Gilt bei Veranstaltungen in Innenräumen bald 2GPlus? Dies könnte ab Sonntag in Fulda der Fall sein. Der Kreis wurde offiziell zum Corona-Hotspot erklärt.
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Gilt bei Veranstaltungen in Innenräumen bald 2G-Plus? Dies könnte ab Sonntag in Fulda der Fall sein. Der Kreis wurde offiziell zum Corona-Hotspot erklärt.

Inzidenz deutlich an der Spitze

Hessisches Sozialministerium stuft Fulda offiziell als Corona-Hotspot ein

Der Landkreis Fulda ist seit Sonntag, 2. Januar, offiziell Corona-Hotspot. Dies teilte das Hessische Sozialministerium am Samstag der Deutschen Presse Agentur (dpa) mit.

Fulda - Der Landkreis Fulda wird ab Sonntag, 2. Januar, als „Hotspot“ mit strengeren Corona-Maßnahmen eingestuft, erklärte das hessische Sozialministerium am Neujahrstag auf Nachfrage der dpa. Eine Einschätzung darüber, welche Regeln genau ab diesem Zeitpunkt im Kreis gelten, lieferte das Sozialministerium noch nicht. Diese müssen von den Kommunen vor Ort festgelegt werden. Die Regel-Verschärfungen können 2G-Plus für Veranstaltungen in Innenräumen und Maskenpflicht in Fußgängerzonen nach sich ziehen.

Sobald die Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 350 liegt, greifen vor Ort zusätzliche Regelungen vom nächsten Tag an. Diese Regelungen gelten so lange, bis der Wert von 350 an fünf Tagen hintereinander unterschritten wird.

Die Inzidenz für den Landkreis Fulda betrug demnach am Neujahrstag 385,6. Alle anderen Kommunen in Hessen lagen weit darunter.

Corona: Sozialministerium stuft Fulda offiziell als Hotspot ein

Die Hospitalisierungsinzidenz als wichtiger Gradmesser für die Einschätzung der Corona-Lage liegt in Hessen weiter bei 3,1. Nach Angaben des Sozialministeriums verharrte der Wert am Samstag auf dem des Vortages. Er gibt an, wie viele Covid-19-Patienten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen neu in Kliniken aufgenommen wurden. Eine Woche zuvor hatte der Wert bei 3,04 gelegen.

Gestiegen ist die Sieben-Tage-Inzidenz neuer Ansteckungen in Hessen. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsbehörden 1741 Neuinfektionen sowie sechs weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag bei 196,7, wie aus Daten des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag hervorgeht (Stand 3.16 Uhr). Am Vortag hatte dieser Wert bei 193,8 gelegen.

Feiertage machen Bewertung der Corona-Lage schwierig

Eine Bewertung der aktuellen Daten ist weiterhin nur eingeschränkt möglich. Das RKI wies darauf hin, dass zum Jahreswechsel mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität zu rechnen sei. Deshalb könnten die offiziell ausgewiesenen Fallzahlen nur ein unvollständiges Bild der Corona-Lage zeigen.

Auf den Intensivstationen hessischer Krankenhäuser lagen nach Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) vom Samstag 251 erwachsene Covid-19-Patienten. 129 von ihnen wurden beatmet (Stand 12.05 Uhr). (akh)

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