Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wird für die geplante Biontech-Beschränkung heftig kritisiert.
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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wird für die geplante Biontech-Beschränkung heftig kritisiert.

Forderung aus Hessen

Corona-Impfung: Heftige Kritik an Jens Spahn wegen Biontech-Begrenzung

Die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geplante Bestellbeschränkung für den Corona-Impfstoff von Biontech stößt auf heftige Kritik - auch aus Fulda.

Fulda - Die Ersten Beigeordneten der Landkreise Fulda, Vogelsberg, Bergstraße und Marburg-Biedenkopf fordern Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf, die Lieferbegrenzung für den Corona-Impfstoff von Biontech zurückzunehmen.

„Diese Entscheidung stellt die intensive Arbeit von vielen Beteiligten der letzten Tage, möglichst schnell ein umfassendes, dezentrales und einfaches Impfangebot für die Bürgerinnen und Bürger in unseren Landkreisen aufzubauen, in Frage“, erklären die Ersten Beigeordneten aus Hessen am Samstag in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Corona-Impfung: Kreisbeigeordnete aus Hessen kritisieren Biontech-Begrenzung

Die Entscheidung komme zur Unzeit. „Wir alle wollen derzeit eins: Impfen, Impfen, Impfen“, so die Dezernenten. Zwar stehe mit dem Impfstoff von Moderna ein weiteres Vakzin zumindest für die über 30-Jährigen zur Verfügung, bei einem Impfstoffwechsel werde aber eine erneute komplette Aufklärung notwendig, die in jedem Einzelfall Zeit koste, die derzeit sehr kostbar sei. Vor allem aber wünsche sich die deutlich überwiegende Anzahl der Impfwilligen den Impfstoff von Biontech.

„Wir können nur gemeinsam das von der Bundesregierung gesetzte Impfziel bis Jahresende erreichen. Und nur wenn beide Impfstoffe in den jeweils gewünschten Mengen zur Verfügung stehen, ist das Ziel auch realistisch erreichbar“, erklären die Dezernenten. (Lesen Sie auch: Verschärfte Corona-Regeln in Hessen: Das gilt ab nächster Woche)

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Das Bundesgesundheitsministerium hatte in einem Schreiben an die Länder für die nächsten Wochen Begrenzungen bei Bestellmengen für den Impfstoff von Biontech/Pfizer angekündigt, damit das Präparat von Moderna bei den Auffrischungsimpfungen vermehrt zum Einsatz kommt. Andernfalls drohten eingelagerte Moderna-Dosen ab Mitte des ersten Quartals 2022 zu verfallen, was vermieden werden müsse. Praxen sollen demnach vorerst maximal 30 Dosen Biontech pro Woche bestellen können, Impfzentren und mobile Impfteams 1020 Dosen. (dpa, lio)

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