Impfnachweises umgesetzt habe, erhalten dort zweitgeimpfte Bürgerinnen und Bürger fortan ihren individuellen QR-Code innerhalb von spätestens 14 Tagen per Post. Soweit im jeweiligen Impfzentrum das Ausstellen des Nachweises direkt vor Ort erfolgen kann, erhalten Zweigeimpfte ihren Ausdruck mit QR-Code bereits dort. Gültig werde der digitale Impfpass dann aber auch erst nach 14 Tagen, wenn die Immunisierung abgeschlossen ist.

Mehr als eine Million Menschen wurden bereits zweimal in den hessischen Impfzentren gegen das Coronavirus immunisiert, gab das hessische Innenministerium bekannt. Sie alle werden ihre persönlichen Impfnachweise nachträglich per Post erhalten. Da hierfür mehr als eine Million Nachweise aus den Datenbeständen der 28 Impfzentren generiert und anschließend versendet werden müssen, kann dieser Prozess mehrere Tage in Anspruch nehmen. Die Impfnachweise werden für jeweils alle vollständig geimpften Personen nach Impfzentrum generiert.

Video: Das müssen Sie über den digitalen Impfpass wissen 

Da nicht alle digitalen Impfnachweise gleichzeitig erstellt und versendet werden können, werde die Reihenfolge der Gebietskörperschaften per Zufallsprinzip bestimmt. Die ersten Nachweise werden ab der nächsten Woche versendet. Ein weiterer Besuch im Corona-Impfzentrum zur Ausstellung des digitalen Nachweises sei für bereits vollständig geimpfte Bürgerinnen und Bürger nicht notwendig. Jeder bekomme den individuellen QR-Code automatisch per Post.

Gelber Impfpass behält seine Gültigkeit: Der digitale Impfnachweis sei ein ergänzendes Angebot. Der Impfnachweis über den bekannten gelben Impfpass aus Papier ist weiterhin möglich und für sich allein – auch international – gültig. Der Impfnachweis generell diene aktuell dazu, um zwei Wochen nach erfolgter Zweitimpfung unter anderem von eventuellen Testpflichten oder Quarantänevorgaben befreit zu werden. (sec)

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