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Corona in Hessen: Pandemie bringt Digitalisierung in Schulen voran

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Eine Zwölftklässlerin mit Tablet im Unterricht.
Die Corona-Pandemie hat für einen Digitalisierungsschub in den Schulen gesorgt. © Gregor Fischer/dpa

Das Robert Koch-Institut vermeldet am Donnerstag für Hessen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 1212,9. Die Corona-Pandemie hat für einen Digitalisierungsschub in den Schulen gesorgt.

Update vom 17. März, 7.40 Uhr: Das Robert Koch-Institut hat in den vergangenen 24 Stunden 16.819 Neuinfektionen und 23 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Die Inzidenz steigt dadurch erneut und liegt am Donnerstagmorgen bei 1212,9.

Update vom 16. März, 9.02 Uhr: In Hessen wurden binnen eines Tages 13.550 Corona-Neuinfektionen sowie 26 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert. Das meldet das Robert Koch-Institut am Mittwoch (Stand: 3.34 Uhr). Demnach steigt die Sieben-Tage-Inzidenz von 1133,0 auf 1154,3.

Am Dienstag hatte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) bekannt gegeben, dass die bestehende Corona-Verordnung in Hessen bis zum 2. April verlängert wird. Dabei kritisierte Bouffier die Ampel-Koalition scharf.

Update vom 15. März, 7.57 Uhr: Für Hessens Schulen hat die Corona-Pandemie neben den zahlreichen massiven Einschränkungen für die Kinder nach Einschätzung des Kultusministeriums auch positive Effekte gebracht. Die Digitalisierung der Schulen habe einen bis zum Ausbruch der Pandemie kaum denkbaren, aber notwendigen, Schub erhalten, erklärte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden.

Corona in Hessen: Pandemie bringt Digitalisierung in Schulen voran

Viele bereits in der Planung und Umsetzung befindliche Vorhaben wie etwa das Schulportal seien im Ausbau massiv beschleunigt und innerhalb weniger Wochen an mehrere hundert neue Schulen angeschlossen worden. 97 Prozent der weiterführenden Schulen arbeiten nach Angaben des Kultusministeriums derzeit mit dem Schulportal. „Eine Zahl, die wir ohne die Pandemie nicht so schnell erreicht hätten“, sagte der Sprecher. Auch die aus dem Digitalpakt zur Verfügung stehenden Fördermittel seien durch die Pandemie schneller beantragt worden.

Mittlerweile hätten hundert Prozent der öffentlichen Schulträger eine Förderung beantragt. Es seien rund 100.000 Notebooks und Tablets an Schüler und rund 70.000 Geräte an Lehrer weitestgehend unbürokratisch verteilt worden. Das nächste Corona-Bund-Länder-Treffen ist für diesen Donnerstag geplant. Dann entscheidet sich, welche Regeln die Hessen zum Schutz vor dem Virus noch einhalten müssen. Die meisten Corona-Beschränkungen laufen aus.

Indes steigt die Inzidenz in Hessen laut RKI auf 1133,0. Binnen eines Tages kamen zudem 12.097 Neuinfektionen mit dem Virus hinzu. 42 weitere Menschen sind in Verbindung mit Corona gestorben.

Update vom 14. März, 9.17 Uhr: Der Paritätische Wohlfahrtsverband in Hessen befürchtet wegen der Corona-Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen zunächst keine gravierenden Engpässe in der Pflege. Man sehe dem Start der Impfpflicht am Dienstag „einigermaßen gelassen“ entgegen, sagte eine Sprecherin in Frankfurt. Ungeimpfte Beschäftigte dürften ja erstmal weiterarbeiten, bis das Gesundheitsamt ein Betretungsverbot ausspricht. „Und das kann wegen des Verfahrens Wochen bis Monate dauern.“

Die Träger etwa von Pflegeeinrichtungen leisteten nach wie vor Überzeugungsarbeit, um die noch ungeimpften und impffähigen Mitarbeitenden von einer Impfung zu überzeugen, sagte die Sprecherin. Die Impfquote in den Einrichtungen habe schon vor Einführung der Impfpflicht weit höher gelegen als im Bevölkerungsdurchschnitt. In stationären Pflegeeinrichtungen betrage sie beispielsweise 91 Prozent, in teilstationären Einrichtungen 95 Prozent.

Corona in Hessen: Verband blickt Einführung der Impfpflicht „gelassen“ entgegen

Ob tatsächlich Beschäftigte wegen der Impfpflicht kündigen, sei schwer einzuschätzen, vermutlich aber nicht in erheblichem Maße, erklärte die Verbandssprecherin. „Denn Ungeimpfte könnten ja in keiner anderen Einrichtung des Pflege- und Gesundheitswesens oder der Behindertenhilfe arbeiten und müssten sich somit beruflich komplett neuorientieren.“ Aus der Eingliederungshilfe sprachen Träger von Einzelfällen, in denen Ungeimpfte kündigten und in Bereiche wechselten, in denen es keine Impfpflicht gibt, etwa in der Kinder- und Jugendhilfe.

Nach Einschätzung des Paritätischen Hessen ist die einrichtungsbezogene Impfpflicht nicht ausreichend. „Wir sprechen uns ausdrücklich für eine allgemeine Impfpflicht aus, denn nur mit einer hohen Impfquote in der gesamten Bevölkerung kann die Pandemie eingedämmt werden“, sagte die Sprecherin.

Die Corona-Inzidenz in Hessen liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts am Montag bei 1084,4. Binnen eines Tages kamen zudem 3199 Neuinfektionen mit dem Virus hinzu.

Update vom 13. März, 10.11 Uhr: Das Robert Koch-Institut meldet am Sonntagmorgen 8132 Neuinfektionen für Hessen. Dies geht aus den auf der Website des Instituts veröffentlichten Daten hervor. Hinzu kommen vier Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Inzidenz steigt weiter leicht auf 1088,3 an.

Update vom 12. März, 10.06 Uhr: Binnen der vergangenen 24 Stunden wurden in Hessen 13.715 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Dies vermeldete das Robert Koch-Institut. Hinzu kamen 12 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 1072,4 an.

Corona in Hessen: Stufenweise Impfpflicht für Gesundheitswesen kommt

+++ 14.24 Uhr: Die Corona-Impfpflicht für Beschäftigte in der Pflege und im Gesundheitswesen ab Mitte März soll in Hessen stufenweise umgesetzt werden. Wie das Sozialministerium am Freitag auf Anfrage mitteilte, melden die Einrichtung zunächst bis Ende März an die Gesundheitsämter, welche Mitarbeiter keinen Nachweis vorgelegt haben. Anschließend sollen diese Beschäftigten vom Gesundheitsamt dazu aufgefordert werden, diesen Nachweis nachzureichen. Es gilt eine vierwöchige Frist.

Geschieht dies nicht, dann kann das Gesundheitsamt ein Bußgeld verhängen - in Hessen drohen 2500 Euro. „Es soll außerdem zu einer Impfberatung einladen und hieran anschließend ein Impfangebot unterbreiten“ erläuterte das Sozialministerium. Erst in einer letzten Stufe prüfe das Gesundheitsamt - unter Einbeziehung der Einrichtung - ein mögliches Tätigkeitsverbot. Dieses solle frühestens sechs Wochen nach Entscheidung des Gesundheitsamts wirksam werden. (Lesen Sie hier: Welche Corona-Regeln gelten ab dem 20. März? Die wichtigsten Fragen und Antworten)

247.600 Beschäftigte von Impfpflicht betroffen

Vom 15. März an gilt in Deutschland eine sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht. In Hessen betrifft dies 247 600 Beschäftigte etwa von Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern oder Arztpraxen. Laut Ministerium sind vorliegenden Daten zufolge rund 22.100 Beschäftigte nicht geimpft oder haben in entsprechenden Umfragen keine Angabe zu ihrem Impfstatus gemacht.

Update vom 11. März, 8.36 Uhr: Für Hessen meldet das Robert Koch-Institut am Freitagmorgen eine Inzidenz von 1028,9. Damit hat sich der Wert erneut leicht erhöht. Binnen 24 Stunden wurden 12.443 Neuinfektionen und 11 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert.

Update vom 10. März, 8.07 Uhr: 13.261 Neuinfektionen und 25 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat das Robert Koch-Institut in den vergangenen 24 Stunden für Hessen registriert. Die Inzidenz steigt damit auf 1018,5 an.

Update vom 9. März, 7.53 Uhr: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts kamen in Hessen binnen eines Tages 12.645 Neuinfektionen mit dem Virus hinzu. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Mittwoch demnach bei 978,9. Zudem wurden 32 weitere Todesfälle in Verbindung mit Corona gemeldet.

Update vom 8. März, 8.39 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Hessen steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts am Dienstag auf 933,9 (Vortag 919,8). Binnen eines Tages kamen zudem 8072 Neuinfektionen mit dem Virus hinzu. Zwölf weitere Menschen starben in Verbindung mit Corona.

Corona in Hessen: Maskenpflicht während des Unterrichts entfällt

Update vom 7. März, 7.15 Uhr: Für Hunderttausende Schüler und ihre Lehrer in Hessen fällt von Montag an die coronabedingte Maskenpflicht im Unterricht weg. Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hatte diesen Lockerungsschritt damit begründet, dass die Welle mit der Coronavirus-Variante Omikron gebrochen sei. Daher sei nun eine Erleichterung möglich. Die jüngste Maskenpflicht während des Unterrichts galt landesweit seit dem Schulbeginn nach den Weihnachtsferien im Januar.

Freiwillig kann weiterhin eine Maske aufgesetzt werden. Außerhalb des Unterrichts müssen Schülerinnen und Schüler sowie das Schulpersonal in den Gebäuden weiterhin Masken tragen. Im Freien und im Schulsport gibt es keine Pflicht dazu.

Corona in Hessen: Maskenpflicht während des Unterrichts an Schulen fällt weg

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Hessen liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts am Montag bei 919,8. Binnen eines Tages kamen zudem 3368 Neuinfektionen mit dem Coronavirus hinzu.

Update vom 4. März, 8.05 Uhr: Angesichts der stabilen Lage in den Kliniken und tendenziell sinkender Infektionszahlen lockert Hessen ab heute die Corona-Regeln. Bei Veranstaltungen werden wieder mehr Teilnehmer und Zuschauer zugelassen. Im Freien können dann bis maximal 25.000 Menschen dabei sein, drinnen maximal 6000 Menschen. Es gilt die 3G-Regeln, ab 500 Menschen die 2G-plus-Regel.

Ein weiterer Lockerungsschritt sieht vor, dass auch Ungeimpfte mit einem negativen Test wieder in Restaurants, Kneipen und Hotels können. Somit gilt dort die 3G-Regelung. Derzeit lauten die Vorgaben für den Innenbereichen der Gastronomie noch 2G plus. Auch für den Besuch unter anderem von Fitnessstudios, Hallenbädern, Zoos, Freizeitparks und Schlössern sowie für körpernahe Dienstleistungen ist der 3G-Nachweis künftig ausreichend.

Auch Diskotheken und Clubs dürfen mit 2G-plus-Regel für Innenbereiche wieder öffnen.

Die Inzidenz in Hessen sinkt derweil weiter: Am Freitagmorgen liegt der Wert laut Robert Koch-Institut bei 877,5. In den vergangenen 24 Stunden wurden 11.118 und 19 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert.

Corona in Hessen: Seit Pandemiebeginn mehr als eine Million Menschen infiziert

Update vom 3. März, 11.39 Uhr: Das RKI hat nun am Vormittag die neuen Corona-Zahlen für Hessen veröffentlicht. Demnach wurden in den vergangenen 24 Stunden 10.765 Neuinfektionen registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Donnerstag bei 884,7. Zudem wurden 19 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert.

Seit Beginn der Pandemie haben sich 1.090.187 Menschen in Hessen mit dem Virus infiziert.

Update vom 2. März, 9.23 Uhr: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts kamen in Hessen binnen eines Tages 10.749 Neuinfektionen mit dem Virus hinzu. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Mittwoch demnach bei 881,8. Zudem wurden 28 weitere Todesfälle in Verbindung mit Corona gemeldet.

Update vom 1. März, 9.09 Uhr: Den RKI-Angaben von Dienstag (Stand: 3.53 Uhr) zufolge wurden in Hessen binnen eines Tages 6112 Corona-Neuinfektionen sowie 14 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt von 944,9 auf 921,5.

Corona-Impfungen mit Novavax-Impfstoff in Hessen gestartet

Lässt sich über den Corona-Impfstoff des US-Herstellers Novavax die Impfquote vor allem bei Beschäftigten im Pflege- und Gesundheitsbereich spürbar erhöhen? Nach dem Start der Angebote berichten erste Kommunen von einer zunächst verhaltene Nachfrage.

In Hessen sind die Impfungen mit dem Corona-Impfstoff des US-Herstellers Novavax angelaufen. Nachdem eine erste Lieferung dieser Impfdosen am Wochenende eingetroffen sei, habe man einige davon bereits vor Ort verabreicht, sagte eine Sprecherin des Landkreises Groß-Gerau am Montag.

Auch in weiteren Kommunen im Bundesland sollten die Impfungen mit dem Vakzin nach einer Liste des hessischen Sozialministeriums in diesen Tagen starten. Im Impfzentrum Messe in Hessens größter Stadt Frankfurt sollen an diesem Dienstag Impfungen mit den Dosen des Herstellers Novavax anlaufen.

Für das gesamte Bundesland hatte das Ministerium zunächst etwa 108.000 Novavax-Dosen erwartet. Den Angaben zufolge richten sich die entsprechenden Impfangebote insbesondere an Beschäftigte im Pflege- und Gesundheitsbereich, für die bald eine Impfpflicht gilt. Der Novavax-Impfstoff könnte eine Alternative für all jene sein, die Vorbehalte gegen mRNA-Impfstoffe haben, die von Biontech/Pfizer und Moderna angeboten werden.

Impf-Nachfrage steigt durch Novavax-Impfstoff bislang nicht stark

Im Landkreis Groß-Gerau wurden bis zum frühen Montagnachmittag nach Angaben der Sprecherin 15 Impfungen verabreicht, insgesamt stünden zunächst 4500 Impfdosen von Novavax zur Verfügung. Mit dem neuen Vakzin sei die Impf-Nachfrage zunächst nicht spürbar gestiegen, sagte die Sprecherin.

Auch der Landkreis Bergstraße berichtete von einem eher geringen Interesse an dem Impfstoff, sodass sich dort schon jetzt nicht nur Beschäftigte aus Pflege- und Gesundheitsberufen, sondern alle Bürgerinnen und Bürger für die entsprechenden Impftermine melden können, wie eine Sprecherin mitteilte. Den aktuell im Landkreis vorrätigen 4300 Dosen von Novavax stünden derzeit 120 Terminbuchungen gegenüber.

Update vom 28. Februar, 7.09 Uhr: In Hessen wurden in den vergangenen 24 Stunden 3135 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Nach dem RKI-Dashboard von Montag (Stand: 3.20 Uhr) sinkt die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz auf 944,9. Am Sonntag lag der Wert bei 962,7.

Die Corona-Pandemie setzt der Tourismusbranche in Hessen weiter zu. 2021 sank die Zahl der Gäste gegenüber 2020 um 1,9 Prozent. In Fulda sind die Tourismuszahlen 2021 hingegen wieder leicht gestiegen.

Update vom 27. Februar, 10.24 Uhr: Den RKI-Angaben von Sonntag (Stand: 3.19 Uhr) zufolge wurden in Hessen binnen eines Tages 6046 Corona-Neuinfektionen sowie 8 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Demnach sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz leicht - von 974,0 auf 962,7. In Fulda ist der Wert am Sonntag gestiegen.

Corona in Hessen: Pandemiegeschichte schreiben - Museen bitten um Mithilfe

Erstmeldung vom 27. Februar, 8.37 Uhr:

Hessen - Zu Pandemiebeginn haben Museen und Initiativen in Hessen dazu aufgerufen, Erinnerungen an die Corona-Zeit einzusenden. Seitdem sind zwei Jahre vergangen und viele Objekte zusammengekommen.

Rund 300 Objekte sowie 150 weitere digitale Zusendungen sind in den zwei Jahren allein im Historischen Museum Frankfurt eingegangen. Darunter sind viele Fotografien und Papierobjekte wie Flyer und Plakate, aber auch Tagebücher und Installationen etwa aus Toilettenpapierrollen. Sie beschreiben den Alltag verschiedenster Menschen und deren Erleben der Pandemie, wie die zuständigen Kuratorinnen, Dorothee Linnemann und Nina Gorgus, erklären.

Eingereicht wurden die Beiträge von Schulkindern bis hin zu Bewohnern eines Seniorenheims, aber auch aus besonders betroffenen sozialen Bereichen - ein Beispiel ist ein Memory-Spiel aus einem Kinderhospiz.

Derzeit werden die analogen Objekte nach und nach in die Sammlung des Museums überführt, während die digitalen Beiträge auf einer öffentlichen Plattform bereitgestellt würden. Noch sei die Pandemie nicht vorbei. „Dementsprechend sammeln wir weiter. Unserer Erfahrung nach geben Menschen zu verschiedenen Phasen Objekte ab, sei es in akuter Lage oder sei es aus der Rückerinnerung. Deshalb wird die Sammlung kein Ende haben“, teilen die Kuratorinnen mit.

Video: Corona regional: Das Update für Hessen

Auch die Justus-Liebig-Universität Gießen ist an einem solchen Projekt mit Wissenschaftlern aus Bochum und Hamburg beteiligt. Ihr Portal „coronarchiv“ soll eine digitale Sammlung von Erinnerungsstücken schaffen. Und mittlerweile sei daraus eine der „aktivsten Corona-Sammlungen von Bürgerinnen und Bürgern weltweit“ geworden, teilte ein Sprecher des Projektes aus Gießen, Benjamin Roers, mit. So befänden sich in dem „coronarchiv“ derzeit 6503 Einreichungen in fünf Sprachen. Die meisten seien bereits auf der dazugehörigen Internetseite veröffentlicht (www.coronarchiv.de).

„Jede Stimme ist uns dabei wichtig - nicht zuletzt, um diese besondere Zeit für die zukünftige Geschichtsschreibung zu dokumentieren“, teilte Roers mit. Unter den eingegangenen Beiträgen befänden sich unter anderem Videos, Bilder von Reflexionen aus Tagebüchern, Fotografien von Corona-Tests und auch Gedichte oder Songs. Bis Ende 2022 wolle man noch sammeln und hoffe auf weitere Einsendungen, erklärte Roers. „Dies ist eine herausragende Möglichkeit, jetzt noch Spuren zu hinterlassen für die Pandemiegeschichtsschreibung der Zukunft.“

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