Findet die Priesterausbildung bald nicht mehr in Fulda statt?
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Priester und Kirchenbeamte im Bistum Fulda verzichten 2021 auf die vorgesehene Erhöhung der Gehälter (Symbolbild).

Kirche will Zeichen setzen

Wegen Corona: Priester im Bistum Fulda verzichten auf Gehaltserhöhung 

Priester und Kirchenbeamte im Bistum Fulda verzichten auf eine für das kommende Jahr vorgesehene Erhöhung ihrer Gehälter. Das soll zur Stabilisierung des Haushalts beitragen und Solidarität ausdrücken. 

Fulda - Mit der Entscheidung wird ein Zeichen gesetzt. Es gilt laut Bistum Fulda Menschen, „die aufgrund von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit existenziell herausgefordert sind“, sagt Priesterrats-Sprecher Michael Müller.

In einer Mitteilung der Kirchenleitung heißt es: „Die Haushaltssituation des Bistums Fulda hat sich durch Auswirkungen der Corona-Pandemie innerhalb kürzester Zeit dramatisch verschlechtert.“ Bedingt durch Kurzarbeit, Stundung von Einkommenssteuern, Insolvenzen und spürbaren Gewinneinbrüchen bei Kirchensteuerzahlern sei im laufenden Jahr von zehn bis zwölf Millionen Euro weniger Kirchensteuereinnahmen auszugehen als Ende 2019 geplant. Damals beliefen sie sich laut einer früheren Informationen auf knapp 112 Millionen Euro. (Lesen Sie hier: Wegen Corona: Steuereinnahmen brechen ein - Kirchen fehlt viel Geld).

Zeichen in der Corona-Krise: Priester im Bistum Fulda verzichten auf Gehaltserhöhung

Kirchensteuerrat und Bistumsleitung stimmten der Mitteilung zufolge überein, dass im März 2021 konkrete Sparkonzepte diskutiert und beschlossen werden sollten. Dabei wird auf die ursprünglich geplante Anhebung der Bezüge der Priester, Kirchenbeamten und weiterer Gruppen verzichtet. Dadurch würden jährlich etwa 280 000 Euro eingespart.

Die negativen Auswirkungen der Pandemie werde das Bistum Fulda finanziell auch in den nächsten Jahren deutlich spüren, betont Bischof Michael Gerber in einem Schreiben an die betroffenen Priester und Mitarbeiter. Das Kirchensteuerniveau von 2019 werde angesichts des demographischen Wandels und der nachlassenden Kirchenbindung wohl nie mehr erreicht werden.

Pandemie trifft Bistum Fulda finanziell hart

Die katholische Kirche in Deutschland hatte bereits im September zu einem „Sonntag des Gebets und der Solidarität mit den Leidtragenden der Corona-Pandemie“ aufgerufen. In einem Aufruf hieß es: „Corona trifft die Ärmsten oft mit aller Wucht. (...) Die Menschen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa brauchen Hilfe. Sie sollten sich auf unsere weltkirchliche Solidarität verlassen können.“

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