Fotos: privat, Charlie Rolff, Ralph Leupolt, Marktkorb, dpa

In der Corona-Krise: Konsequenzen für Künstler

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Region - Konzerte, Lesungen, Shows: Alles wurde abgesagt. Was heißt das für die Künstler aus der Region und für die, die in der Region bekannt sind, denen der Verdienst wegbricht? Wir haben nachgefragt.

Tobi Sammet (Sänger – unter anderem Avantasia)

Ich schreibe seit einiger Zeit ein neues Avantasia-Album und arbeite ohnehin hauptsächlich alleine, von daher wurde ich aus keiner Tour gerissen. Auch lebe ich nicht auf großem Fuß und auch nicht zur Miete. Wie die Musiklandschaft nach der Krise aussieht, ist schwer zu beantworten. Aber irgendwie spielt das momentan auch keine Rolle. Ich bete einfach, dass die meisten von uns lebend durch diesen Albtraum kommen, alles andere lässt sich regeln.

Es gibt auch keine Möglichkeiten, sich auf eine solche Situation vorzubereiten. Man kann in guten Zeiten brutal hart arbeiten, um was zur Seite zu legen, aber diese Krise übersteigt mein Vorstellungsvermögen von Vorsorge für einen freiberuflichen Gitarrentechniker, der sich von Tour zu Tour hangelt. Der Staat muss jetzt unbürokratisch helfen. Die Situation zeigt, wie fragil alles ist.

Wie wenig selbstverständlich unser Wohlstand ist, wie unwichtig Chartplatzierungen im Vergleich zu essenziellen Dingen des Lebens sind. Es gibt keine Versicherung gegen Weltuntergangsszenarien. Ich glaube und hoffe, dass das unsere materielle Gesellschaft für spirituelle, für wichtigere Dinge sensibilisiert.

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