Blutspende in Zeiten von Corona: Was muss ich beachten?
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Blutspende in Zeiten von Corona: Was muss ich beachten?

Weltblutspendetag

Corona und Blutspende: Darf ich nach der Impfung Blut spenden? Antworten auf die wichtigsten Fragen

  • Daniela Petersen
    VonDaniela Petersen
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Auch in Zeiten der Corona-Pandemie ist der Bedarf an Blutspenden ungebrochen. Doch kann ich trotz der aktuellen Lage überhaupt Blut spenden? Und was muss ich beachten? Die Antworten auf die wichtigsten Fragen gibt es hier.

Fulda - Heute ist Weltblutspendetag. In unserem Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen zum Thema „Blutspende und Corona“.

Sind Coronaviren über Blut übertragbar?

Nein. Nach Angaben vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI), dem Robert Koch-Institut (RKI) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)gibt es keinen Hinweis darauf, „dass Sars-CoV-2 durch Blut übertragbar ist und eventuell durch unerkannt infizierte Personen auf Patientinnen oder Patienten übertragen wird“. Hygienekonzepte in den Blutspendeeinrichtungen stellten zudem sicher, dass für Spenderinnen und Spender kein erhöhtes Risiko für eine Ansteckung besteht. Auch für eine Übertragung durch Stechmücken gibt es übrigens laut BZgA keine Hinweise.

Wie sieht es mit Antikörpern aus?

„Bei standardmäßig hergestellten Blutkomponenten ist von keiner relevanten Antikörper-Konzentration auszugehen“, erklärt eine PEI-Sprecherin. Allerdings sei die Übertragung von neutralisierenden Antikörpern durch das Plasma von Genesenen möglich. In diesen speziell hergestellten Präparaten (Rekonvaleszenten-Plasma) liegen die Antikörper demnach in stark angereicherter Form vor. (Lesen Sie hier: Hessen - Hausärzte beklagen Impfstoff-Knappheit)

Blutspende und Corona: Darf ich nach der Impfung Blut spenden?

Ist Impfschutz durch Blut übertragbar? 

Davon gehen Experten nicht aus. Bei den mRNA-Impfstoffen lasse sich die mRNA kaum im Blut des Geimpften nachweisen, erläutert die PEI-Sprecherin. „Zudem wird diese mRNA nur in der Zelle des Geimpften abgelesen und so die Produktion eines Sars-CoV-2-Spikeproteins ermöglicht.“ Die mRNA sei aber nicht in der Lage, sich zu replizieren. „Nach aktuellem Kenntnisstand wird eine nicht integrierte mRNA in wenigen Stunden vom Immunsystem des Geimpften abgebaut.“

Darf ich nach der Impfung Blut spenden?

Eine Corona-Impfung ist nach DRK-Angaben kein Grund, nicht zu spenden. Wichtig ist, dass man sich gesund fühlt und keine Nebenwirkungen der Impfung hat.

Werden Blutkonserven auf Corona untersucht?

Nein. Das DRK verweist auf eine Studie des PEI. Demnach konnte im Blut von Patienten ohne Symptome sowie bei Patienten mit weniger ausgeprägten Symptomen kein Sars-CoV-2-Erbgut nachgewiesen werden.

Blutspende in Zeiten von Corona: Was muss ich nach einer Erkrankung beachten?

Was muss ich beachten, wenn ich Corona hatte?

Personen, die an Covid-19 erkrankt sind, dürfen erst vier Wochen nach Ausheilung wieder Blut spenden. Auch Spendewillige mit den Symptomen Halskratzen, Schüttelfrost, Husten oder Kurzatmigkeit sowie einer Körpertemperatur von mehr als 38 Grad werden nicht zur Spende zugelassen. Ähnliche Regeln gelten nach dem Aufenthalt in einem der offiziellen Corona-Risikogebiete. 

Der Weltblutspendetag

Der Weltblutspendetag wird jährlich am 14. Juni begangen. Erstmals wurde der Tag im Jahr 2004 ausgerufen. Der Tag soll Menschen daran erinnern, dass Blutspenden ganzjährig benötigt werden. Jährlich wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein Motto zum Weltblutspendetag festgelegt. Im Jahr 2021 lautet es „Give blood and keep the word beating“ - Spende Blut und halte die Welt am Laufen.

Was ist, wenn ich nach der Blutspende an Corona erkranke?

Wer innerhalb von 14 Tagen nach seiner Blutspende entsprechende Symptome bemerkt oder positiv auf Corona getestet wird, soll sich unverzüglich bei der kostenfreien Hotline des DRK unter 0800 1194911 oder über ein Nachrichtenformular im Internet melden.

Video: Blutspende trotz Corona-Krise - jetzt erst recht

Was gilt nach Kontakt mit Corona-Infizierten?

Menschen, die Kontakt mit Infizierten oder Erkrankten hatten, müssen aus Sicherheitsgründen eine Wartezeit von zwei Wochen vor der nächsten Spende einhalten. Daran ändert ein negativer Test nichts.

Warum sind Blutspenden wichtig?

Blutbestandteile haben eine begrenzte Haltbarkeit und können nur eine gewisse Zeit gelagert werden. Blutplättchen sind nur vier bis fünf Tage einsetzbar: Die klassische Blutkonserve hält laut DRK 42 Tage. „Sollten über einen Zeitraum von mehr als einer Woche nicht genügend Blutspenden eingehen, wäre die Patientenversorgung innerhalb kurzer Zeit nicht mehr lückenlos abzusichern.“ Übrigens: In Künzell-Engelhelms lebt ein besonders eifriger Spender: Helmut Schneider hat bereits über 200 Blutspenden absolviert .

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