News-Ticker

Corona in Hessen: 1219 neue Fälle innerhalb eines Tages - KV warnt vor Überforderung der Hausärzte

Aufgrund der steigenden Corona-Zahlen in Deutschland haben Bund und Länder schärfere Regeln beschlossen. Mit dem News-Ticker der Fuldaer Zeitung bleiben Sie auf dem Laufenden.

  • Corona in Hessen: Erneuter Lockdown ab 2. November für vier Wochen
  • In Hessen ist die Zahl der Covid-Infizierten am Dienstag binnen eines Tages um 1219 gestiegen.
  • Appell der KV an Jens Spahn: Überforderung der Hausärzte durch zunehmende Bürokratie verhindern
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+++ 11.15 Uhr: Auf ihrer ersten digitalen Sitzung haben die Mitglieder der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen eindringlich an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) appelliert, die Corona-Krise nicht noch zusätzlich durch zusätzliche Bürokratie in den Praxen der Ärzte und Psychotherapeuten zu verschärfen. So seien allein die Abrechnungskonstellationen, die sich aus der neuen Testverordnung ergeben, hochkomplex und in den Praxen kaum umsetzbar, betont die Vertreterversammlung.

Mit großer Mehrheit verabschiedete sie eine Resolution: „Die neue, nationale Teststrategie ist grundsätzlich der richtige Weg. Es besteht aber im Moment die Gefahr, die Niedergelassenen im Kampf gegen das Coronavirus durch zusätzliche Bürokratisierung zu verlieren“, heißt es darin. „Lassen Sie uns ohne immer neuere Regelungen die aktuelle gesundheitliche Notlage bekämpfen, Herr Minister! Wir haben alle Hände damit zu tun, die Normalversorgung zu sichern.“ Mehr Bürokratie sei kontraproduktiv.

Update vom 3. November, 8.01 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen in Hessen ist binnen eines Tages um 1219 gestiegen. Insgesamt lag die Zahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Fälle bei 44.598, wie am Dienstag aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin hervorgeht. 20 weitere Todesfälle wurden mit Sars-CoV-2 in Verbindung gebracht. Insgesamt starben demnach bislang 683 Menschen.

Bei der Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen wiesen am Dienstag fast alle Kommunen Werte über der als kritisch geltenden Schwelle von 50 auf. Darunter lag laut RKI der Werra-Meißner-Kreis mit 46,7.

Die Coronavirus-Infektionen steigen seit Anfang Herbst rapide an.

Corona in Hessen: In den Kliniken könnte ein Engpass drohen

Update vom 2. November, 10.50 Uhr: Wenn es nicht gelingt, die Kurve der Corona-Neuinfektionen abzuflachen, können auch in hessischen Kliniken Engpässe drohen: „Die für Covid-Patienten bereitgehaltenen Plätze laufen zusehends voll“, sagte der Geschäftsführende Direktor der Hessischen Krankenhausgesellschaft, Prof. Steffen Gramminger, der Deutschen Presse-Agentur.

„Ohne Gegenmaßnahmen und ohne Nachsteuern“ reichten die Kapazitäten für Covid-Patienten in Hessen „vielleicht noch eine Woche oder zehn Tage“, sagte Gramminger. Mit Nachsteuern meint Gramminger, dass mehr Kapazitäten für Covid-Patienten geschaffen werden - zu Lasten von planbaren Eingriffen.

Laut Intensivregister lagen am Sonntag in Hessen 194 Patienten mit Covid-19 auf Intensivstationen, 102 von ihnen wurden beatmet. Rund 1700 von knapp 2130 Intensivbetten waren belegt, das entspricht etwa vier von fünf Intensivbetten. Hinzu kommen 1000 Betten Notfallreserve.

Corona in Hessen: RKI registriert 1307 Neuinfektionen am Montag

Update vom 2. November, 8.07 Uhr: Die Zahl der gemeldeten Infektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen am Montag im Vergleich zum Vortag um 1307 gestiegen. Damit erhöhte sich die Zahl der seit Beginn der Pandemie erfassten Fälle auf 43.379, wie aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Neun weitere Todesfälle wurden mit dem Virus in Verbindung gebracht, die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie liegt in Hessen nun bei 663. Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt bei 160,83.

Update vom 1. November, 17.07 Uhr: Ab Montag kommt es zum zweiten Lockdown - so auch in Hessen. Welche Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus ergriffen werden, haben wir in einer Übersicht zusammengefasst.

Bei der Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen lag am Sonntag nur ein Landkreis unter der als kritisch geltenden Schwelle von 50. Der nordhessische Werra-Meißner-Kreis hatte einen Wert von 45,8. Die höchsten Werte hatte der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit 300,2 und die Stadt Offenbach mit 232.

Corona in Hessen: 1074 Neuinfektionen am Sonntag

Update vom 1. November, 8.55 Uhr: Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz für Hessen ist leicht gesunken und liegt nun bei 148,87, meldete das Robert-Koch-Institut am Sonntag. Gleichzeitig wurden 1074 neue Corona-Infektionen registriert. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg auf 654 an - somit gab es acht weitere Todesfälle innerhalb eines Tages.

+++ 13.37 Uhr: Hessens Vize-Ministerpräsident Tarek Al-Wazir (Grüne) hat eindringlich an die Bevölkerung appelliert, die neuen verschärften Corona-Regeln zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Virus einzuhalten. „Die Corona-Pandemie ist nicht nur noch da, sie hat sich mit voller Wucht sehr gefährlich weiterentwickelt“, sagte Al-Wazir am Samstag in einer Sondersitzung des hessischen Landtags in Wiesbaden. „Die Lage ist in Deutschland und auch in Hessen ernst und wir müssen alles tun, um eine nationale Gesundheitsnotlage zu vermeiden.“

Die hessische Landesregierung müsse wegen der rasant steigenden Corona-Infektionszahlen jetzt mit den verschärften Vorgaben handeln, damit es nicht später zu noch schwierigeren und entscheidenderen Maßnahmen komme, erklärte der stellvertretende Ministerpräsident Al-Wazir in seiner Regierungserklärung. „Uns ist bewusst, dass man auf Dauer ein Land nicht mit Vorschriften und Ordnungsbehörden führen und die Gesellschaft zusammenhalten kann.“ Dies könne nur gelingen, wenn die Menschen die getroffenen Maßnahmen akzeptierten und auch aus ihrer eigenen Überzeugung befolgten.

Al-Wazir sagte in seiner Rede im Parlament, dass Hessens Ministerpräsident das erste Mal in knapp 40 Jahren eine Landtagsdebatte nicht vor Ort, sondern vor dem Bildschirm verfolgen werde. Volker Bouffier befindet sich derzeit in Quarantäne.

+++ 11.07 Uhr: Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) wird die nächsten Tage in häuslicher Quarantäne verbringen, nachdem zwei Personen in der Staatskanzlei positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. „Ministerpräsident Bouffier selbst ist negativ getestet, und es geht ihm gut“, erklärte Regierungssprecher Michael Bußer am Samstag. Bouffier werde die Amtsgeschäfte in der Quarantäne weiterführen. Eine der positiv getesteten Personen arbeite in Bouffiers direktem Umfeld.

Die für den Samstag vorgesehene Regierungserklärung des Ministerpräsidenten in der Sondersitzung des Hessischen Landtags wird vom stellvertretenden Ministerpräsidenten Tarek Al-Wazir (Grüne) vorgetragen. Regierungssprecher Bußer ist den Angaben zufolge ebenfalls in Quarantäne, aber gleichfalls negativ getestet. Auch er führt die Amtsgeschäfte weiter.

Corona in Hessen: RKI meldet am Samstag 1905 Neuinfektionen

Update vom 31. Oktober, 09.31 Uhr: In Hessen wurden am Samstag vom Robert-Koch-Institut (RKI) 1905 neue Corona-Infektionen registriert. Der bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt nun bei 150,97. Gleichzeitig starben fünf weitere Personen an oder mit dem Coronavirus. Die Zahl der Todesopfer steigt somit auf 646.

+++ 12.44 Uhr: Wenige Tage vor Beginn des Teil-Lockdowns in ganz Deutschland gibt es starke Zweifel, ob die neuen Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern juristisch wasserdicht sind.

Der Staatsrechtler Ulrich Battis erwartet wegen des Corona-Lockdowns eine erfolgreiche Klagewelle. „Ich gehe fest davon aus, dass es eine hohe Anzahl an Klagen geben wird und dass auch viele wie bisher in einstweiligen Rechtsschutzverfahren damit durchkommen werden, siehe die gekippten Beherbergungsverbote und Sperrstunden“, sagte Battis der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag).

Schon in der kommenden Woche könne es erste Entscheidungen geben. „Dass der gesamte Corona-Lockdown von Gerichten gekippt wird, erwarte ich aber nicht.“

Coronavirus in Hessen: 1798 Neuinfektionen am Freitag

Update vom 30. Oktober, 11.04 Uhr: Das Robert Koch-Institut hat am Freitag 1708 neue Corona-Infektionen in Hessen registriert. Die Zahl der Covid-19-Infektionen stieg auf insgesamt 39.093 seit Beginn der Pandemie. Vier weitere Menschen seien binnen eines Tages im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hessen gestorben. Damit stieg die Zahl der Todesopfer auf 641.

Corona in Hessen: Landesregierung beschließt Teil-Lockdown

+++ 17.38 Uhr: Das hessische Corona-Kabinett hat die von Bund und Ländern vereinbarten Schritte über einen Teil-Lockdown ab kommenden Montag beschlossen. Das teilt Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) mit. Die neuen, deutlich strengeren Regeln sollen zunächst für den gesamten November gelten.

+++ 12.10 Uhr: Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Sozialminister Kai Klose (Grüne) informieren heute um 16.30 Uhr über die Beschlüsse des hessischen Corona-Kabinetts, das heute Mittag tagt. Bei der Sitzung werden die gestern beschlossenen Corona-Maßnahmen in eine Verordnung für Hessen gegossen.

Update vom 29. Oktober, 12 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am Donnerstag fast 1700 neue Infektionen mit dem Coronavirus in Hessen binnen eines Tages registriert. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der Infektionen um 1697 (Stand 0.00 Uhr) auf jetzt insgesamt 37.385 seit Beginn der Pandemie. Acht Menschen seien binnen eines Tages im Zusammenhang mit dem Virus in Hessen gestorben. Damit stieg die Zahl der Todesopfer auf 637.

Neue Corona-Maßnahmen ab 2. November: Schulen und Kindertagesstätte bleiben offen

+++ 18.30 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht in der Pressekonferenz von einer „nationalen Gesundheitsnotlage“. 75 Prozent des Infektionsgeschehens in Deutschland lasse sich nicht mehr nachverfolgen. Aktuell werde das Gesundheitssystem damit zwar noch fertig, aber wenn es bei dem Tempo bleibe, komme man binnen Wochen an die Grenzen, erklärte die Bundeskanzlerin.

Bund und Länder hatten sich bei dem Corona-Krisengespräch am Mittwoch auf vorübergehende massive Beschränkungen des öffentlichen Lebens verständigt.

„Die Lage ist ernst“, stimmte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier in einer anschließenden Pressekonferenz zu. „Wir haben aber die Möglichkeit angemessen zur reagieren und die Infektionsketten einzudämmen und zu unterbrechen.“

Schulen und Kindertagesstätten sollen weiterhin geöffnet bleiben, jedoch gelten folgende Maßnahmen ab dem 2. November bis zum Monatsende:

Maßnahmen ab dem 2. November

- Kontaktbeschränkung: In der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch Angehörige zweier Haushalte treffen. Maximal sind zehn Personen erlaubt. Die Kontrollen sollen in diesem Bereich verschärft werden.

- Gastronomie: Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen werden geschlossen. Erlaubt bleibt die Lieferung und Abholung von Essen für den Verzehr zu Hause. Auch Kantinen dürfen öffnen.

- Freizeit: Freizeiteinrichtungen wie Kinos, Theater, Opern, Konzerthäuser, Messen, Kinos, Freizeitparks und Spielhallen werden geschlossen.

- Tourismus: Übernachtungsangebote im Inland sollen im November verboten sein. Nur für zwingende Zwecke, wie Dienstreisen dürfen Übernachtungen vorgenommen werden.

- Sport: Fitnessstudios, Schwimm- und Spaßbäder werden geschlossen. Der Amateursportbetrieb wird eingestellt. Die Vereine dürfen also nicht mehr trainieren. Individualsport, also etwa alleine joggen gehen, ist weiter erlaubt. Profisport wie die Fußball-Bundesliga ist nur ohne Zuschauer zugelassen.

- Dienstleistungen: Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoo-Studios werden geschlossen, weil hier der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Medizinisch notwendige Behandlungen etwa beim Physiotherapeuten sind weiter möglich. Auch Friseure bleiben geöffnet.

- Supermärkte: Der Einzelhandel bleibt geöffnet. Wie zum Start der Pandemie gibt es aber Vorschriften, wie viele Kunden gleichzeitig im Laden sein dürfen.

- Für Gottesdienste gibt es keine Neuregelungen.

Für Unternehmen, die wegen der neuen Maßnahmen schließen müssen, plant der Bund milliardenschwere Nothilfen ein. „Wir planen für alle, die Verdienstausfälle erleiden, eine Entschädigung die 70 Prozent des Umsatzes beträgt, den jemand im letzten Jahr im November erwirtschaftet hat“, so Bouffier. Diese Regelung betrifft Unternehmen von bis zu 50 Beschäftigten.

Neue Corona-Maßnahmen in Bund und Ländern: Profisport ohne Zuschauer

+++ 15.56 Uhr: Wie die Deutsche Presseagentur (dpa) berichtet, wollen Bund und Länder wegen der Corona-Krise Veranstaltungen, die der Unterhaltung und der Freizeit dienen, im November deutschlandweit weitgehend untersagen. So sollen Theater, Opern oder Konzerthäuser vom 2. November an bis Ende des Monats schließen. Die Regelung betrifft wohl auch den Freizeit- und Amateursportbetrieb, Individualsport soll ausgenommen werden.

Auch der Profisport, also auch die Fußball-Bundesliga, soll von den neuen Regelungen betroffen sein und im November ohne Zuschauer stattfinden.

Gastronomiebetriebe sollen ab dem 2. November für den Rest des Monats geschlossen werden. Davon ausgenommen seien Lieferungen und Abholungen von Speisen für den Verzehrt zu Hause. Kantinen sollen offen bleiben dürfen.

Die steigenden Infektionszahlen hätten laut der dpa auch eine Verschärfung der Maßnahmen im öffentlichen Raum zur Folge: So soll der Aufenthalt in der Öffentlichkeit nur noch Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes mit maximal zehn Personen gestattet sein. Verstöße gegen diese Kontaktbeschränkungen würden von den Ordnungsbehörden sanktioniert.

Wie bekannt wurde, wollen Finanzminister Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Peter Altmaier zudem Firmen, die besonders von der Corona-Krise betroffen sind, 75 Prozent der November-Umsätze 2019 als aktuelle Kostenbeihilfe erstatten. 

+++ 11.41 Uhr: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) berät mit den anderen Länderchefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über weitere Beschränkungen, um die rasche Ausbreitung der Corona-Pandemie einzudämmen. Ein Entwurf für eine Beschlussvorlage des Bundes dazu liegt schon vor. Konkret wird darüber diskutiert, die Kontaktregeln noch einmal zu verschärfen. Auch die Schulen und Kindergärten werden dabei eine Rolle spielen.

Coronavirus in Hessen: Zwölf neue Todesfälle am Mittwoch - strengere Maßnahmen geplant

Update vom 28. Oktober, 8.57 Uhr: In Hessen hat das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch knapp 1500 neue Corona-Fälle registriert. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der Infektionen um 1488 auf jetzt insgesamt 35.688 seit Beginn der Pandemie. Zwölf Menschen seien binnen eines Tages im Zusammenhang mit dem Virus in Hessen gestorben. Damit stieg die Zahl der Todesopfer auf 629.

+++ 11.36 Uhr: Immer mehr Landkreise in Hessen verschärfen ob der stark steigenden Corona-Fallzahlen die Maßnahmen. Nachdem der Kreis Fulda strengere Regeln für die Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum festgelegt hat, hält der Main-Kinzig-Kreis am Dienstag in Hanau eine Pressekonferenz ab.

Update vom 27. Oktober, 9.43 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat sechs neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hessen registriert. Damit steigt die Zahl der gestorbenen Menschen auf insgesamt 617, wie das RKI am Dienstag mitteilte. Binnen eines Tages infizierten sich demnach 1349 Menschen mit dem Virus. Seit Beginn der Pandemie wurden nach Angaben des Instituts 34.200 Corona-Fälle in Hessen bestätigt.

+++ 12.32 Uhr: Mit einem dringlichen Appell hat der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) die Bevölkerung zur Einhaltung der jetzt auf weitere Stadtteile ausgedehnten Maskenpflicht aufgerufen. „Der Virus hasst Masken, er scheitert an diesem Stückchen Stoff“, sagte Feldmann am Sonntag vor der Paulskirche in Frankfurt. „Ich bin mir sicher, dass wir in Frankfurt stärker sind als der Virus und dass wir ihm die rote Karte zeigen können.“

Frankfurt: Oberbürgermeister Peter Feldmann will Coronavirus „rote Karte zeigen“

Peter Feldmann (SPD), Frankfurter Oberbürgermeister, spricht vor der Paulskirche der Stadt über verschärfte Corona-Maßnahmen.

Nach einem sprunghaften Anstieg der Infektionszahlen in Frankfurt beschloss der Verwaltungsstab der Stadt in einer kurzfristig angesetzten Sondersitzung eine Verschärfung der bisherigen Corona-Maßnahmen. Das bislang auf bestimmte Plätze beschränkte Alkoholkonsumverbot wurde für die Zeit der Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet. Innerhalb des Alleenrings und nördlich der Bahnlinie in Sachsenhausen muss im öffentlichen Raum ebenfalls Maske getragen werden. Dabei nannte Feldmann besonders bevölkerungsreiche Stadtteile.

„Wenn das nicht reicht, werden wir die Maskenpflicht auf das gesamte Stadtgebiet ausweiten“, sagte Oberbürgermeister Feldmann. Im öffentlichen Raum dürfen sich jetzt maximal fünf statt bisher zehn Menschen oder alternativ die Angehörigen von zwei Hausständen treffen.

Corona in Hessen: Mehr als 1000 neue Fälle, 129 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen

Update vom 26. Oktober, 10.46 Uhr: Mindestens 625 Menschen In Hessen haben sich laut Robert Koch-Institut (RKI) neu mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der landesweiten Fälle hat sich damit auf 32.852 erhöht, wie das RKI am Montag mitteilte. Die Zahl der Todesfälle, die mit Covid-19 in Verbindung gebracht werden, nahm um zwei auf 611 zu.

Da am Wochenende allerdings nicht alle Landkreise ihre Fallzahlen melden, liegen die vom RKI genannten Zahlen womöglich niedriger als die tatsächliche Zahl der Infizierten.

+++ 17.13 Uhr: Auch im Kreis Fulda ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Wochenende stark gestiegen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt am Sonntag bei 82,1. Vize-Landrat und Gesundheitsdezernent Frederik Schmitt kündigt deshalb eine strengere Kontaktbeschränkung an.

Update vom 25. Oktober, 14.51 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Hessen hat sich am Sonntag im Vergleich zum Vortag um 1099 erhöht. Damit wurden seit Beginn der Pandemie 32.227 Menschen in dem Bundesland positiv auf das Coronavirus getestet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte (Stand 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle, die mit Covid-19 in Verbindung gebracht wird, nahm um 2 auf 609 zu.

Nach dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin lagen in Hessen 129 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen. Das entspricht den Angaben zufolge acht Prozent der belegten Intensivbetten. 56 Patienten wurden beatmet.

Update vom 24. Oktober, 18.32 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat für Samstag 1730 neue Fälle bestätigter Corona-Infektionen in Hessen gemeldet. Damit wurden seit Beginn der Corona-Pandemie 31.128 Menschen in Hessen positiv getestet, wie das RKI mitteilte (Stand 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle, die mit Covid-19 in Verbindung gebracht werden, nahm um 7 auf 607 zu. Am Freitag hatte des RKI im Vergleich zum Vortag mindestens 958 neue Coronavirus-Fälle registriert.

Wegen einer technischen Störung am Robert Koch-Institut war es am Donnerstag zeitweise zu Datenlücken bei der Übermittlung von Infektionszahlen aus den Bundesländern gekommen. So sind die Stadt Wiesbaden und der Landkreis Gießen am Freitag mit keiner Veränderung bei der Zahl der Corona-Neuinfektionen aufgelistet. Nach Angaben des RKI könnte es daher sein, dass die Zahl von 1730 neu bestätigten Infizierten auch Fälle beinhaltet, die am Freitag nachübermittelt wurden. Dadurch könnte die am Samstag gemeldete Steigerung überschätzt sein.

+++ 18.10 Uhr: Wegen der stark steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen verschärfen immer mehr Kommunen in Hessen die Regeln. So gilt etwa in Darmstadt von Samstag an eine Maskenpflicht in der Fußgängerzone. Im Vogelsbergkreis sind für Veranstaltungen nur noch maximal 150 Teilnehmer zugelassen. Anderswo wurden bereits schärfere Regeln umgesetzt, so hat etwa Hessens größte Stadt Frankfurt eine Sperrzeit für die Gastronomie ab 23.00 Uhr eingeführt, in weiten Teilen der Innenstadt muss eine sogenannte Alltagsmaske getragen werden. Der Landkreis Fulda hat nach Erreichen der Warnstufe Rot eine Allgemeinverfügung erlassen. Am Sonntag treten hier verschärfte Maßnahmen in Kraft.

Corona in Hessen: 7-Tage-Inzidenz im Kreis Fulda steigt auf 50,2

+++ 10.46 Uhr: Immer mehr Landkreise in Hessen reißen die Corona-Warnstufen: Im Kreis Fulda ist die Corona-Ampel auf Rot gesprungen. Hier liegt die 7-Tage-Inzidenz inzwischen bei 50,2. Am Klinikum in Fulda gilt seit Freitag wieder ein komplettes Besuchsverbot. Das Klinikum ist Corona-Schwerpunktkrankenhaus für Osthessen.

Die Gesundheitsämter in Hessen stoßen bei der Nachverfolgung von Corona-Infektionen derweil zunehmend an Grenzen. In Fulda ist das sogenannte Nachverfolgungsteam zumeist erfolgreich. In Frankfurt ist das allerdings anders: „Jedem Fall genau nachzugehen, das gelingt nicht mehr“, sagte der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, René Gottschalk, am Freitag im ZDF-Morgenmagazin. In Frankfurt kämen derzeit zwischen 100 und 200 Fälle pro Tag dazu. „Eine solche Fülle kann man nicht mehr im Detail abarbeiten, das ist ganz klar.“ Das Frankfurter Gesundheitsamt wird von der Bundeswehr unterstützt. 60 Soldaten helfen bei der Nachverfolgung.

Freitag, 23. Oktober, 9.08 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Hessen hat sich am Freitag im Vergleich zum Vortag um 958 erhöht. Damit wurden seit Beginn der Pandemie 29 398 Menschen in Hessen positiv getestet, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt. Die Zahl der Todesfälle, die mit Covid-19 in Verbindung gebracht werden, nahm um 7 auf 600 zu.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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