Eine Frau mit Mundschutz kauft in einem Supermarkt ein
+
Für die Supermärkte gelten an Ostern Sonderregeln, die auf dem Corona-Gipfel beschlossen wurden. (Symbolbild)

Lockdown verlängert

Neue Corona-Regeln in Hessen: Das gilt seit Montag, 29. März - Ein Überblick

  • Daniel Krenzer
    vonDaniel Krenzer
    schließen

Verschärfte Corona-Regeln gelten in Hessen ab Montag, 29. März. Der Lockdown wird bis zum 18. April verlängert. Was das etwa für Schulen und Kitas, fürs Einkaufen oder für Fitnessstudios bedeutet, erfahren Sie in unserer Übersicht.

Keine Lockerungen: Es wird keine weiteren Öffnungsschritte geben. Ursprünglich war vorgesehen, dass nach und nach trotz Corona-Pandemie weitere Öffnungen – wie zum Beispiel der Außengastronomie – ermöglicht werden. Da Hessen derzeit aber mit der landesweiten Corona-Inzidenz über den dafür vereinbarten nötigen Marken liegt, bleiben Lockerungen aus. Im Gegenteil: Aufgrund einer Inzidenz über 100 greift eine landesweit einheitliche Notbremse. (Mit dem Corona-News-Ticker für Hessen bleiben Sie auf dem Laufenden.)

Kontaktbeschränkung: Es gilt die bisherige Kontaktregel. Das heißt: Es dürfen zwei Hausstände bis maximal fünf Personen über 14 Jahre zusammenkommen. Damit hat sich Hessen dagegen entschieden, innerhalb der Corona-Notbremse die Kontakte wieder auf einen Haushalt plus eine weitere Person zu begrenzen, wie es im ursprünglichen Plan vorgesehen war. Die Regelung mit fünf Personen und zwei Haushalten gilt auch über Ostern. (Lesen Sie hier: Corona-Regeln in Hessen - Volker Bouffier: Schritt „leider notwendig“)

Corona-Regeln in Hessen: Das gilt ab Montag für Schulen, Kitas, Fitnessstudios und Reisen

Handel: Im Einzelhandel wird das noch junge Konzept „Click&Meet“ – also einkaufen mit Terminvergabe und namentlicher Registrierung – wieder auf Click&Collect zurückgeführt. Es ist dann wieder nur möglich, Dinge bei den Einzelhändlern vorzubestellen und vor Ort abzuholen. Die neue Corona-Regelung gilt ab Montag, 29. März. Bis dahin dürfen die Läden noch unter den bisherigen Bedingungen offen bleiben.

Buchläden, Gartenmärkte und körpernahe Dienstleistungen bleiben - unabhängig von der Corona-Inzidenz - offen. Auch hier geht Hessen also trotz einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 nicht den Schritt zurück, diese abermals zu schließen.

Ruhetage über Ostern: Nach der Corona-Schalte von Bund und Ländern am Montag war über Ostern eine erweiterte Ruhezeit von fünf Tagen* geplant - also von Gründonnerstag bis Ostermontag, berichtet auch die Gießener Allgemeine Zeitung. Nach einer zweiten kurzfristigen Corona-Schalte kippt Angela Merkel die Osterruhe aber.

Sport und Freizeit: Zoos, botanische Gärten und Museen unter freiem Himmel bleiben geöffnet. Geschlossene Räume können für den Publikumsverkehr nicht öffnen. Sport für Kinder unter 14 Jahren unter freiem Himmel in Gruppen bleibt in der Corona-Pandemie möglich.

Der Individualsport ist entsprechend der Kontaktregeln möglich (innen und außen) – das gilt auch für Fitnessstudios. Wer vorab einen Termin ausmacht, darf für eine bestimmte Zeit im Fitnessstudio trainieren*, berichtet auch die Gießener Allgemeine Zeitung. 40 Quadratmeter pro Person sind erforderlich, und es gelten strenge Corona-Hygieneregeln. Schwimmbäder dürfen nur für den Vereinssport öffnen.

Corona-Regeln in Hessen: Ab Montag, 29. März, gelten neue Beschlüsse

Alten- und Pflegeheime: Besuchsmöglichkeiten in Alten- und Pflegeheimen werden von derzeit einer auf dann zwei Personen pro Tag erweitert, dies gilt ab dem 1. April. Hintergrund ist, dass in den Einrichtungen die meisten Menschen inzwischen gegen das Coronavirus geimpft sind.

Ausgangssperren: Innerhalb des hessischen Eskalationsstufenkonzepts können Kreise bei steigenden Inzidenzen auf ihre individuelle Lage vor Ort reagieren. Möglich sind unter anderem bei Corona-Inzidenzen über 200 nächtliche Ausgangssperren von 21 Uhr bis 5 Uhr – wie sie im Dezember und Januar mitunter bereits gab.

Schulen und Kitas: Schulschließungen können, wie bisher, nur mit Zustimmung des Landes erfolgen, das heißt in Absprache mit dem Staatlichen Schulamt. Eltern von Kindergartenkindern werden dringend darum gebeten, von einer Betreuung in den Tageseinrichtungen abzusehen und die Kinder in dieser Phase der Corona-Pandemie zuhause zu betreuen.

Video: Harter Corona-Lockdown an Ostern - Merkel und Söder verkünden Beschlüsse

Modellregionen: Es soll in Hessen modellhaft erprobt werden, wie sich eine teilweise Öffnung des öffentlichen Lebens in Regionen mit niedrigen Inzidenzen in Verbindung mit einem Testregime auf die Corona-Infektionszahlen auswirkt. Konkret könnten getestete Bürgerinnen und Bürger dann zum Beispiel ins Theater oder zum Einkaufen gehen.

Homeoffice: Arbeitgeber sind bundesweit weiterhin angehalten, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Möglichkeit von zuhause aus arbeiten zu lassen oder ihnen mindestens einmal, besser zweimal pro Woche eine Möglichkeit für einen Corona-Schnelltest zu geben.

Reisen: Die Bundesregierung ruft dazu auf, in dieser Phase der Corona-Pandemie unnötige Reisen im In- und Ausland zu unterlassen. Auch die zunächst angedachte Möglichkeit des Reisens im eigenen Bundesland mit Ferienwohnungen oder Wohnmobilen wurde verworfen. *giessener-allgemeine.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema