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Maske und Abstand im Gottesdienst: Kirchen feiern Ostern mit Vorsicht

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Für die Ostergottesdienste gelten im dritten Corona-Jahr gelockerte Regeln. Trotzdem setzen viele Kirchen in Hessen auf Masken und Abstand.
Für die Ostergottesdienste gelten im dritten Corona-Jahr gelockerte Regeln. Trotzdem setzen viele Kirchen in Hessen auf Masken und Abstand. © Fabian Sommer/dpa

Im ersten Pandemiejahr galten an Ostern strenge Kontaktbeschränkungen, die auch Kirchgänger zu spüren bekamen. Dieses Jahr sind die Regeln nicht mehr so strikt. Doch Vorsicht bleibt.

Hessen - Die Gläubigen in Hessen feiern das dritte Corona-Osterfest in Folge - diesmal unter gelockerten Bedingungen. Trotzdem wollen die Kirchen weiterhin Vorsicht walten lassen. Sie empfehlen das Tragen einer Maske während des Gottesdienstes oder schreiben dies vor. Vielfach sind auch wieder Online-Angebote geplant. Mit der neuen Corona-Verordnung des Landes sind seit dem 2. April in Hessen viele verpflichtende Einschränkungen weggefallen.

Aus dem katholischen Bistum Limburg hieß es, trotzdem gebe es viele Menschen, die noch sehr vorsichtig seien und auf einen Gottesdienstbesuch vor Ort lieber verzichteten. „Daher haben wir auch bewusst nicht alle Beschränkungen gleichzeitig fallen lassen“, erläuterte ein Sprecher. Das Abstandsgebot ist demnach weggefallen, Maske bleibt jedoch vorläufig ein Muss. Der Zugang zu den Gottesdiensten sei uneingeschränkt möglich. Es gebe keine Nachverfolgung von Kontakten oder Obergrenze für Besucher.

Corona in Hessen: Kirchen feiern Ostern - aber mit Vorsicht

Das Bistum Fulda empfiehlt Abstands- und Hygieneregeln. „Dies gilt vor allem auch für das Singen in Innenräumen. Hier wird das Tragen einer Maske empfohlen“, teilte ein Sprecher mit. (Lesen Sie hier: Diese Gottesdienste finden am Osterwochenende statt)

Ähnlich ist das bei den evangelischen Kirchen: „Auch nach Auslaufen vieler Schutzmaßnahmen bleibt die pandemische Lage angespannt“, so die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck. „Darum halten wir die Empfehlung des Landes Hessen zum Maskentragen in Innenräumen weiter aufrecht.“ Wie die Gottesdienste abgehalten werden, sollen die jeweiligen Kirchenvorstände eigenverantwortlich entscheiden.

„Viele freuen sich auf die Gottesdienste in Präsenz. Tatsächlich herrscht aber gerade bei vielen Älteren noch immer großer Respekt davor, sich womöglich mit dem Coronavirus in einer großen Veranstaltung zu infizieren“, heißt es von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. „Deshalb haben wir auch weit über die Vorschriften gehende Leitlinien zum Schutz in Gottesdiensten herausgegeben.“ Empfohlen wird das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Zudem soll nach Möglichkeit ein Sitzabstand eingehalten werden. Auch hier entscheiden die Gemeinden über das Hygienekonzept.

Corona zwingt Kirchen zu Alternativangeboten: Ein „Wie vorher“ gibt es nicht

Im ersten Corona-Jahr 2020 fiel das Osterfest in die Zeit strikter Kontaktbeschränkungen. Gottesdienste mit vielen Besuchern waren tabu. In den katholischen Bistümern und evangelischen Landeskirchen wurden Gottesdienste vielfach im Internet gestreamt oder in Radio und Fernsehen übertragen. Im vergangenen Jahr konnten die Gläubigen in die Kirchen kommen, es galten aber Regeln wie das Einhalten eines Mindestabstandes, Maskenpflicht oder Erfassung von Kontaktdaten. Zudem sollte nicht gemeinsam gesungen werden.

Die Folgen der pandemiebedingten Einschränkungen spüren die Kirchen: Ein „Wie vorher“ gebe es nicht, sagte der Limburger Bistumssprecher. „Zwei Jahre der Unterbrechung des Gewohnten führen auch dazu, dass sich Menschen abgekoppelt haben.“ Genaue Zahlen kenne die Diözese aber noch nicht. Auf der anderen Seite hätten sich die verschiedenen digitalen Gottesdienst-Angebote positiv entwickelt. „Für die großen Festgottesdienste im Kirchenjahr hat es sich bewährt, zusätzlich Streaming-Angebote zu etablieren“, heißt es auch aus Fulda.

„Die Corona-Pandemie hat viele Gewohnheiten verändert, sie hat aber auch einen Kreativitäts- und Digitalisierungsschub freigesetzt“, berichtete eine Sprecherin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Mit Online-Formaten habe eine neue Zielgruppe erreicht werden können, die es nun zu halten gelte. (dpa)

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