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Corona in Hessen: Acht weitere Todesfälle, Unsicherheit zum Schulstart, Minister im Homeoffice

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  • Lea Marie Kläsener
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Die Corona-Situation in Hessen ist angespannt, die Zahl der Infektionen steigt. Die höchste 7-Tage-Inzidenz hat Offenbach. Mit dem News-Ticker der Fuldaer Zeitung bleiben Sie auf dem Laufenden. Alle aktuellen Entwicklungen im Überblick.

  • Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Hessen erneut gestiegen
  • Corona in Hessen: Lehrer und Eltern äußern sich zum Schulstart besorgt (siehe Update vom 19. Oktober, 10.52 Uhr)
  • Hessens Wissenschaftsministerin Angela Dorn ist positiv auf Corona getestet worden (siehe Update vom 19. Oktober, 17.01 Uhr)
  • Dieser News-Ticker wird regelmäßig aktualisiert

+++ 15.21 Uhr: Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Sozialminister Kai Klose (beide Grüne) sind negativ auf das Coronavirus getestet worden. Beide hätten sich aber in häusliche Quarantäne begeben, teilte Regierungssprecher Michael Bußer mit. Diese dauere noch bis zum kommenden Montag. In der Zwischenzeit arbeiten die Minister aus dem Homeoffice. Alle öffentlichen Termine sind abgesagt worden. Nach der Corona-Infektion von Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) hatten sich auch ihre Kabinettskollegen testen lassen. Die Ministerin weist nach Angaben eines Sprechers einen milden Verlauf der Erkrankung auf mit Symptomen, die denen einer Erkältung gleichen.

In der Corona-Krise werden Elterntaxis offenbar zu einem immer größeren Problem. Viele Eltern stellen sich die Frage: Setzen wir die Kinder in einen vollen Bus oder bringen wir sie doch lieber selbst? Schulleiter und Verkehrswacht sehen Gefahren, das Verkehrsaufkommen vor den Schulen steigt.

Corona in Hessen: Acht weitere Todesfälle

Update vom 20. Oktober, 10.14 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat acht neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hessen registriert. Damit steigt die Zahl der gestorbenen Menschen auf 584, wie das RKI am Dienstag mitteilte. Binnen eines Tages infizierten sich in Hessen 782 Menschen neu mit dem Virus. Seit Beginn der Pandemie wurden nach Angaben des RKI damit landesweit 26 558 Corona-Fälle bestätigt.

Im Main-Kinzig-Kreis ist der Inzidenzwert am Montag sprunghaft auf 53,7 angestiegen. Eine Allgemeinverfügung beschränkt ab sofort die Teilnehmerzahlen bei Veranstaltungen im öffentlichen und privaten Raum. Außerdem gibt es eine Sperrstunde. „Ziel der neuerlichen Einschränkungen ist es, das Infektionsgeschehen wieder deutlich zu reduzieren. Und zwar dort, wo wir immer noch einen großen Teil an Übertragung feststellen: im privaten Umfeld“, erklären Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (beide SPD) und Kreisbeigeordner Winfried Ottmann (CDU).

Die Corona-Pandemie beschäftigt weiter auch die Gerichte in Hessen: Insgesamt 16 Verfahren sind derzeit allein vor dem Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel anhängig, die mit der Pandemie und den daraus resultierenden Beschränkungen zusammenhängen. „Die Eilanträge richten sich im Wesentlichen gegen die sogenannte Maskenpflicht und die Schließung der Bordelle“, sagte ein VHG-Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Corona: Hessen setzt Beschlüsse aus Bund-Länder-Beratungen um - Aus für Beherbergungsverbot

+++ 17.01 Uhr: Hessen verschärft angesichts steigender Infektionszahlen in der Corona-Pandemie die Regeln unter anderem für private Feiern deutlich. Damit würden Beschlüsse zwischen Bund und Ländern umgesetzt, erklärte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Maßgeblich im angepassten Eskalationskonzept seien jeweils die Zahlen der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen - die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz. Ab einem Wert von 35 wird die Zahl der Teilnehmer bei öffentlichen Veranstaltungen in der Regel von bisher 250 auf 150 reduziert. Private Feiern in angemieteten oder öffentlichen Räumen dürfen von höchstens 25 Menschen besucht werden (oder Personen aus zwei Hausständen). Für Feiern in privaten Räumen werde die Höchstteilnehmerzahl von 15 dringend empfohlen, sagte Bouffier.

Steigt die Sieben-Tage-Inzidenz auf 50 oder mehr dürfen bei privaten Feiern in angemieteten oder öffentlichen Räumen höchstens zehn Menschen oder zwei Hausstände teilnehmen. Diese Zahl wird dann auch für Feste in der eigenen Wohnung dringend empfohlen. Bei öffentlichen Veranstaltungen wird die Zahl der Teilnehmer in der Regel auf 100 begrenzt. Ab einer Inzidenz von 75 oder bei weiterem kontinuierlichen Anstieg oberhalb der Marke 50 dürfen sich maximal fünf Menschen oder Angehörige von zwei Hausständen in der Öffentlichkeit treffen.

Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus innerdeutschen Corona-Hotspots schafft Hessen dagegen wie angekündigt ab. Es habe sich „nicht als zielführend“ erwiesen, sagte Ministerpräsident Bouffier.

Corona-Fall im Kabinett: Hessens Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) ist mit dem Coronavirus infiziert. Da sie in den vergangenen Tagen an einer Besprechung mit Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Sozialminister Kai Klose teilgenommen habe, seien die beiden Grünen-Politiker derzeit in Quarantäne. Weitere Details zum Zustand der Kabinettsmitglieder nannte der Regierungschef nicht. Sozialminister Klose sollte am Montag eigentlich zusammen mit Bouffier die aktuellen Beschlüsse des Corona-Kabinetts präsentieren. Stattdessen nahm Kultusminister Alexander Lorz (CDU) an der Pressekonferenz teil.

Weihnachten rückt näher. Die Frage: Wie können in Corona-Zeiten Gottesdienste gefeiert werden? Die Kirchengemeinden im Kinzigtal arbeiten an Konzepten. Geplant sind unter anderem Gottesdienste unter freiem Himmel.

Schulstart in Hessen: Unsicherheit bei Lehrern und Eltern

Update vom 19. Oktober, 10.52 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Montag für Hessen mehr als 300 weitere nachgewiesene Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Binnen eines Tages infizierten sich landesweit 336 Menschen. Die Zahl der Todesfälle stieg um drei auf 576. Seit Beginn der Pandemie wurden in Hessen 25.776 Corona-Fälle registriert. Die Stadt Offenbach führte weiterhin die Liste der Kommunen mit mehr als 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Inzidenz) an: Der Wert lag bei 119,7. In Frankfurt lag die Inzidenz bei 118 und in Kassel bei 106,9.

Zum Schulstart nach den Herbstferien äußern sich Lehrer und Eltern besorgt: „Wir sehen das kritisch - vor allem mit Blick auf die kalte Jahreszeit“, erklärte die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Birgit Koch, Wiesbaden. Problematisch werde das Stoßlüften, das laut Hygieneplan alle 20 Minuten für die Klassenräume vorgeschrieben ist. „Schüler frieren ja eh schon grundsätzlich“, sagte Koch. Jedes Öffnen der Fenster werde zudem für Unruhe sorgen. „Wir werden es dennoch machen, aber das ist nicht lustig.“ Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) sieht regelmäßiges Lüften von Klassenräumen in der kalten Jahreszeit hingegen als eine „sehr wirksame Methode gegen die Verbreitung des Coronavirus“. 

Der Vorsitzende des Elternbundes Hessen, Klaus Wilmes-Groebel, sieht den Schulstart „mit großer Sorge und auch mit Angst“. Dabei habe er aber nicht nur die Gesundheit der Kinder im Blick - sondern die möglicherweise drohenden erneuten Schließungen von Schulen und Kitas wegen der Pandemie. „Homeschooling hat in Kombination mit Homeoffice in vielen Familien für große Probleme gesorgt“, so Wilmes-Groebel.

Immunologe Kern: Coronavirus hat „Tsunami-Potenzial“

Update vom 18. Oktober, 18 Uhr: Der Sinsheimer Hals-Nasen-Ohren-Arzt Dr. Bodo Schiffmann ist gegen die Maskenpflicht und andere Corona-Maßnahmen. Heute hat er auf seiner sogenannten „Corona-Info-Tour“ in Fulda Halt gemacht. Zu seiner Kundgebung haben sich auch Gegendemonstranten versammelt. Ganz ruhig blieb es dabei nicht.

Update vom 17. Oktober, 12 Uhr: Der Immunologe am Fuldaer Klinikum Prof. Dr. Peter M. Kern sorgt sich im Interview mit der Fuldaer Zeitung vor einem Kontrollverlust im Kampf gegen das Coronavirus. Er sagt, das Virus habe „Tsunami-Potenzial“. Außerdem nennt er das Gebaren von Donald Trump „widerlich“.

Infektionszahlen mit dem Coronavirus steigen im Landkreis Fulda um 21 in zwei Tagen

+++ 18.02 Uhr: Das Landkreis Fulda meldet 21 neue Corona-Fälle in zwei Tagen. Damit haben sich im Kreis Fulda bisher 694 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 21,5. Das Klinikum Fulda hat vor dem Hintergrund der steigenden Fallzahlen entschieden, seine Besucher-Kontrollen zu verschärfen.

Fuldas Landrat Bernd Woide (CDU) hat sich in einer Videoansprache besorgt über das Infektionsgeschehen gezeigt. Woide ruft die Bürger zu Vorsicht und Umsicht auf - und stellt die Frage, ob jede private Feier, die derzeit begangen werde notwendig sei.

Das Land Hessen plant derweil die Abschaffung des Beherbergungsverbots für Reisende aus innerdeutschen Corona-Hotspots. Das kündigte die Staatskanzlei am Freitag an. Die geplante Abschaffung stehe auf der Tagesordnung für eine Sitzung des Corona-Kabinetts am Montag. Das Gremium der Landesregierung werde auch über die konkrete Umsetzung der Beschlüsse der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin diese Woche beraten. 

Der hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat die längere Sperrzeit für Gaststätten und Bars in Frankfurt dagegen bestätigt. Die Kasseler Richter wiesen am Freitag die Beschwerde einer GmbH ab, die eine Bar betreibt. Diese war zuvor in einem Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht Frankfurt gescheitert.

Hessen: Zahl der Corona-Infektionen erneut deutlich angestiegen

Update vom 16. Oktober, 10.23 Uhr: Der Anstieg der Corona-Infektionen in Hessen geht weiter: Nach Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Freitag wurden innerhalb eines Tages weitere 671 Fälle bestätigt. Zwei weitere Menschen starben an den Folgen einer Infektion. Seit Beginn der Pandemie wurden in Hessen 24 151 Infektionen gemeldet. Kassel bleibt Corona-Hotspot und hat die 100 bei der Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb sieben Tagen überschritten: Die Stadt liegt nach einem Ausbruch in einer Flüchtlingsunterkunft laut RKI bei einer Inzidenz von 100,9.

Zu den Corona-Hotspots in Hessen zählen aber auch Wiesbaden mit einem Wert von 53,1, zudem der Rheingau-Taunus-Kreis mit 56,6 und der Hochtaunuskreis mit 52,8. Den kritischen Wert von 50 überschreiten weiter auch Offenbach (95,2) und Frankfurt (75,2) sowie der Kreis Groß-Gerau (84,5) und der Main-Taunus-Kreis (61,6).

Die steigenden Zahlen in Hessen bringen die Gesundheitsämter zunehmend ans Limit. Im Gesundheitsamt in Fulda sind 15 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt worden. Man sei im Verlauf der Pandemie wiederholt an seine Grenzen geraten, berichtet Fuldas Vize-Landrat Frederik Schmitt (CDU).

Die Corona-Pandemie hat indes weiter erhebliche Auswirkungen auf den Tourismus in Hessen. Die Beherbergungsbetriebe zählten im August 45 Prozent weniger Gäste und 37 Prozent weniger Übernachtungen als noch im gleichen Monat 2019, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.

Corona-Gipfel: Hessens Ministerpräsident lobt Beschlüsse

+++ 14.23 Uhr: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) lobt die von Bund und Ländern beschlossene Verschärfung der Corona-Regeln. „Über die konkrete Umsetzung der Beschlüsse in Hessen wird zeitnah das hessische Corona-Kabinett beraten“, teilte Bouffier am Donnerstag in Wiesbaden mit. „Wir müssen jetzt gemeinsam die richtigen Maßnahmen treffen, damit wir unsere Schulen und Kitas offen und unsere Wirtschaft am Laufen halten können.“

Bund und Länder hatten sich am Mittwoch darauf geeinigt, die Schwelle für strengere Maßnahmen in deutschen Corona-Hochburgen zu senken. Diese sollen bereits ab 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen greifen statt bisher bei 50. So soll dort die Maskenpflicht ausgeweitet werden, die Gästezahl bei privaten Feiern weiter begrenzt und eine Sperrstunde für die Gastronomie eingeführt werden. Bouffier nannte diese einheitlichen Beschlüsse „immens wichtig, damit wir dem Infektionsgeschehen am Ende nicht hinterherlaufen“. „Wir stehen an einem wichtigen Punkt“, sagte er. Jetzt entscheide sich, ob das Land weiterhin gut durch die Corona-Pandemie komme.

Trotz steigender Infektionszahlen und der Debatte um eine zweite Welle in Deutschland fordern indes immer mehr Experten, die Pandemie-Lage nicht nur anhand der Fallzahlen zu bewerten. Statt die reinen Infektionszahlen zu betrachten, rät Prof. Ursel HeudorfFachärztin für öffentliches Gesundheitswesen und ehemalige stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamtes in Frankfurt dazu, den Fokus auf die Anzahl der schweren Fälle zu richten. 

Update von Donnerstag, 15. Oktober, 10.24 Uhr: In Hessen haben sich erneut mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert als am Vortag: Nach Zahlen des Robert-Koch-Instituts in Berlin vom Donnerstag wurden innerhalb eines Tages weitere 662 Fälle bestätigt. Zwei Menschen starben demnach an den Folgen einer Infektion, insgesamt gibt es damit bisher 569 Todesfälle. Seit Beginn der Pandemie wurden damit in Hessen 23 481 Infektionen gemeldet.

Zu den Corona-Hotspots in Hessen gehören mehrere Städte und Kreise. Vor allem in Nordhessen gibt es einen deutlichen Anstieg. Kassel hat eine Sieben-Tage-Inzidenz von 97,5 - das ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb binnen sieben Tagen. Als kritische Schwelle gilt der Wert 50. In der Stadt Offenbach liegt die Inzidenz bei 89,8, im Kreis Groß-Gerau bei 71,4. Frankfurt weist einen Wert von 69,2 auf, der Main-Taunus-Kreis einen von 54,9 auf.

Im Kreis Fulda liegt die Inzidenz - Stand Mittwochabend - bei 14,3. Hier sind aktuell 72 Menschen erkrankt. Im Vogelsbergkreis gibt es 11 aktive Fälle (Inzidenz: 5,7), im Main-Kinzig-Kreis 292 (Inzidenz: 33).

Corona in Hessen: Zahlen in Frankfurt und Offenbach besonders hoch

+++ 16.28 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt in Hessen deutlich an: 509 Fälle sind im Vergleich zum Vortag hinzugekommen. Die Gesamtzahl liegt damit nun bei 22.819. Das geht aus einer Übersicht des Sozialministeriums hervor. Darin sind fünf weitere Todesfälle aufgeführt. Die höchsten Zahlen weisen weiter Offenbach und Frankfurt auf.

Offenbach berichtete am Mittwoch von einer Inzidenz von 86,7, Frankfurt von 70,9. Die Stadt will an diesem Donnerstag nach einer Sitzung des Verwaltungsstabs über die aktuelle Lage informieren.

Corona-Schreiben fingiert: Dreiste Masche in Offenbach

+++ 15.01 Uhr: Neue Masche? In Offenbach haben Einbrecher ein Corona-Schreiben fingiert, um ungestört eine Wohnung ausräumen zu können. Die Täter haben einem Mann ein Schreiben geschickt und ihn aufgefordert, wegen eines vermeintlich positiven Corona-Tests in ein Krankenhaus zu kommen. Die Polizei warnt: Betrüger würden die Angst vor Corona schamlos ausnutzen.

+++ 14.45 Uhr: Kritische Worte in der Corona-Krise: Walter Plassmann, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg, ist der Ansicht, dass der Großteil der Bevölkerung keinem so hohen Risiko ausgesetzt ist, dass massive (Grundrechts-)Einschränkungen gerechtfertigt wären. Das betont Plassmann in einem Gastbeitrag für die Fuldaer Zeitung.

Plassmann sagt: „Wir müssen uns lösen von dem völlig fixierten Blick auf die Zahl der positiv getesteten Menschen. Denn ,positiv‘ heißt nicht automatisch auch ,ansteckend‘, infiziert heißt nicht krank. Und die Grenze ,50 Infizierte auf 100 000 Einwohner‘ ist völlig willkürlich.“ In Hessen ist die Zahl der Infizierten zuletzt deutlich gestiegen.

Walter Plassmann, Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg, kritisierte zuletzt die ängstliche Corona-Politik. (Archivbild)

Corona beutelt Veranstaltungsbranche in Hessen: Neue Ideen in Fulda

Update von Mittwoch, 14. Oktober, 12.04 Uhr: Die Veranstaltungsbranche ist - auch in Hessen - von der Corona-Krise schwer gebeutelt. Partymachen ist infolge der Pandemie-Beschränkungen kaum möglich, andere Konzepte müssen her. Eine ganz neue Richtung schlägt jetzt der S-Club in Fulda ein, der mit Fuldas erstem Selfie-Museum an den Start gehen will.

„Es werden keine Kunstwerke ausgestellt, sondern jeder Besucher wird selbst zum Darsteller, indem er sich vor und in fantasievollen Kulissen für die perfekte Aufnahme inszeniert“, fassen die Betreiber das Konzept zusammen, welches am 29. Oktober an den Start gehen und zunächst bis zum 10. Januar 2021 bestehen bleiben soll. In ganz Deutschland gibt es diese Art von Konzept bislang nur viermal.

Adventszauber statt Weihnachtsmarkt in Fulda - Stadt muss wegen Corona umdenken

Dienstag, 13. Oktober: Fulda - Die Stadt Fulda hat bei einer Pressekonferenz bekannt gegeben, dass der Weihnachtsmarkt in seiner herkömmlichen Form ausfallen wird. Stattdessen findet der „Fuldaer Adventszauber“ statt. Dafür müssen Besucher Tickets kaufen. Und erstmals wird der Domplatz in die Planung miteinbezogen.

„Der Weihnachtsmarkt steht für Begegnung, für Gemeinschaft und er ist ein wichtiger Identifikationspunkt und Imageträger für die Stadt Fulda. Daher wollten wir auch unter den derzeit schwierigen Bedingungen ein vorweihnachtliches Angebot schaffen, nicht zuletzt auch, um die Innenstadt zu beleben und damit dem Handel und der Gastronomie in ihrer schwierigen Situation zu helfen“, so Bürgermeister Dag Wehner. Viele hessische Städte haben Adventsveranstaltungen bereits abgesagt.

Rubriklistenbild: © Daniel Bockwoldt / dpa

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