Im vergangenen Jahr hatten die Kirchen im Lockdown auf öffentliche Ostergottesdienste verzichtet.
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In Hessen dürfen an den Ostertagen Gottesdienste stattfinden.

News-Ticker

Corona in Hessen: Gottesdienstbesuch an Ostern möglich - RKI meldet 1900 neue Fälle

Die Corona-Lage in Hessen spitzt sich weiter zu: Die Inzidenz stieg am Donnerstag auf 123,9. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Ruhetage zu Ostern gekippt. In Hessen sind Gottesdienstbesuche an Ostern mit Corona-Regeln möglich.

+++ 17.31 Uhr: An den Osterfeiertagen sind Gottesdienstbesuche für die Menschen in Hessen möglich. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) einigte sich am Donnerstag mit den Spitzen der Evangelischen Kirchen und der Katholischen Bistümer auf eine Corona-Regelung wie zu den vergangenen Weihnachtsfeiertagen. Danach gelten für den Besuch einer Kirche das Einhalten des Mindestabstandes von 1,5 Metern, entsprechende Hygienemaßnahmen, die Maskenpflicht, eine Kontaktdatenerfassung sowie ein Anmeldeerfordernis zu den besonders gut besuchten Gottesdiensten. Darüber hinaus soll nicht gemeinsam gesungen werden.

„Die christlichen Kirchen haben seit einem Jahr mit erfolgreichen Hygienekonzepten, vielen digitalen Angeboten und einem hohen Maß an Eigenverantwortung bewiesen, dass Gottesdienste auch in den Zeiten der Corona-Pandemie durchgeführt werden können“, sagte Bouffier.

Die Zahl der Menschen in Hessen, die bereits gegen das Coronavirus geimpft worden sind, stieg derweil laut Robert Koch-Institut auf 616.264 (Stand Mittwoch). Davon haben 276.002 Menschen bereits ihre zweite Impfdosis erhalten.

Corona in Hessen: Inzidenz steigt weiter - Ruhetage zu Ostern gekippt

Update vom 25. März, 9.22 Uhr: Das Robert Koch-Institut meldet am Donnerstag weitere 1900 Corona-Neuinfektionen in Hessen (Stand 3.09 Uhr). Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 31 auf 6229. Landesweit lag die 7-Tage-Inzidenz bei 123,9, am Mittwoch waren es 118,4 gewesen.

+++ 16.53 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kippt die Ruhetage zu Ostern und gesteht in der Pressekonferenz nach der kurzfristigen Corona-Schalte mit den Ländern: „Die Idee der sogenannten Osterruhe war ein Fehler.“ Zu viele Fragen könnten in der Kürze der Zeit nicht so gelöst werden, wie es nötig wäre. Sie übernehme dafür die Verantwortung: „Dieser Fehler ist einzig und allein mein Fehler.“ Die Verwirrung um die Ruhetage zu Ostern habe zusätzliche Unsicherheit ausgelöst. Merkel bittet deshalb alle Bürgerinnen und Bürger um Verzeihung.

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) zollt der Kanzlerin für ihre Entscheidung Respekt. Er unterstütze den Stopp der Osterruhe.

Update vom 24. März, 10.36 Uhr: Binnen 24 Stunden sind in Hessen weitere 1342 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (Stand 3.09 Uhr) vom Mittwoch hervorgeht. Damit steigt die Zahl der Fälle seit Beginn der Pandemie insgesamt auf 208 137. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich am Mittwoch um 16 auf 6198.

Landesweit lag die Inzidenz bei 118,4. Dieser Wert gibt die Zahl der Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen pro 100.000 Einwohner wieder. Am Mittwoch vor einer Woche lag die Inzidenz hessenweit bei 93,4. Die höchste Inzidenz in Hessen wies mit einem Wert von 248,5 der Landkreis Hersfeld-Rotenburg auf. Auch die Stadt Offenbach lag mit einer Inzidenz von 204,9 über der Marke von 200. In insgesamt elf Städten und Landkreisen in Hessen lag die Inzidenz am Mittwoch unter 100. Am niedrigsten war der Wert mit 66,8 im Rheingau-Taunus-Kreis. 

Nach der massiven Kritik an den Oster-Beschlüssen der Bund-Länder-Runde Anfang der Woche will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kurzfristig erneut mit den Ministerpräsidenten der Länder beraten. Um 11 Uhr werde es eine Schalte der Kanzlerin mit den Regierungschefs geben, bei der auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier dabei ist. Dabei werde es um den Umgang mit der anhaltenden Kritik gehen. Unmut hatte sich vor allem daran entzündet, dass nach den stundenlangen Corona-Beratungen in der Nacht zum Dienstag die Umsetzung zentraler Beschlüsse noch offen war.

Corona in Hessen: Volker Bouffier äußert sich zu den neuen Beschlüssen

+++ 19.47 Uhr: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat die Verlängerung des Corona-Lockdowns mit Verschärfungen an Ostern als notwendigen Schritt zur Bekämpfung des Virus verteidigt. Er wisse, dass die Menschen in Hessen von den anhaltenden Corona-Maßnahmen erschöpft seien und nun enttäuscht werden, sagte der Regierungschef am Dienstag in Wiesbaden. „Der Schritt ist angesichts der pandemischen Lage und der Mutanten des Virus aber leider notwendig.“ Mit den geplanten fünf Ruhetagen über Ostern - vom 1. bis einschließlich 5. April soll das Land weitgehend heruntergefahren werden - könne es möglich sein, die neue Corona-Welle zu brechen. Die neuen Corona-Regeln sollen ab dem kommenden Montag, 29. März, und bis zunächst dem 18. April in Hessen gelten.

+++ 17.25 Uhr: In Hessen entstehen an bestimmten Märkten der Drogeriekette dm Corona-Schnelltestzentren. Die ersten sollen am Donnerstag in Frankfurt, Hanau und Fulda in Betrieb gehen, wie das Sozialministerium am Dienstag mitteilte. Das Ministerium habe dabei geholfen, den Kontakt zwischen den Gesundheitsämtern in den Kommunen und dem Unternehmen herzustellen. Insgesamt sind in Hessen schon an rund 500 Stellen kostenlose Corona-Schnelltests möglich, beispielsweise in Apotheken oder Arztpraxen. In Deutschland darf sich jeder und jede einmal pro Woche kostenlos testen lassen.

Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg zieht derweil Konsequenzen aus der hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen: Nach einer neuen Allgemeinverfügung werden von diesem Donnerstag (25. März) bis einschließlich 16. April alle Kindertagesstätten sowie die Schulen für die Jahrgänge eins bis sechs geschlossen. Hersfeld-Rotenburg war auch am Dienstag mit einer Inzidenz von 231,1 Neuinfektionen hessenweit der Landkreis mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz.

Corona in Hessen: Schnelltests jetzt auch an dm-Märkten

Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek ist - genau wie ihr Berliner Kollege Christian Drosten - als „Hochschullehrer/in des Jahres“ ausgezeichnet worden. Damit vergibt der Deutsche Hochschulverband (DHV) die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung erstmalig an zwei Personen. Als Protagonisten des NDR-Podcasts „Coronavirus Update“ kommunizierten die beiden seit Beginn der Pandemie Woche für Woche neue Erkenntnisse der Corona-Forschung und ordneten diese kompetent und allgemeinverständlich ein, begründete DHV-Präsident Bernhard Kempen am Dienstag die Wahl.

Update vom 23. März, 8.47 Uhr: In Hessen sind innerhalb eines Tages 590 neue Corona-Infektionen und 26 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet worden. Das geht aus Daten des Berliner Robert Koch-Instituts von Dienstag (Stand 3.18 Uhr) hervor. Die landesweite Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, lag bei 117,2. Seit Beginn der Pandemie wurden insgesamt 206.793 Infektionen registriert sowie 6182 Todesfälle.

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sieht keine Zeit für Lockerungen. „Deutschland steht vor einer großen Herausforderung, die wir mit entsprechenden Anstrengungen meistern müssen“, teilte er am Dienstagmorgen in Wiesbaden nach den rund zwölfstündigen Bund-Länder-Beratungen mit. Es müsse nun so schnell wie möglich weitergeimpft werden. Außerdem wolle er mit einer Teststrategie weitere Möglichkeiten für spätere Öffnungen schaffen. Das Corona-Kabinett der schwarz-grünen Landesregierung wollte noch am Dienstag über die Corona-Beschlüsse der Bund-Länder-Schalte beraten.

+++ 16.51 Uhr: Hessens Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) hat sich zuversichtlich zu einem wirtschaftlichen Aufschwung nach der Corona-Pandemie geäußert. Er gehe nach der Bewältigung der Krise von einer konjunkturelle Belebung aus, die dann zu mehr Steuereinnahmen führen und die Verschuldensquote wieder in Ordnung bringen werde, sagte Boddenberg.

Voraussetzung sei, „dass wir jetzt die richtigen Entscheidungen treffen“, erklärte der Finanzminister. „Ich glaube, die nächsten vier, sechs, acht Wochen werden sehr entscheidend sein.“ Der CDU-Politiker sprach sich in diesem Zusammenhang erneut strikt gegen Steuererhöhungen aus. Das wäre „Gift“. Die Unternehmen müssten stattdessen dringend wieder Eigenkapital aufbauen.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) rechnet derweil mit erneut stundenlangen Bund-Länder-Verhandlungen über die weiteren Maßnahmen in der Corona-Pandemie. Aus diesem Grund werde Bouffier erst am Dienstag detailliert über die Beschlüsse der Schalte mit den Länderchefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) berichten, teilte die Staatskanzlei am Montag in Wiesbaden mit. Die Bund-Länder-Beratungen haben am frühen Nachmittag begonnen.

Corona in Hessen: Robert Koch-Institut meldet 469 neue Corona-Fälle

Update vom 22. März, 7.46 Uhr: In Hessen sind innerhalb eines Tages 469 neue Corona-Infektionen und weitere elf Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet worden. Das geht aus Daten des Berliner Robert Koch-Instituts von Montag hervor (Stand 3.28 Uhr). Die landesweite Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, lag bei 116,2. Vor einer Woche hatte der Wert 88 betragen, und es waren 442 Neuinfektionen und vier neue Todesfälle gemeldet worden. Seit Beginn der Pandemie wurden insgesamt 206.203 Infektionen registriert sowie 6156 Todesfälle.

Unter den hessischen Regionen wiesen laut den Daten von Montag 14 Kreise und Kommunen eine Inzidenz von über 100 auf, ein weiterer Kreis lag über einem Wert von 200: Hersfeld-Rotenburg mit 231,1. Die niedrigste Inzidenz hatte Darmstadt mit 60,0.

Auf den Intensivstationen hessischer Krankenhäuser lagen nach Daten des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) 304 Covid-19-Patienten, 144 von ihnen wurden beatmet (Stand 6.19 Uhr). 1671 von 1946 verfügbaren Intensivbetten waren belegt, auch von Menschen mit anderen Krankheiten.

Bundesweit ist die Corona-Inzidenz wieder deutlich angestiegen.

+++ 18.45 Uhr: Unter dem Eindruck steigender Infektionszahlen wird Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Montag mit seinen Länderkollegen und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die weiteren Maßnahmen in der Corona-Pandemie beraten.

Der Corona-Lockdown zur Bekämpfung der Pandemie in Deutschland ist bis zum 28. März befristet. Nach einem Treffen der Regierungschefs Anfang März hatte es erste Öffnungsschritte etwa im Handel gegeben - jedoch auch die Einigung auf eine „Notbremse“, sollten die Infektionszahlen nach oben gehen.

Corona in Hessen: Regierungschefs beraten über weiteres Vorgehen in der Pandemie   

+++ 13.22 Uhr: Nachdem in Kassel am Samstag nach Polizeischätzung mehr als 20.000 Menschen gegen die Corona-Eindämmungsmaßnahmen demonstriert hatten, dabei auch die gerichtlich bestätigten Auflagen der Stadt missachtet worden seien und es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten und der Polizei gekommen sei, kündigte Innenminister Peter Beuth (CDU) an, dass der Einsatz in Kassel gründlich nachbereitet wird. Auch die Polizei in Kassel erklärte ihren Einsatz bei der Corona-Demo.

Update vom 21. März, 7.28 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet am Sonntag 1021 Corona-Neuinfektion in Hessen (Stand 3.51 Uhr). Bei nun 7189 Coronavirus-Fällen in den vergangenen sieben Tagen steigt die Inzidenz auf 114,3 (Vortag: 112,8). Seit Beginn der Pandemie haben sich im Hessen 205.734 Menschen mit Covid-19 infiziert. 6145 Menschen sind gestorben.

Corona in Hessen: Über 1000 neue Fälle - Osthessen ist aktuell der Hotspot

Osthessen ist aktuell der Corona-Hotspot in Hessen. Zum Vergleich: In Hessen ist die Sieben-Tages-Inzidenz aktuell nur im Landkreis Hersfeld-Rotenburg (207,9) und in Offenbach (198,0) höher als im Landkreis Fulda. In Fulda stieg die Corona-Inzidenz am Sonntag auf 167,6 (Vortag: 160,4). Der Main-Kinzig-Kreis folgt an vierter Stelle. Im Main-Kinzig-Kreis stieg die Corona-Inzidenz am Sonntag auf 147,4 (Vortag: 140,5).

Für den Vogelsbergkreis meldete das RKI am Sonntag mit 20 Neuinfektionen einen Anstieg der Inzidenz auf 71,0. In Kassel (Inzidenz: 99,4) hatten Maßnahmen-Gegner am Samstag einen nicht genehmigten Demonstrationszug gestartet. Es kam zu massiven Auseinandersetzungen und Gewalt. Die Polizei setzte Wasserwerfer, Pfefferspray und Schlagstöcke ein.

Video: Aktuelle News zur Corona-Lage in Deutschland

Erstmeldung vom 21. März, 7.06 Uhr: Fulda/Hessen - Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hat den Wert des Sportunterrichts in der Schule während der Corona-Pandemie betont. Der Sportunterricht sei nicht nur ein wesentlicher Bestandteil einer ganzheitlichen Bildung, erklärte Lorz auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion in Wiesbaden.

Gerade in der Pandemiezeit, in der es für die Kinder kaum Sportangebote außerhalb des Unterrichts gebe, komme dem Schulsport eine sehr bedeutende Rolle im schulischen und gesellschaftlichen Kontext zu. Der Sportunterricht ist nach den Vorgaben der Landesregierung grundsätzlich möglich. Die Schulen werden jedoch angewiesen, ihn zum Infektionsschutz nach Möglichkeit im Freien abzuhalten.

Sollte es etwa prüfungsrelevante Gründe geben, kann der Unterricht auch mit einem entsprechenden Hygienekonzept in der Halle durchgeführt werden. Eine Schutzmaske muss während des Sportunterrichts nicht getragen werden. Die üblichen Hygienevorschriften wie ausreichend Abstand, Raumlüftung und Kontaktlosigkeit gelten aber.

Wenn diese Hygienevorschriften in den Sporthallen nicht eingehalten werden können oder der Unterricht nicht nach draußen verlegt werden kann, können Schulleitungen den Angaben nach zum Schutz vor Corona-Infektionen auch in Absprache mit der Sportfachkonferenz entscheiden, dass vorerst kein Sportunterricht angeboten wird. An wie vielen Schulen in Hessen das derzeit der Fall ist, könne wegen der Schwankungen aufgrund des dynamischen Infektionsgeschehens und der regionalen Unterschiede im Land nicht gesagt werden.

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