In einigen Bundesländern fällt die Maskenpflicht an Schulen. Auf dem Bild sind Schüler mit Maske in einer Klasse zu sehen.
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Nach den Ferien gilt: Steigt die Inzidenz auf 50, muss auch am Platz wieder Maske getragen werden. (Symbolbild)

Reiserückkehrer und Maskenpflicht

Unterricht nach den Sommerferien: Das sind die neuen Corona-Regeln an den Schulen

Hessen will den Schulbetrieb nach den Sommerferien landesweit und in allen Schulformen im Präsenzunterricht startet. Damit dies gelingt, hat Kultusminister Alexander Lorz (CDU) verschärfte Corona-Maßnahmen für den Unterricht angekündigt.

Wiesbaden - Wie Minister Lorz auf einer Pressekonferenz am Montagvormittag mitteilte, sollen die Schulen nach den Ferien ab dem 30. August regulären Betrieb an fünf Tagen die Woche für alle Schülerinnen und Schüler anbieten - ohne gravierende Einschränkungen. Diese Pläne würden mit der Hoffnung geschmiedet, „dass die positive Pandemielage ebenso anhält wie die Impfung der Bevölkerung“, so Lorz.

Damit der Fünf-Tage-Betrieb gewährleistet sein kann, gelten nach den Ferien allerdings verschärfte Vorgaben für die Schulen in Hessen. Dazu zählt mit Blick auf Reiserückkehrer für die ersten zwei Wochen des neuen Schuljahres eine erhöhte Testfrequenz von derzeit zwei auf drei Tests pro Woche und Maskenpflicht auch am Platz während des Unterrichts. 

Schulunterricht in Hessen: Corona-Regeln nach den Ferien verschärft

„Wir alle kennen die Problematik der Urlaubsrückkehrer und ihren Einfluss auf die Infektionslage aus dem vergangenen Jahr“, erläuterte der Minister. „Deshalb haben wir uns entschlossen, die Vorkehrungen für einen Übergangszeitraum noch einmal zu verschärfen.“ Denn der Schulstart sei entscheidend für den weiteren Verlauf des Schuljahrs. (Lesen Sie hier: Lockerungen für Kitas und Schulen - Diese Corona-Regeln gelten in Hessen)

Allerdings habe sich die Lage in diesem Jahr im Vergleich zum zurückliegenden wesentlich verbessert, da es inzwischen unter anderem Selbsttests und Impfungen gebe. Das Land gehe davon aus, dass die Quote der impfwilligen Lehrer bei 80 Prozent liege, sagte Lorz. Allerdings dürfe der Dienstherr den Impfstatus nicht erheben, eine Impfpflicht sei nach wie vor nicht geplant. „Zum Schuljahresbeginn werden in Hessen alle Lehrkräfte, die dies wollen, vollständig geimpft sein.“

Corona-Regeln in hessischen Schulen: Ab einer Inzidenz von 50 gilt die Maskenpflicht

Lorz erklärte, je mehr Menschen im Schulumfeld geimpft seien, desto stärker würden Kinder und Jugendliche geschützt, für die es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt oder die noch keine Impfung bekommen haben. Sollte die Ständige Impfkommission ihre Einschätzung ändern und eine breit angelegte Impfung für 12- bis 16-Jährige empfehlen, könne das Land kurzfristig Impfaktionen starten, sagte Lorz. „Bis dahin rufe ich alle Eltern dazu auf, mit ihren Kinder- und Jugendärzten die Möglichkeiten einer individuellen Impfung zu besprechen.“

Lorz betonte, dass nach wie vor Corona-Regeln an den Schulen gelten - dazu zähle die Maskenpflicht im Gebäude etwa auf den Gängen. Hier seien künftig medizinische Masken vorgeschrieben - Stoffmasken reichten nicht mehr aus. Ab einer regionalen Inzidenz von 50 gilt auch wieder am Platz eine Maskenpflicht.

Video: Corona-Impfung für Jugendliche ist gestartet - Kinder müssen weiter warten

„Die erfolgreich erprobten Antigen-Selbsttests werden auch im neuen Schuljahr beibehalten“, kündigte Lorz an. Die Teilnahme am Präsenzunterricht werde weiterhin nur für Menschen möglich sein, die getestet, geimpft oder genesen sind. Der Minister appellierte an alle Familien, sich bei der Rückkehr aus dem Urlaub vor dem ersten Schultag testen zu lassen. (Alle wichtigen Entwicklungen zum Corona-Virus in Hessen können Sie in unserem News-Ticker verfolgen)

Lorz betonte, dass das richtige und regelmäßige Lüften das „A und O für einen sicheren Unterricht“ sei. Die derzeit intensiv diskutierten Luftreinigungsanlagen könnten dabei unter gewissen Bedingungen unterstützen. „Ersetzen können sie das Lüften aber nicht, wie neuste Studien zeigen.“ Das Land unterstütze die Schulträger auch künftig bei der Anschaffung von Luftfiltern.

Der Minister führte aus, dass die Pläne für das neue Schuljahr gemeinsam mit Vertretern von Lehrern, Eltern und Schülern gefasst worden seien. Das Ministerium brüte das nicht mit wenigen Leuten am grünen Tisch aus, sagte Lorz. (dpa, akh)

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