In Osthessen mit den Landkreisen Fulda, Vogelsberg und Hersfeld-Rotenburg ist das Klinikum Fulda Schwerpunktkrankenhaus.
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In Osthessen mit den Landkreisen Fulda, Vogelsberg und Hersfeld-Rotenburg ist das Klinikum Fulda Schwerpunktkrankenhaus.

Klinikum Fulda koordiniert

Osthessens Krankenhäuser in der Corona-Pandemie: Regelmäßige Tests sollen Patienten und Personal schützen

  • vonMarius Scherf
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Krankenhäusern kommt in der Corona-Pandemie eine hohe Bedeutung zu. Welche Maßnahmen treffen die Kliniken in Osthessen, um Personal und Patienten vor dem Coronavirus zu schützen?

Osthessen - Eine wichtige Rolle im Umgang mit steigenden Corona-Infektionszahlen in der Region spielen die sogenannten Koordinationskrankenhäuser. Hessen wurde in sechs Versorgungsgebiete aufgeteilt. Die Klinik mit den größten Kapazitäten – auch an Ärzten und medizinischer Ausstattung – übernimmt in jedem Gebiet die Rolle der Koordination der Versorgung der Covid-19-Patienten.

Corona-Infektionsrisiko in Krankenhäusern gering halten: Diese Aufnahmeregeln gelten für Patienten

In Osthessen mit den Landkreisen Fulda, Vogelsberg und Hersfeld-Rotenburg ist das Klinikum Fulda Schwerpunktkrankenhaus. Jährlich werden dort 100.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Während der ersten Corona-Welle im Frühjahr wurden täglich Belegungsdaten zusammengetragen und daraus Vorgaben zu freizuhaltenden Betten abgeleitet. In regelmäßigen Telefonkonferenzen stimmten sich die Kliniken zu aktuellen Entwicklungen, erforderlichen Maßnahmen und koordinierten Vorgehensweisen ab. Konkret: Fehlte es in Hünfeld etwa an Intensivbetten, konnte der Patient ins Klinikum verlegt werden. Auf die entstandenen Strukturen kann nun zurückgegriffen werden.

Um das Corona-Infektionsrisiko in den Kliniken möglichst gering zu halten, gelten – neben den üblichen Hygiene- und Abstandregeln – weitere Aufnahmeregeln für Patienten. „Alle Patienten werden vor der Aufnahme auf Corona getestet“, erklärt Barbara Froese, Sprecherin des Klinikums Fulda. Diejenigen, bei denen der Verdacht auf eine Infektion besteht, werden auf eine spezielle „Corona-Station“ aufgenommen, bis das Ergebnis der Untersuchung vorliegt.

Um das Infektionsrisiko in der Helios Klinik Hünfeld möglichst gering zu halten, gilt bei der Aufnahme ein Ampelsystem, nach dem die Patienten zunächst klassifiziert werden. Pressesprecherin Gudrun Käsmann sagt: „Für noch mehr Gewissheit testen wir jeden stationären Patienten per Abstrich auf Corona.“

Im Herz-Jesu-Krankenhaus werden alle Patienten als potentiell infektiös eingestuft. Es findet vor der Aufnahme eine Risikoanalyse auf Symptome statt. Bei dem geringsten Verdacht auf eine Infektion erfolgt ein Test und gleichzeitig die räumliche Trennung in einen Covid-Bereich.

Bei den Main-Kinzig-Kliniken werden alle Patienten, die stationär aufgenommen werden, auf Covid-19 getestet. In Gelnhausen ist es darüber hinaus möglich, dass möglicherweise infektiöse Patienten, die mit dem Rettungswagen in die Klinik kommen, über eine Hintertür der Rettungshalle direkt in ein bereits ausgestattetes Isolierzimmer gebracht werden können.

Besucherregeln in Krankenhäusern: Patienten warten teilweise lange auf Angehörige

In Hessen gelten zunächst bis zum 31. Januar 2021 verschärfte Besucherregeln in den Kliniken. So soll das Corona-Infektionsrisiko verringert werden. In den ersten sechs Tagen eines Aufenthaltes ist nur ein zweimaliger Besuch von maximal zwei Personen möglich. Ab dem siebten Tag des Aufenthalts darf Besuch von maximal zwei Personen pro Tag empfangen werden. Bei der Anmeldung müssen die Besucher einen Fragebogen zu ihrer Gesundheit ausfüllen.

Darüber hinaus gelten in den Kliniken aber noch eigene Regeln: Im Klinikum Fulda herrscht beispielsweise ab Freitag, 23. Oktober, ein Besuchsverbot. Ausnahmen können im Einzelfall nach Rücksprache mit der Station für werdende VäterBesuche in der Kinderklinik sowie auf den Intensivstationen und der Palliativstation gemacht werden.

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