Der leere Sportplatz der TU Chemnitz. Durch die Verlängerung der Kontaktbeschränkungen waren Spiel- und Sportstätten gesperrt.
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Auf allen Sportanlagen in Hessen soll nach dem Vier-Stufen-Plan wieder mit den neuen Kontaktregeln Sport betrieben werden können.

Das ändert sich

Corona in Hessen: Diese Lockerungen plant Ministerpräsident Volker Bouffier - Stufenplan vorgestellt

  • Sebastian Reichert
    vonSebastian Reichert
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Die Politik stellt den Hessen ab März Corona-Lockerungen in Aussicht: Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat einen Vier-Stufenplan der Landesregierung präsentiert. Demnach sollen sich unter anderem wieder fünf Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen.

Update vom 4. März, 16.44 Uhr: Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat die Lockerung der strengen Corona-Regeln in Hessen vorgestellt. Ab Montag, 8. März, sind etwa mehr Kontakte möglich und bestimmte Läden dürfen öffnen.

Erstmeldung vom 25. Februar:

Wiesbaden/Fulda - Voraussetzung für die Corona-Lockerungen in Hessen sei aber, dass sich die pandemische Entwicklung nicht verschlechtere, sagte Volker Bouffier (CDU) bei der Präsentation am Donnerstag in Wiesbaden. Der Hashtag „#Hessen, bleibt besonnen!“ war bei der Pressekonferenz zu lesen. Bouffier bestätigte Aussagen zu Corona-Lockerungen, die er am Dienstag bei einem digitalen Wahlkampftermin in Fulda getroffen hatte. Kinder bis 14 Jahren werden bei dem Plan zu privaten Treffen nicht dazugerechnet.

Auf allen Sportanlagen in Hessen soll nach dem Plan dann wieder mit diesen Kontaktregeln Sport betrieben werden können. Amateursport für Kinder und Erwachsene sei jedoch wegen der noch immer unübersichtlichen Situation mit den ansteckenderen Varianten des Coronavirus nicht wieder möglich. Schwimmbäder bleiben nach Angaben des Regierungschefs weiter geschlossen. Der Besuch von Fitnessstudios soll mit Einzelterminen erlaubt werden.

Corona in Hessen: Lockerungen bei privaten Treffen, Geschäften, Sport und Fitnessstudios

Die erste Stufe des Vier-Stufen-Plans sieht den Angaben zufolge zudem die Öffnung von Freizeit- und Kultureinrichtungen unter freiem Himmel vor. Das betrifft etwa den Besuch von Zoos und Freilichtmuseen. Das Einkaufen soll in allen Geschäften im Land mit einer vorherigen Terminvereinbarung („Click and Meet“) unter strengen Hygieneregeln möglich gemacht werden. (Mit unserem News-Ticker für die Corona-Situation in Hessen bleiben Sie auf dem Laufenden).

Der Ministerpräsident betonte, dass es sich bei diesen Öffnungsschritten vorerst um einen Plan, aber noch nicht um einen Beschluss handele. Die konkreten Maßnahmen würden erst nach dem Bund-Länder-Treffen in der kommenden Woche gefasst. Die Beratungen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sind für nächsten Mittwoch geplant. Am Donnerstag wird dann das hessische Corona-Kabinett tagen und konkrete Entscheidungen treffen.

Corona in Hessen: Bouffier kündigt bei Wahlkampf in Fulda Lockerungen an

Volker Bouffier hatte bereits am Dienstagabend bei einem digitalen Wahlkampftermin in Fulda seine Corona-Pläne skizziert: „Ich will eine vorsichtige Öffnung der Läden. Bisher gab es für den Einzelhandel das System ‚Click and Collect‘“. Das funktioniere aber nicht, wenn man etwa Schuhe kaufen wolle. Deshalb wolle er in Hessen ein „Click and Meet“-System: „Die Menschen machen einen Termin im Laden aus und dürfen dann dort auch rein.“ Darüber berichtet auch hna.de*.

Bei dem „Click and Meet“-System solle jeder Kunde einen persönlichen Betreuer erhalten. „Wenn das funktioniert, können wir den Geschäften bald weitere Freiräume bieten“, hatte Volker Booufier bei dem Wahlkampfterm in Fulda gesagt: „Wenn es nach mir geht, werden wir das mit den Ministerpräsidenten am 4. März beschließen. Wir könnten es aber auch ohne den Bund machen.“

Video: Volker Bouffier teilt gegen Corona-Maßnahmen aus

Viele Einzelhändler hatten zuletzt vehement Perspektiven zu Öffnungen nach den Corona-Schließungen verlangt. In Fulda äußerten sich zum Beispiel jüngst Unternehmen kritisch über die Corona-Hilfen und sagten, dass sie mittlerweile das Vertrauen in die Politik komplett verloren hätten.

Volker Bouffier hatte in Fulda weiterhin erklärt, dass die Gaststätten ab 1. April ihre Außengastronomie öffnen dürfen sollen. „Wenn das alles klappt, dann können die Gaststätten danach auch insgesamt öffnen.“ Einen Zeitraum dafür nannte Bouffier nicht.

Corona-Perspektivplan: Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) stellt in der Hessischen Staatskanzlei den Plan für Lockerung der Corona-Regeln in Hessen vor.

Unterdessen hatte Volker Boufier bereits am Dienstag in Fulda gesagt, dass er bei diesen Corona-Lockerungen nicht mehr so genau auf die Inzidenzwerte schauen wolle. Am Donnerstag sagte er bei der Pressekonferenz in der Hessischen Staatskanzlei, dass diese „kein Strategiewechsel“ sei. „Wir entwickeln uns weiter“, sagte der CDU-Ministerpräsident. „Das ist eine Fortentwicklung.“

Neben der Schutzfunktion vor dem Coronavirus müsse man die Folgen von Schließungen im Blick haben, wobei weiterhin „im Kern das pandemische Geschehen“ im Fokus bleibe. Die zweite Stufe des Perspektivplans sieht weitere Lockerungen vor Ostern und in einer dritte Stufe nach den Osterferien vor. Für Mai ist nach Angaben der Landesregierung Stufe vier vorgesehen. Möglicherweise ab Juni wird die schrittweise Rücknahme der verbliebenen Einschränkungen in Aussicht gestellt. (mit dpa-Material) *hna.de istTeil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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