Ein leerer Spielplatz, der wegen des Coronavirus weiter gesperrt ist.
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Wie lange Spielplätze geschlossen bleiben, entscheiden die Ministerpräsidenten beim nächsten Treffen.

Entscheidung liegt beim Land Hessen

Spielplätze bleiben geschlossen

Spielplätze müssen in Hessen weiterhin geschlossen bleiben. Bis sie wieder öffnen, kann es noch eine Weile dauern. Städte und Kommunen haben bei der Entscheidung kein Mitspracherecht.

Fulda/Wiesbaden - Auch in den kommenden Tagen müssen Eltern und Kinder aus der Region auf den Besuch auf einem Spielplatz verzichten. Spielplätze bleiben weiterhin geschlossen. Die Stadt Fulda habe bei dieser Entscheidung keinen Ermessensspielraum, wie Pressesprecher Johannes Heller auf Nachfrage erklärt. „Die Schließung der Spielplätze in Fulda erfolgte aufgrund der entsprechenden Verordnung des Landes Hessen. Die Stadt ist an die gültige Rechtslage in Hessen gebunden.“

Regierungssprecher Michael Bußer (CDU) aus der Hessischen Staatskanzlei erklärt: „Es gab in der vergangenen Telefonkonferenz der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten eine klare Verabredung. Die Spielplätze bleiben bis zur nächsten Telefonschalte definitiv geschlossen. Dann wird neu darüber diskutiert.“ Die nächste Telefonkonferenz findet Ende April statt.

Lockerung unter Auflagen möglich

Verständnis für die Entscheidung der Landesregierung bringt Heiko Stolz (CDU), Vorsitzender der Bürgermeisterdienstversammlung, auf und sieht die Schließung als logische Maßnahme. „Die Landesregierung muss die Balance halten, damit die Anzahl der Infizierten nicht zu stark steigt“, betont der Neuhofer Bürgermeister.

Dennoch ist sich Stolz sicher, dass sich auch bald Gedanken über die Öffnung öffentlicher Plätze gemacht wird. „Spielplätze sind Aufenthaltsorte für kleine Kinder, die die Abstandsregelung nicht bewusst einhalten können.“ Unter Auflagen, dass zum Beispiel Eltern für den Abstand sorgen, könne er sich eine Lockerung in dieser Thematik vorstellen.

Nach den ersten Lockerungen am Montag hat sich Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) für eine vorsichtige Öffnung der Spielplätze ausgesprochen, damit sich Kinder bewegen können und das Konflikt- und Stresspotenzial in den Familien verringert wird.

Kommunen sind die Hände gebunden

Dagegen kündigte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) in der vergangenen Woche an, dass die Spielstätten noch eine ganze Weile geschlossen bleiben müssten. Die Hessische Staatskanzlei ergänzte via Twitter: „Leider ist die Ansteckungsgefahr zu groß, weil es für kleine Kinder schwer ist, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten.“

Somit ist klar, dass Spielplätze weiterhin gesperrt bleiben. In der Frage, ob und wann sie öffnen dürfen, sind den Städten und Kommunen die Hände gebunden. Erst wenn die Landesregierung die Erlaubnis gibt, kann den Kindern wieder der Zugang zu den Spielplätzen gestattet werden. / mic

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