Informierten sich am Klinikum Gersfeld (von links): Gersfelds Bürgermeister Steffen Korell, Landrat Bernd Woide, Thomas Menzel und Jan Garlepp vom Klinikum, Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt, Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Klinikums-Vorstand Burkhard Bingel.
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Informierten sich am Klinikum Gersfeld (von links): Gersfelds Bürgermeister Steffen Korell, Landrat Bernd Woide, Thomas Menzel und Jan Garlepp vom Klinikum, Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt, Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Klinikums-Vorstand Burkhard Bingel.

Stärkung des ländlichen Raums

Wegen Corona: Klinikum Gersfeld braucht finanzielle Unterstützung - Fuldas Kreisspitze will helfen

Bei einem Besuch im Klinikum Gersfeld haben sich Fuldas Kreisspitze und Gersfelds Bürgermeister Dr. Steffen Korell über die baulichen und strukturellen Gegebenheiten vor Ort informiert. Die Geschäftsführung des Gersfelder Klinikums bat bei dieser Gelegenheit um finanzielle Unterstützung.

Gersfeld - Die Klinikum Gersfeld gGmbH betreibe in Gersfeld sowohl ein Belegarztzentrum mit teilstationärer und vollstationärer Klinikeinrichtung als auch eine vollstationäre Außenstelle des Klinikums Fulda und ein ambulantes Operations- und Behandlungszentrum, schreibt der Landkreis Fulda in einer Pressemitteilung. Bei dem Besuch haben die Geschäftsführer des Klinikums, Dr. Thomas Menzel und Jan Garlepp, die geplanten Erweiterungen vorgestellt.

Da die derzeitige Corona-Pandemie auch die Klinikum Gersfeld gGmbH, die eine Tochter der Klinikum Fulda gAG ist, finanziell stark belastet, haben die Geschäftsführer den Landkreis Fulda um finanzielle Hilfe gebeten und einen Förderantrag beim Landkreis Fulda gestellt.

In der Corona-Pandemie: Klinikum Gersfeld bietet um finanzielle Unterstützung

„Um die stationäre medizinische Versorgung in der ländlichen Region um Gersfeld nachhaltig zu sichern, wollen wir uns dafür stark machen, das Klinikum Gersfeld bei der Erweiterung des Bettenhauses und der Auflösung des Erbbaurechtsvertrags am Ärztehaus zu unterstützen und zu fördern“, erklärt Landrat Bernd Woide und fügt hinzu, dass der Kreisausschuss in den Entwurf des Fuldaer Haushalts 2021 entsprechende Fördermittel aufgenommen hat.

Die endgültige Entscheidung hierzu treffe der Kreistag. „Damit möchten wir dazu beitragen, dass die medizinische Versorgung weiterhin aufrechterhalten wird, die ein wichtiger Baustein zur Förderung und Stärkung des ländlichen Raums in der Rhön ist“, fügte Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt beim Termin in Gersfeld, zu dem auch Fuldas Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld gekommen war, hinzu. (Lesen Sie hier: Corona-Interview mit Osthessens Gesundheitsdezernenten)

Klinikums-Chef Menzel: „Investition ist ein klares Bekenntnis zum Standort Gersfeld“

Vor allem für die Bürgerinnen und Bürger aus der Rhön sei der medizinische Standort in Gersfeld nicht mehr wegzudenken und von großer Bedeutung. „Die Investition ist ein klares Bekenntnis zum Standort Gersfeld. Die Bevölkerung muss keine langen Wegstrecken nach Fulda und Bad Neustadt zurücklegen, um medizinisch versorgt zu werden. Die Arbeitsplätze werden gesichert. Das ist ein echter Vorteil“, betont Geschäftsführer Dr. Thomas Menzel. Da das Klinikum in den vergangenen Jahren sein ambulantes und stationäres Angebot kontinuierlich ausgebaut habe, soll das Bettenhaus erweitert werden. Dabei sollen der OP-Bereich, die Lagerflächen im OP sowie die angrenzenden Funktionsräume erweitert, die vorhandene Bettenstation um vier weitere Betten ergänzt und zusätzliche Therapieflächen für die Erweiterung der ambulanten onkologischen Versorgung geschaffen werden, heißt es in der Pressemitteilung.

Von der Fördersumme des Kreises Fulda solle außerdem der Erbbaurechtsvertrag am Ärztehaus abgelöst werden. Das Ärztehaus gehöre zum Klinikum Gersfeld. Mit der Ablösung habe das Klinikum dann auch dauerhaft Zugriff auf das Ärztehaus. „Die Erweiterung und die Ablösung des Erbbaurechtsvertrags wird die Kapazitäten am Standort Gersfeld deutlich erhöhen und die Versorgungssituation erheblich verbessern“, so Geschäftsführer Jan Garlepp.

Fuldas Kreisspitze will sich für finanzielle Unterstützung des Klinikums Gersfeld stark machen

Die Versorgungssituation spiele auch für die Stadt Gersfeld selbst eine große Rolle. „Für die Stadt Gersfeld und deren Bürgerinnen und Bürger ist diese Unterstützung des Kreises ein immens wichtiges Signal für das ich sehr dankbar bin. Und ich bin glücklich, dass die Bemühungen, den Gesundheitsstandort Gersfeld zu stärken, weitere Früchte tragen und des Klinikum für die Zukunft gestärkt wird“, sagte Bürgermeister Dr. Steffen Korell.

Um diesen Standort Gersfeld auch weiterhin zu sichern, wollen sich Landrat Bernd Woide und Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt bei den Kreisgremien für eine finanzielle Unterstützung des Klinikums stark machen. (sec)

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