Ein Kellner bringt zwei Teller mit Speisen.
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Wer bringt im Restaurant das Essen? Im Gastgewerbe fehlen durch die Corona-Krise Fachkräfte. (Symbolbild)

Nach Corona-Lockdown

Gaststätten und Hotels in Not: Im Kreis Fulda fehlen hunderte Fachkräfte

Der Corona-Lockdown hat dramatische Folgen für das Gastgewerbe: Es fehlen hunderte Fachkräfte. Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit Blick auf den Kreis Fulda noch einmal hin.

Fulda - Durch die Corona-Pandemie verzeichnen Hotels und Gaststätten im Kreis Fulda eine dramatische Abwanderung von Fachkräften. Im vergangenen Jahr haben im Landkreis rund 1000 Köche, Servicekräfte und Hotelangestellte die Branche verlassen, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) unter Berufung auf Zahlen der Arbeitsagentur mitteilt.

Angesichts des Lockdowns bis in den Mai dürfte sich der Personal-Schwund bis heute nochmals zugespitzt haben, befürchtet Andreas Kampmann, Geschäftsführer der NGG-Region Nord-Mittelhessen. „Die Unternehmen haben es über Jahre versäumt, die Arbeit attraktiver zu machen. Das rächt sich jetzt“, kritisiert Kampmann.

Corona: Hotels und Gaststätten in Fulda in Not - Fachkräfte weg

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit beschäftigte das Gastgewerbe im Landkreis Fulda zum Jahreswechsel 4060 Menschen. Genau ein Jahr zuvor waren es noch 5063. Damit haben innerhalb von zwölf Monaten 20 Prozent der Beschäftigten die Branche verlassen.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) gibt an, dass 42,2 Prozent der Betriebe den Wechsel von Beschäftigten in andere Branchen, etwa Supermärkte und Speditionen, beklagen. Das hat Folgen: In Zukunft werde man sich überlegen müssen, welcher Service noch geboten werden könne, sagt der Vorsitzende des Dehoga im Kreis Fulda, Steffen Ackermann. Selbstbedienung im Restaurant und Self-Check-in im Hotel hält er vermehrt für denkbar. (ah)

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