Im Kreißsaal überprüft eine Hebamme im Beisein vom leitenden Oberarzt die Herztöne des ungeborenen Kindes.
+
In einigen Kliniken können Besuche in Ausnahmefällen ermöglicht werden.

Corona-Regeln

In diesen Ausnahmefällen sind Besuche aktuell in den Kliniken in der Region Fulda (wieder) möglich

Das Land Hessen hat das Betretungsverbot für Krankenhäuser bis zum 16. August verlängert. Ausnahmen können jedoch zugelassen werden, unter anderem für Väter, die ihre Partnerin bei der Geburt begleiten wollen. Wie sieht es in den Kliniken in der Region aus?

  • Die Main-Kinzig-Kliniken erarbeiten aktuell nach den Coronavirus-Einschränkungen ein konkretes Öffnungskonzept. Momentan sind Besuche in dem Krankenhaus noch nicht möglich.
  • In der Helios-Klinik Hünfeld können derzeit Besuche im Krankenhaus in Ausnahmefällen und nach vorheriger Rücksprache ermöglicht werden.
  • Im Klinikum Fulda dürfen aktuell schon wieder werdende und frischgebackene Väter die Mutter und das Kind besuchen sowie bei der Geburt dabei sein.

Das sagen die Main-Kinzig-Kliniken: Da wir uns an die Vorgaben des Landes Hessen halten, haben wir aktuell wenig Spielraum für Änderungen. Viele unserer Patienten halten über Telefon oder Handy regelmäßig Kontakt zu ihren Lieben. Leider können wir neben den Telefonen in den Patientenzimmern keine weiteren Geräte zur Verfügung stellen.

Wir haben ein flächendeckendes WLAN-Netzwerk, das unseren Patienten frei zugänglich ist. Wir sind uns selbstverständlich darüber bewusst, wie wichtig der Kontakt zu Angehörigen und Freunden ist und wir befürworten Besuche bei unseren Patienten. Allerdings gilt es, ein gesundes Gleichgewicht zwischen Sicherheit für Patienten und Mitarbeiter und der Möglichkeit sozialer Kontakte zu finden.

Neue Normalität mit dem Coronavirus

Auch wenn gesellschaftliche Lockerungen möglich sind, muss im Krankenhaus eine größere Sicherheit geboten werden. Hier kann nicht einfach zu Altgewohntem zurückgekehrt werden, sondern es ist nötig eine „neue Normalität“ zu finden, mit der wir auch langfristig gut Arbeiten und Leben können. 

Ein konkretes Öffnungskonzept, bei dem wir uns weiterhin an den gesetzlichen Regelungen und Empfehlungen orientieren, wird erarbeitet. Im ersten Schritt wäre eine Regelung über Besuchszeiten denkbar. Außerdem werden Besucher weiter vor Betreten unserer Gebäude einem Gesundheitsscreening unterzogen werden. So könnte eine hohe Sicherheit geboten werden.

Das sagt die Helios-Klinik Hünfeld: Wir bieten in sämtlichen Bereichen kostenfreies WLAN für alle Patienten an. Dafür ist kein Code oder Einwahlverfahren nötig, die Verbindung funktioniert mit einem Klick und ohne Beschränkung. Hierüber ist problemlos und jederzeit eine Verbindung zu den Angehörigen möglich.

Besuche im Krankenhaus bei der Geburt möglich

Besuche können in Ausnahmefällen und nach vorheriger Rücksprache ermöglicht werden. Solche Ausnahmen gibt es etwa in der Palliativmedizin oder in der Geburtshilfe. Nach Abstimmung mit dem behandelnden Arzt und in Rücksicht auf den Gesundheitszustand des Patienten, legen wir Besuchszeiten individuell fest.

Aus Sicht unseres Krisenstabes spielt die Vernunft von Patienten und Angehörigen eine große Rolle: Schließlich beeinflusst ihr Verhalten, welche Regelungen im Ergebnis erlassen werden. Mit unserer Beschilderung klären wir die Patienten über bestehende Regelungen und Sicherheitsstandards auf und bitten darum, dass diese zur Sicherheit unserer Patienten und Mitarbeiter eingehalten werden. Hier appellieren wir, dass die Besucher mit größtmöglicher Vernunft handeln. 

Väter dürfen bei der Geburt dabei sein

Verhalten sich Patienten und Besucher unvernünftig und fahrlässig, werden die Beschränkungen sicher nicht weiter gelockert, sondern eher restriktiver. Halten sie die Regelungen wie das Abstandsgebot, die Maskenpflicht oder das Einhalten der maximalen Besucheranzahl ein, können sie gelockert werden.

Das sagt das Klinikum Fulda: Die Landesregierung hat das Betretungsverbot für bestimmte Einrichtungen, darunter auch alle Krankenhäuser, bis zum 16. August verlängert. Ausnahmen können jedoch zugelassen werden. Diese gelten für Eltern, die ihr minderjähriges Kind besuchen wollen.

Patienten unser Palliativstation dürfen ebenso besucht werden wie Schwerstkranke – unabhängig auf welcher Station sie behandelt werden. Diese Besuche sind mit den Stationen zu vereinbaren und werden dem Sicherheitsdienst an den Eingängen auf Anfrage telefonisch bestätigt.

Auch werdende und frischgebackene Väter dürfen die Mutter und das Kind besuchen sowie bei der Geburt dabei sein. Für alle Besucher gilt: Es dürfen eine Krankheitssymptome vorliegen und die strikten Hygieneregeln sind einzuhalten. Auch dürfen sie in den letzten 14 Tagen keinen Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall gehabt haben.

Pandemie mit Coronavirus noch nicht vorbei

Die übrigen Patienten, für die das strikte Besuchsverbot gilt, können Kontakt per Handy aber auch zum Beispiel per Skype aufnehmen. Zudem können Angehörige frische Wäsche an der Information abgeben – diese werden den Patienten aufs Zimmer gebracht.

Der Wunsch nach einer Lockerung der Besuchsregelungen ist aus Sicht der Patienten nachvollziehbar. Es darf nicht vergessen werden, dass die Pandemie noch nicht vorüber ist – die Infektionszahlen sogar ansteigen und wir für die Sicherheit aller Patienten Verantwortung tragen.

Hintergrund: Besuchsverbot seit Mitte März

Zu Beginn der Coronavirus-Krise hatte es unter anderem im Klinikum Fulda Probleme mit dem Besucher-Stopp gegeben. Ein Sicherheitsdienst bewachte dann den Eingang des Krankenhauses in Fulda. Bereits am 12. März hatten die Krankenhäuser in der Region erstmals verschärfen Besucher-Regeln erlassen. Mitte März hatte das Klinikum Fulda dann ein generelles Besuchsverbot erlassen.

Das könnte Sie auch interessieren