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Corona in Hessen: Mehr als 400 Entschädigungsanträge nach Impfungen

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Corona-Impfstoff
Wegen möglicher Schäden durch Corona-Impfungen sind in Hessen bislang mehr als 400 Anträge auf Entschädigung gestellt worden. (Symbolbild) © Michael Matthey/dpa

In Hessen bleiben die Corona-Zahlen auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Alle wichtigen Neuigkeiten und Kennzahlen finden Sie hier.

Update vom 8. Februar, 7.17 Uhr: Wegen möglicher Schäden durch Corona-Impfungen sind in Hessen bislang mehr als 400 Anträge auf Entschädigung gestellt worden. Über 260 seien bereits entschieden worden, davon 22 positiv, teilte das Regierungspräsidium Gießen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Anträge würden auch Hinterbliebenenversorgung und Bestattungsgelder beinhalten.

Corona in Hessen: Mehr als 400 Entschädigungsanträge nach Impfungen

Die Grundlagen für mögliche Entschädigungen sind im Paragraf 60 des Infektionsschutzgesetzes geregelt. Für einen Antrag muss eine Impfung nachgewiesen werden. Ebenso müssen der Behörde zufolge Gesundheitsschäden nachgewiesen werden, wofür Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte angefordert werden. Ein weiterer Faktor sei, dass die Probleme nicht nur vorübergehend, sondern mehr als sechs Monate aufgetreten und auf die Impfung zurückzuführen seien. „Es reicht für die Annahme des ursächlichen Zusammenhangs nicht aus, dass dieser nur möglich ist“, heißt es beim Regierungspräsidium.

Für eine Entschädigung geltend gemacht würden Angstzustände, Sehstörungen, Hirninfarkt, Migräne, Herzmuskelentzündungen, Schwindel, kreisrunder Haarausfall, Diabetes, Allergien oder Tinnitus. Anerkannt würden aber überwiegend die Folgen von Herzmuskelentzündungen, Sinusvenenthrombosen oder das Guillain-Barré-Syndrom, eine seltene Nervenerkrankung, die im schlimmsten Fall zu einer Lähmung führen kann.

Update vom 3. Februar, 8.05 Uhr: Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in Hessen über 151 Millionen Euro als Entschädigung für Verdienstausfälle nach dem Infektionsschutzgesetz ausgezahlt worden. Von den rund 236.000 eingegangenen Anträgen seien bereits etwa 180.000 bearbeitet worden, teilte das Regierungspräsidium Darmstadt am Donnerstag mit.

Corona in Hessen: 151 Millionen Euro für Verdienstausfälle ausgezahlt

Um die Gesundheitsämter zu entlasten, hatte das Regierungspräsidium Anfang 2020 die Anträge übernommen und eine eigene Projektgruppe gegründet. Den Angaben zufolge arbeiteten 370 Personen in der Projektgruppe, wovon 92 aus der Finanzverwaltung stammten. In der Hoch-Phase haben demnach 200 Angestellte gleichzeitig an den Anträgen gearbeitet. 

Zum Jahreswechsel 2023 gab das Regierungspräsidium die noch offenen Anträge wieder an die zuständigen Gesundheitsämter ab. Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) lobte die Arbeit der Projektgruppe: Deren Leistung verdiene höchste Anerkennung und zeige, wie leistungsstark die Verwaltung sei.

Wer durch eine amtlich angeordnete Quarantäne nicht arbeiten darf, hat gemäß dem Infektionsschutzgesetz Anspruch auf eine Entschädigung für Verdienstausfall. Für die ersten sechs Wochen wird sie in voller Lohnhöhe gewährt, danach zu 67 Prozent. Die Kosten trägt der Bund.

Update vom 1. Februar, 9.12 Uhr: In den öffentlichen Bussen und Bahnen im Nahverkehr müssen die Hessen ab diesem Donnerstag (2. Februar) keine Maske mehr zum Schutz vor eine Ansteckung mit dem Coronavirus tragen. Bundesweit fällt dann auch Maskenpflicht in Fernzügen weg. In Flugzeugen ist die Maskenpflicht schon seit dem Herbst passé. Beendet wurde auch bereits die Isolationspflicht für Corona-Infizierte.

In hessischen Kliniken, Pflegeheimen, Arztpraxen und anderen Gesundheitseinrichtungen ist es dagegen weiterhin erforderlich, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen.

Corona-Maskenpflicht in Bussen und Bahnen endet in Hessen

Sozialminister Kai Klose (Grüne) hatte trotz sinkender Corona-Zahlen jüngst nochmals an die Bürger appelliert, sich zum Schutz gegen die Krankheit impfen zu lassen. Es gebe die Hoffnung, dass die Infektionszahlen noch weiter zurückgehen werden. Wenn es aber geboten sei, sollten die Menschen noch weiter Abstand halten und eine Maske tragen, wenn sie sich unsicher fühlten.

Update vom 25. Januar, 8.29 Uhr: Trotz der Folgen der Corona-Pandemie hat sich die Zahl der Kinos in Hessen kaum verändert. „Seit dem Ausbruch der Pandemie wurden zwei Kinos geschlossen, aber auch eines eröffnet“, sagte der Geschäftsführer des Film- und Kinobüros Hessen in Frankfurt, Erwin Heberling. Insgesamt gibt es über 120 Kinos, dabei hatte die Pandemie der Branche arg zugesetzt. In den Jahren 2020 und 2021 waren die Kinos zum Teil lange geschlossen gewesen. „Der Bestand war hoch gefährdet, aber die staatlichen Hilfsprogramme haben ihre Wirkung erzielt“, so Heberling. 

Grund zur Freude bei den Betreibern sieht er trotzdem nicht. Zwar gibt es seit dem vergangenen Jahr keinen Lockdown mehr, doch die Menschen strömen trotzdem nicht in die Kinos, vor allem die über 35-Jährigen bleiben fern. So wurden im ersten Halbjahr 2022 im Vergleich zum Vergleichszeitraum 2019 - also vor dem Beginn der Pandemie - 38 Prozent weniger Tickets verkauft. Bei den Programmkinos, die überwiegend von älteren Menschen besucht werden, sackte der Verkauf sogar um die Hälfte ein.  

Corona in Hessen: Zahl der Kinos trotz Pandemie fast unverändert

Heberling sieht mehrere Gründe. So habe sich das Ausgehverhalten der Menschen mit der Pandemie verändert, die Streamingdienste hätten deutlich zugelegt. Auch hätten die Menschen wegen der Inflation weniger Geld zur Verfügung. „Es ist ganz schwer, die Besucher zurückzukriegen“, sagte er. Die Kinobetreiber versuchten dies mit einem vermehrten Marketing, etwa der Neugestaltung ihres Internetauftritts und Werbeanzeigen. 

Update vom 20. Januar, 7.11 Uhr: Wegen des Verdachts auf bandenmäßigen Subventionsbetrug haben Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag die Wohnungen und Geschäftsräume von zwölf Beschuldigten durchsucht. Im Zentrum der Ermittlungen steht eine Steuerberatungskanzlei in der Wetterau, unter deren Namen für mehrere Gastronomen falsche Anträge auf Corona-Überbrückungshilfen gestellt wurden, wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt mitteilte.

Corona in Hessen: Razzia gegen mutmaßliche Subventionsbetrüger

Fälschlich ausgezahlt wurden demnach 320.000 Euro bei Anträgen über zusammen 750.000 Euro. Die Auszahlungen waren nach Kontrollen des Regierungspräsidiums Gießen und der Finanzämter gestoppt worden. Durchsucht wurden bei der Razzia 24 Gebäude in Hessen, dem fränkischen Main-Tauber-Kreis und in Lübeck. Beteiligt waren mehr als 70 Einsatzkräfte. Die Frankfurter Ermittler haben zwei weitere Parallel-Verfahren, bei denen es um mutmaßlich betrügerische Steuerberatungen aus den Kreisen Gießen und Groß-Gerau geht.

Im aktuellen Komplex steht ein 86 Jahre alter Steuerberater unter dem Verdacht, seinen Titel wissentlich zur Verfügung gestellt zu haben, damit drei Mitarbeiter des Büros die Zahlungen beantragen konnten. Die Anträge zur Überbrückungshilfe III und III Plus durften nur über sogenannten „Prüfende Dritte“ - also Steuerberater, Rechtsanwälte oder Wirtschaftsprüfer - eingereicht werden, um Missbrauch zu vermeiden. Unter den zwölf Beschuldigten sei außer dem 86-Jährigen kein weiterer „Berufsträger“, erklärte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft.

Update vom 14. Januar, 11.03 Uhr: Die Maskenpflicht in öffentlichen Bussen und Bahnen in Hessen soll am 2. Februar fallen. Das teilte ein Sprecher des Sozialministeriums in Wiesbaden am Freitag mit. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte zuvor angekündigt, dass es ab 2. Februar keine Maskenpflicht mehr im öffentlichen Fernverkehr geben soll.

Corona in Hessen: Maskenpflicht in Bus und Bahn soll am 2. Februar fallen

Indes liegt die Sieben-Tages-Inzidenz in Hessen am Samstag nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bei 116,0. Binnen eines Tages kamen zudem 1040 Neuinfektionen mit dem Virus hinzu. Zwei weitere Menschen sind in Verbindung mit Corona gestorben.

Update vom 11. Januar, 9.42 Uhr: Wie viele Menschen infiziert sind und welche Virusvarianten grassieren, lässt sich am Abwasser gut erkennen. Die EU drängt darauf, Kläranlagen in das Frühwarnsystem zu integrieren. Aber das Corona-Monitoring in Kläranlagen kommt nicht voran.

Corona in Hessen: Virus im Abwasser - Kläranlagen Projekte stocken

Obwohl der Bund das System ausbauen will, stocken in Hessen die Projekte zur Überwachung von Corona im Abwasser. Zum Jahreswechsel wurde die Probenentnahme an den meisten Standorten eingestellt. Wie es danach weitergeht, steht nach Angaben des hessischen Sozialministeriums noch nicht fest. 

Eigentlich soll die systematische Überwachung von Corona im Rahmen des „Pandemieradars“ fest etabliert werden. Dort werden verschiedene Indikatoren zusammengetragen, um zu überwachen, wie sich die Pandemie entwickelt. Robert Koch-Institut und Umweltbundesamt bauen das System gerade auf und die Zahl der Standorte aus. Derzeit liefern 25 Kläranlagen in Deutschland Daten zu, Ziel sind 170. In Hessen sind zehn Standorte geplant, „die etwa 40 Prozent der hessischen Bevölkerung abdecken“, wie das Sozialministerium berichtete.

Fest steht bisher nur, dass Büdingen dabei ist, wo auch bisher schon zwei Mal wöchentlich Proben entnommen und analysiert werden. Welche anderen neun Kläranlagen teilnehmen, ist offen. „Zunächst müssen die Rahmenbedingungen des Bundesprojekts festgeschrieben werden“, heißt es aus Wiesbaden. Die Einbindung aller neuen Standorte soll nach Angaben des Ministeriums „aller Voraussicht nach bis zum Frühjahr 2023 abgeschlossen sein“.

Aus hessischen Mitteln mitfinanzierte Projekte liefen zum Jahresende aus, wie das Ministerium bestätigte: Bei „HeNaSARS-V“ hatte die TU Darmstadt an elf Standorten Häufigkeit und Art von Coronaviren untersucht: drei in Frankfurt, zwei in Wiesbaden, dazu Hanau, Fulda, Kassel, Marburg, Gießen und Darmstadt. Bei dem Forschungsprojekt wurden auch logistische Prozesse und Datentransfer erprobt. Das von der EU mitfinanzierte Bundesprojekt „ESI-CorA“ in Büdingen läuft immerhin noch bis Februar 2023.

Update vom 4. Januar, 7.14 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Hessen liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts am Mittwoch bei 207,1. Binnen eines Tages kamen zudem 2882 Neuinfektionen mit dem Virus hinzu. Sieben weitere Menschen starben in Verbindung mit Corona.

Corona in Hessen: Inzidenz bei 207,1 - Sternsinger ohne Einschränkungen ausgesendet

Nachdem die Sternsinger-Aktion in den vergangenen beiden Corona-Jahren im Bistum Fulda nur unter starken Einschränkungen durchgeführt werden konnte, fand die Aussendung der Sternsinger durch Bischof Gerber in diesem Jahr wieder zentral im Fuldaer Dom statt.

Update vom 3. Januar 2023, 8.58 Uhr: In Hessen wurden zuletzt 3943 Corona-Infektionen sowie 14 weitere Todesfälle registriert, wie das RKI am Dienstag meldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt demnach bei 229,8.

Corona in Hessen: Inzidenz bei 229,8 - viel Böllerei an Silvester

Nach zwei Silvester-Jahren mit starken Corona-Einschränkungen wurde zum Jahreswechsel diesmal zwar kräftig geböllert - ansonsten verlief der Start ins Jahr 2023 in Hessen aber meist ruhig. Die Polizei registrierte keine größeren Einsätze. Viele Brände hielten die Feuerwehren auf Trab.

Update vom 31. Dezember, 11.37 Uhr: Das Robert-Koch-Institut meldet am Samstag 1653 Neuinfektionen und elf neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt demnach bei 184,1. Bislang wurden in Hessen seit Ausbruch der Pandemie 2.850.605 Infektionen mit dem Corona-Virus registriert.

Update vom 29. Dezember, 9.58 Uhr: Nach zwei Jahreswechseln mit pandemiebedingten Einschränkungen und Böllerverbot bereiten sich die hessischen Städte und Gemeinden auf ein Silvester fast wie gewohnt vor. Die Kommunen rechnen wieder mit volleren Straßen - und mahnen zu verantwortungsvollem Feiern. Allerdings macht sich auch die Energiekrise bemerkbar, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter hessischen Städten ergab. So müssen etwa die Wiesbadener auf das städtische Feuerwerk vor dem Kurhaus verzichten, das abgesagt wurde.

Wer privat Raketen und anderes Feuerwerk zünden will, muss die Tabuzonen beachten: Böllern ist grundsätzlich nicht erlaubt in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Alten- und Kinderheimen sowie von besonders brandempfindlichen Gebäuden wie Fachwerkhäusern. Zudem können die Kommunen weitere Verbote regeln.

Auf Frankfurts berühmter Mainbrücke, dem Eisernen Steg, ist an Silvester kein Feuerwerk zugelassen. „Ziel ist es, die meist eng gedrängten Menschen auf der Brücke vor Verletzungen zu schützen“, erklärte die Stadt. Die Regelung gilt ab drei Stunden vor und bis drei Stunden nach Mitternacht und bezieht sich auf Raketen, Böller, Kanonenschläge und Feuerwerksbatterien, aber auch auf bengalische Fackeln oder Feuerfontänen.

Zudem sind auf der Fußgängerbrücke Taschen oder Tüten mit einem Fassungsvermögen von mehr als drei Litern verboten. Auf beiden Seiten würden entsprechende Kontrollen durchgeführt, hieß es. Bei einer Überlastung durch zu viele Menschen könne die Brücke auch kurzfristig gesperrt werden.

In Kassel ist das Abbrennen von Feuerwerk im Stadtgebiet grundsätzlich erlaubt - allerdings gibt es einige Ausnahmen. Neben den grundsätzlichen Schutzzonen gilt nach Angaben der nordhessischen Kommune aus Brandschutzgründen ein Böllerverbot in der Nähe von historischen Gebäuden. Um die Umwelt zu schützen, ist zudem das Zünden von Feuerwerkskörpern in Natur- und Landschaftsschutzgebieten auf Flächen der Museumslandschaft Hessen Kassel untersagt. Dazu zählen etwa die historischen Parks Karlsaue und das Unesco-Welterbe Bergpark Wilhelmshöhe. (dpa)

Update vom 28. Dezember, 7.15 Uhr: Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat zu Besonnenheit in der Debatte um weitere Lockerungen der Corona-Regeln aufgerufen. „Wir wollen so viel Freiheit wie möglich im Zusammenhang mit den Corona-Regeln gewähren“, sagte Rhein der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. „Wir schauen sehr auf die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen.“ Das gelte auch für die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen.

Corona in Hessen: Ministerpräsident „würde auch ohne Pflicht im ÖPNV eine Maske tragen“

„Wir beobachten die Lage und entscheiden dann, wie wir weiter mit der Maskenpflicht umgehen“, erklärte der Regierungschef. Derzeit bleibe es für den ÖPNV aber bei der Maskenpflicht. Er halte diese Maßnahme für einen verhältnismäßig geringen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte. Die Lage müsse aber weiter beobachtet und dann entsprechend reagiert werden.

Als Frankfurter Bürger fahre er auch mit der U-Bahn und dem Bus, berichte der Ministerpräsident. „Das Gedränge ist oft so groß in Bus und Bahn, dass ich selbst jedenfalls - auch wenn es keine Pflicht gäbe - eine Maske tragen würde.“ Weitere Corona-Maßnahmen bis auf die Maskenpflicht im ÖPNV seien von der Landesregierung derzeit nicht geplant.

Indes liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Hessen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts am Mittwoch bei 220,3. Binnen eines Tages kamen zudem 5566 Neuinfektionen mit dem Virus hinzu. Elf weitere Menschen starben in Verbindung mit Corona.

Update vom 24. Dezember, 11.43 Uhr: Das RKI weist am Samstag (24. Dezember) indes daraufhin, dass die Lage nach den Weihnachtsfeiertagen und dem Jahreswechsel epidemiologisch nicht in gleicher Weise wie im restlichen Jahr bewertet werden können. „Schulen und Kitas sind bundesweit geschlossen, Kontaktmuster und Mobilitätsverhalten sind anders.“

„Da in dieser Zeit weniger Personen eine Arztpraxis aufsuchen, werden weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt. Dadurch werden auch weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet. In dieser Zeit werden auch nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen an das RKI Daten übermitteln.“

Update vom 21. Dezember, 8.54 Uhr: Hat sie trotz Corona-Infektion und Quarantäne einen Bekannten besucht, der dann starb? Um diese Frage ging es im Verfahren gegen eine Frau in Hessen (siehe Update vom 20. Dezember), das nun mit einem Freispruch endete. Die 72-Jährige musste sich wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung durch eine vorsätzliche Corona-Infektion vor Gericht verantworten.

Das Amtsgericht Seligenstadt sprach sie im Juni frei - doch die Staatsanwaltschaft Darmstadt legte Berufung ein. Nun hat sie diese zurückgezogen. Damit gilt das Urteil der Vorinstanz und die 72-jährige Angeklagte ist freigesprochen.

Den RKI-Angaben von Mittwoch zufolge wurden in Hessen binnen eines Tages 3017 Corona-Neuinfektionen sowie 7 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert. Demnach steigt die Inzidenz von 212,0 auf 215,9.

Update vom 20. Dezember, 9.58 Uhr: In Hessen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz am 20. Dezember bei 212,0. Das meldet das Robert Koch-Institut. Die Gesundheitsämter haben 3771 weitere Infektionen gemeldet. Vier Menschen sind in Hessen an oder mit dem Coronavirus gestorben.

Corona in Hessen: Bekannten angesteckt? Frau wegen Körperverletzung vor Gericht

Corona beschäftigt indes auch weiter die Justiz: Weil sie einen Mann mit dem Virus angesteckt haben soll, steht an diesem Dienstag (13 Uhr) eine 72 Jahre alte Frau wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung vor dem Darmstädter Landgericht. Das Gesundheitsamt des Kreises Offenbach hatte Ende März 2020 die Frau nach einem positiven Coronatest unter Quarantäne gestellt. Laut Staatsanwaltschaft besuchte sie dennoch in dieser Zeit einen langjährigen Bekannten in seiner Wohnung.

Laut Anklage hat die Frau den damals 68 Jahre alte Mann mit Corona infiziert. Er starb später in einem Krankenhaus. Das Landgericht verhandelt den Fall in der zweiten Instanz. Das Amtsgericht Seligenstadt hatte die Angeklagte im Juni freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hat gegen dieses Urteil Berufung eingelegt.

Update vom 17. Dezember, 9.22 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Hessen liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts am Samstag bei 213,1. Binnen eines Tages kamen zudem 2229 Neuinfektionen mit dem Virus hinzu. Fünf weitere Menschen sind in Verbindung mit Corona gestorben.

Update vom 14. Dezember, 10.35 Uhr: Zur Stärkung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes sind in Hessen in den vergangenen zwei Jahren über 270 unbefristete Vollzeitstellen geschaffen und besetzt worden. Zudem habe es über 220 befristete Stellen durch den Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) im Land gegeben, teilte Sozialstaatssekretärin Anne Janz (Grüne) auf eine parlamentarische Anfrage der FDP-Fraktion in Wiesbaden mit.

Corona in Hessen: Neue Stellen im Öffentlichen Gesundheitsdienst

Wegen der Corona-Pandemie hatten Bund und Länder 2020 den Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst beschlossen, um das Personal vor allem in den rund 400 Gesundheitsämtern in Deutschland aufzustocken.

Am Mittwoch liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Hessen bei 193,1. 2830 Corona-Neuinfektionen und 7 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus seien binnen eines Tages registriert worden, teilt das RKI mit.

Update vom 13. Dezember, 7.11 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Hessen liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts am Dienstag bei 190,4. Binnen eines Tages kamen zudem 3795 Neuinfektionen mit dem Virus hinzu. Zwölf weitere Menschen sind in Verbindung mit Corona gestorben.

Update vom 10. Dezember, 11.48 Uhr: Das Robert-Koch-Institut meldet am Samstag für das Bundesland Hessen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 181,5. Binnen 24 Stunden registrierte das RKI 1913 neue Covid-19-Fälle und drei neue Todesfälle.

Update vom 9. Dezember, 7.24 Uhr: Hessen bekommt ein Landesgesundheitsamt. Das hat der hessische Landtag am Donnerstag in Wiesbaden mit den Stimmen der schwarz-grünen Regierungskoalition beschlossen. Mit dem Beschluss verbessere Hessen den Gesundheitsschutz der Bevölkerung, stärke den öffentlichen Gesundheitsdienst und ziehe eine wichtige Lehre aus der Corona-Pandemie, sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne).

Corona in Hessen: Neues Landesgesundheitsamt als Lehre aus der Pandemie

Die Behörde soll als Bindeglied zwischen dem Sozialministerium und den Gesundheitsämtern im Land eine koordinierende Rolle einnehmen. Dabei wird es etwa um die Erarbeitung von Empfehlungen gehen, um ein einheitliches Vorgehen in Hessen zu gewährleisten. Die Behörde soll die Gesundheitsämter zudem durch Beratung unterstützen und eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis werden.

Das hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege ist als dezentral organisierte Gesundheitsfachbehörde an vier Standorten geplant. Der Hauptsitz der Behörde soll in Darmstadt sein.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Hessen liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts am Freitag bei 175,2. Binnen eines Tages kamen zudem 2017 Neuinfektionen mit dem Virus hinzu. 21 weitere Menschen sind in Verbindung mit Corona gestorben.

Update vom 8. Dezember, 7.39 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Hessen liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts am Donnerstag bei 173,8. Binnen eines Tages kamen zudem 2195 Neuinfektionen mit dem Virus hinzu. Zwölf weitere Menschen sind in Verbindung mit Corona gestorben.

Update vom 7. Dezember, 8.37 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Hessen liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts am Mittwoch bei 170,1. Binnen eines Tages kamen zudem 2490 Neuinfektionen mit dem Virus hinzu. Acht weitere Menschen sind in Verbindung mit Corona gestorben.

Update vom 29. November, 9.19 Uhr: Den RKI-Angaben von Dienstag (Stand: 3.08 Uhr) zufolge wurden in Hessen 2556 Corona-Neuinfektionen sowie 18 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert. Demnach liegt die Sieben-Tage-Inzidenz nun bei 170,1.

Update vom 26. November, 13.58 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Hessen liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts am Samstag bei 187,6. Binnen eines Tages kamen zudem 1806 Neuinfektionen mit dem Virus hinzu. Elf weitere Menschen sind in Verbindung mit Corona gestorben.

Update vom 25. November, 7.59 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Hessen liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts am Freitag bei 191,0. Binnen eines Tages kamen zudem 1815 Neuinfektionen mit dem Virus hinzu. Neun weitere Menschen sind in Verbindung mit Corona gestorben.

Corona in Hessen: Zahl der geimpften Kinder und Jugendlichen deutlich gesunken

Update vom 24. November, 8.24 Uhr: Die Zahl der geimpften Kinder und Jugendlichen in Hessen ist im Verlauf der Corona-Pandemie deutlich gesunken. Im Vergleich zum Jahr 2019 sind aktuell rund 66.000 Jungen und Mädchen weniger geimpft, das ist ein Rückgang von elf Prozent, wie sich aus dem hessischen Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit ergibt. „Unsere Auswertung zeigt, dass selbst etablierte Impfungen vernachlässigt worden sind. Dies kann schlimme Folgen haben“, sagte die DAK-Landeschefin Britta Dahlhoff.

Besonders ausgeprägt ist der Rückgang bei Impfungen gegen Diphtherie, Keuchhusten, Tetanus und Kinderlähmung (minus 29 Prozent) und HPV-Erstimpfungen zur Krebsvorsorge (minus 30 Prozent). Für die repräsentative Analyse wurden Behandlungsdaten von 86.000 Mädchen und Jungen im Land wissenschaftlich untersucht und mit der Situation vor der Pandemie verglichen.

Indes liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Hessen am Donnerstag bei 191,0. Binnen eines Tages kamen zudem 2371 Neuinfektionen mit dem Virus hinzu. Zwölf weitere Menschen sind in Verbindung mit Corona gestorben.

Update vom 23. November, 9.18 Uhr: Hessen hebt die Isolationspflicht für Corona-Infizierte auf. Die Regelung gilt von diesem Mittwoch an, wie die Landesregierung nach einer Entscheidung des Kabinetts am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

Corona in Hessen: Isolationspflicht für Infizierte aufgehoben

Indes steigt die Sieben-Tage-Inzidenz in Hessen am Mittwoch auf 196,8. Binnen eines Tages kamen zudem 2573 Neuinfektionen mit dem Virus hinzu. Elf weitere Menschen sind in Verbindung mit Corona gestorben.

Update vom 22. November, 9.17 Uhr: Den RKI-Angaben von Dienstag zufolge wurden in Hessen zuletzt 3225 Corona-Neuinfektionen sowie 14 weitere Todesfälle registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Dienstag bei 190,5. Voraussichtlich ab morgen endet in Hessen die Isolationspflicht (siehe Erstmeldung vom 18. November).

Corona in Hessen: Voraussichtlich ab Mittwoch keine Isolationspflicht mehr

Erstmeldung vom 18. November, 17.12 Uhr:

Wiesbaden - Die Isolationspflicht für Corona-Infizierte in Hessen fällt voraussichtlich ab kommenden Mittwoch weg. Anfang nächster Woche wolle das Kabinett einen entsprechenden Beschluss fassen, teilte die Staatskanzlei am Freitag mit.

Die Pflicht für positiv Getestete, sich zu isolieren, entfalle damit. Dafür müssten sich Corona-Infizierte an andere Schutzmaßnahmen halten, wie etwa eine Maskenpflicht in Innenräumen.

Das Sozialministerium hatte den Schritt bereits angekündigt. Viele Menschen in Deutschland seien geimpft oder hätten eine Infektion durchgemacht, hieß es zur Begründung. Zudem wurde auf die zurückgehenden Infektionszahlen verwiesen. Auch in anderen Bundesländern ist die Isolationspflicht weggefallen.

Derweil liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Hessen laut Robert-Koch-Institut am Freitag bei 200,4. Binnen eines Tages kamen zudem 1732 Neuinfektionen mit dem Virus hinzu. Acht weitere Menschen sind in Verbindung mit Corona gestorben.

Außerdem hat sich die Zahl der Corona-Patienten in Hessen im zweiten Pandemie-Jahr verdoppelt. Insgesamt 27.900 Menschen wurden 2021 vollstationär behandelt.

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