Corona-Impfstart in Fulda: Mobile Teams begannen am Sonntag mit den Impfungen in drei Altenheimen in der Region.
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Corona-Impfstart in Fulda: Mobile Teams begannen am Sonntag mit den Impfungen in drei Altenheimen in der Region.

Helfer Sonntag instruiert

Corona-Impfstart in Fulda: Mobile Teams impften heute in den ersten drei Altenheimen der Region

  • Sebastian Reichert
    vonSebastian Reichert
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Die Corona-Impfungen im Landkreis Fulda sind am heutigen Sonntagmorgen mit fünf mobilen Teams gestartet. Begonnen wurde in Pflegeeinrichtungen: Personal und Bewohnerinnen und Bewohner von drei Altenheimen der Region erhalten Sonntag die erste Impfung.

Fulda - Landrat Bernd Woide und Gesundheitsdezernent Frederik Schmitt begrüßten die Teams, die sich aus Ärztinnen, Ärzten und Angehörigen der Rettungsdienste zusammensetzen: „Wir danken Ihnen herzlich dafür, dass Sie sich dieser wichtigen Aufgabe stellen“, werden Woide und Schmitt in einer Pressemitteilung des Landkreises Fulda im Bezug auf den Corona-Impfstart in Fulda zitiert.

Corona-Impfstart in Fulda: Mobile Teams impfen in ersten drei Altenheimen in Osthessen

Für die großangelegte Corona-Impfung hat der Landkreis Fulda die neugegründete Impfzentrum Fulda GmbH beauftragt. Deren Geschäftsführer, Dr. Jan Garlepp, und Frank Reith, Leiter des Fachdienstes Gefahrenabwehr des Landkreises Fulda, instruierten am Sonntagmorgen die Helferinnen und Helfer der ersten Stunde, darunter auch Dr. Thomas Menzel, Vorstand des Klinikums Fulda.

Die Pläne für Corona-Impfungen in den nächsten Wochen im Landkreis Fulda sind ebenfalls bereits erstellt. „Wir sind froh, dass wir auf regionale Partner mit hoher medizinischer Expertise bauen können“, sagte Frederik Schmitt.. Voraussichtlich etwa 2000 Dosen werden bis Mitte Januar im Landkreis Fulda verimpft werden können.

Das Land Hessen hat festgelegt, dass eine Corona-Impfung zunächst Bewohnern und Beschäftigten von Altenpflegeeinrichtungen sowie ausgewähltem Personal im Klinikum Fulda – etwa in der Intensivpflege und in weiteren definierten Bereichen – angeboten werden soll.

Zum Impfstart in Fulda wurden am Sonntagmorgen die Helferinnen und Helfer der ersten Stunde instruiert.

Eine der ersten, die in Hessen die schützende Spritze bekam, war die Krankenschwester Zeynep Kallmayer, die sich am Frankfurter Universitätsklinikum um Covid-19-Patienten kümmert. „Auf diesen Moment habe ich seit Frühjahr gewartet“, sagte die Betriebsärztin des Frankfurter Uniklinikums und Mitglied der Ständigen Impfkommission (Stiko), Sabine Wicker, zum Impfstart. „Die Impfungen sind unser einziger Weg, diese Pandemie zu beenden.“

Auch der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Frankfurt würdigte den Impfstart. „Heute ist ein besonderer Tag“, sagte Mediziner Jürgen Graf. „Wir verbinden damit die Hoffnung, dass wir in sechs bis neun Monaten zu einem geregelten Leben zurückfinden werden.“ Am Uniklinikum, einem der Schwerpunktzentren für Covid-19-Patienten in Hessen, sollten am Sonntag und Montag 185 Mitarbeiter geimpft werden.

Die mobilen Impf-Teams in Fulda setzen sich aus Ärztinnen, Ärzten und Angehörigen der Rettungsdienste zusammen.

Am Samstag waren in Hessen die ersten 10.000 Dosen des Biontech-Pfizer-Impfstoffs angekommen. Das Vakzin wird in einem geheimen Lager bei Minustemperaturen zwischengelagert und von dort aus an die Impfzentren, zum Beispiel nach Fulda, verteilt. Die ersten 5000 Dosen wurden an mobile Impfteams und Schwerpunkt-Kliniken verteilt. Die zweiten 5000 werden für die nötige zweite Impfung zurückgehalten.

Auch im Main-Kinzig-Kreis ist die bundesweit angelegte Corona-Schutzimpfung am heutigen Sonntag (27. Dezember) wie geplant und ohne Zwischenfälle gestartet. Die mobilen Teams rückten mit 230 Impfdosen in vier Pflegeeinrichtungen in Erlensee, Gründau, Bad Orb und Ronneburg aus. Karl Ruhr (85) war der erste Patient, der in einer Altenpflegeeinrichtung in Erlensee gegen das Coronavirus geimpft worden ist. (sar, dpa)

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