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Zweiter Corona-Lockdown in Hessen: An diese Maßnahmen muss man sich halten

Weniger Kontakte, mehr Maskenpflicht, geschlossene Restaurants und pausierende Sportvereine - wegen der steigenden Corona-Zahlen wird das Alltagsleben für die Hessen deutlich eingeschränkt.

Hessen - Im Kampf gegen das Coronavirus gelten in Hessen ab diesem Montag verschärfte Regeln zum Schutz vor einer Ansteckung. Der Teil-Lockdown betrifft nahezu alle Bereiche des öffentlichen Lebens und gilt zunächst für den November. Nicht betroffen von Schließungen sollen der Einzelhandel, Schulen und Kitas sein. (Lesen Sie hier: Mit unserem Corona-Ticker für Fulda bleiben Sie auf dem Laufenden)

Coronavirus in Hessen: Diese Kontaktbeschränkungen gelten im öffentlichen Raum

Die Bürger in Hessen sollen in der Corona-Pandemie Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum reduzieren. Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist nur mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet, höchstens allerdings mit zehn Personen.

Zum Schutz vor dem Coronavirus: Erweitere Maskenpflicht in der Öffentlichkeit und in Fahrzeugen

Auf stark frequentierten Straßen und Plätzen unter freiem Himmel in Hessen muss immer dann eine Alltagsmaske getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht sichergestellt werden kann. Das gilt insbesondere in Fußgängerzonen.

Wenn sich in einem Fahrzeug Personen aus mehr als zwei Hausständen befinden, ist im Kampf gegen das Coronavirus eine Alltagsmaske zu tragen.

Erweiterte Maskenpflicht in Schulen im Kampf gegen das Coronavirus

Bisher bestand in Schulen in Hessen eine Maskenpflicht ausschließlich außerhalb des Klassenraums, also auf dem Schulhof und in den Gängen. Im zweiten Lockdown gilt jetzt: Ab der Klasse 5 gilt eine Maskenpflicht auch im Unterricht. Es soll aber währenddessen Gelegenheit für „Maskenpausen“ geben, zum Beispiel wenn gerade gelüftet wird.

Coronavirus in Hessen: Veranstaltungen und Feiern werden untersagt

Öffentliche Veranstaltungen in Hessen finden nur noch bei einem besonderen öffentlichen Interesse statt. Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt. Private Veranstaltungen außerhalb der eigenen Wohnung sind untersagt. Zusammenkünfte und Feiern innerhalb der eigenen Wohnung sind nur einem engen privaten Kreis gestattet.

Der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit ist in der Zeit von 23.00 bis 6.00 Uhr verboten.

Reisen in Corona-Zeiten wird untersagt

Übernachtungsangebote im Inland, so auch in Hessen, werden nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke erlaubt.

Das gilt für Freizeit, Kultur und Sport in Hessen in der Corona-Pandemie

Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, werden in Hessen geschlossen. Dazu gehören:

- Theater, Opern, Konzerthäuser, und ähnliche Einrichtungen
- Messen, Kinos, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen
- Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen
- Der Freizeit- und Amateursportbetrieb mit Ausnahme der Sportausübung allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen
- Schwimm- und Spaßbäder, Saunen
- Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen.

Der Trainings- und Wettkampfbetrieb des Spitzen- und Profisports sowie des Schulsports sind bei Vorlage eines umfassenden Hygienekonzepts in der Corona-Pandemie zulässig.

Museen, Schlösser, Tierparks und Zoos in Hessen werden geschlossen. Gedenkstätten bleiben geöffnet.

Lesen Sie hier: So reagieren die Fuldaer Unternehmer auf den zweiten Corona-Lockdown und die Maßnahmen

Bund und Länder haben ab Montag einen Teil-Lockdown beschlossen, unter anderem müssen Gaststätten, Freizeitbetriebe und Kultureinrichtungen schließen.

Gastronomie: Restaurants und Bars werden wegen Corona in Hessen geschlossen - auch Nagelstudios betroffen

Restaurants, Gaststätten sowie Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen in Hessen werden wegen Corona geschlossen. Davon ausgenommen sind Kantinen und Mensen und die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause. Die Bundesregierung hat insbesondere für diese Bereiche kurzfristige und umfangreiche finanzielle Hilfen angekündigt.

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Nagelstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen wie etwa die Physiotherapie bleiben weiter möglich. Friseursalons bleiben unter den bestehenden Auflagen zur Hygiene geöffnet.

Geschäfte: Einzelhandel in Hessen bleibt unter Corona-Auflagen geöffnet

Der Einzelhandel in Hessen bleibt unter Corona-Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen insgesamt geöffnet. Dabei ist sicherzustellen, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro zehn Quadratmetern Verkaufsfläche aufhält.

Das gilt für Krankenhäuser, Seniorenheime und Pflegeeinrichtungen in Corona-Zeiten

Besuche in Krankenhäusern, Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen in Hessen bleiben unter strengen Corona-Vorgaben möglich. Es kann aber auch ein Besuchsverbot ausgesprochen werden von der jeweiligen Einrichtung (Lesen Sie hier: Das Klinikum Fulda hat ein Besuchsverbot ausgesprochen). Dabei wird stets berücksichtigt, dass die jeweiligen Regelungen nicht zu einer vollständigen sozialen Isolation der Betroffenen führen dürfen.

Lesen Sie hier: Alten- und Pflegeheime in der Region bitten um weniger Besuche - Mitarbeiter müssen Angehörige ersetzen

Definition Mund-Nasen-Bedeckung

Als Mund-Nasen-Bedeckung zählt jede ans Gesicht anliegende Bedeckung von Mund und Nase, die dazu beiträgt, die Ausbreitung von Tröpfchen und Aerosolen durch Husten, Niesen oder Aussprache zu verringern. Eine Zertifizierung ist nicht notwendig. Plastikvisiere sind davon nicht erfasst, sie sind keine zulässige Mund-Nasen-Bedeckung.

Quarantäneanordnung für das Land Hessen in der Corona-Pandemie

Es wird klargestellt, dass sich Personen bei einem positiven Corona-Test unmittelbar in Quarantäne begeben müssen. Dies gilt ab dem Vorliegen des Testergebnisses, auch wenn die förmliche Anordnung des Gesundheitsamtes noch nicht erfolgt ist. Wer mit einer positiv getesteten Person in einem Hausstand lebt, muss sich ebenfalls unmittelbar in zweiwöchige Quarantäne begeben. Für unaufschiebbare Erledigungen wie etwa den Einkauf von Lebensmitteln gibt es Ausnahmen. Bei Verstößen gegen die Quarantäneanordnung droht in Hessen ein Bußgeld von 500 Euro. (dpa)

Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst/dpa

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