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Omikron-Welle bislang im Griff - Fuldaer Kliniken geben aber noch keine Entwarnung

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Die Deutsche Krankenhausgesellschaft rechnet nicht mit einer Überlastung aufgrund der Omnikron-Welle. (Symbolfoto)
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft rechnet nicht mit einer Überlastung aufgrund der Omnikron-Welle. (Symbolfoto) © Robert Michael/dpa

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft geht davon aus, dass die Kliniken die Omikron-Welle gut bewältigen werden. Osthessische Krankenhäuser geben aber noch keine Entwarnung. 

Berlin/Fulda - „In den nächsten zwei bis drei Wochen wird sich zeigen, welche Auswirkungen die Omikron-Welle auf die Belegung der Intensivstationen tatsächlich hat. Sollten die Krankenhäuser dann keine Überlastung melden, könnten wir Entwarnung geben“, sagt Dr. Thomas Menzel, Sprecher des Vorstands am Klinikum Fulda.

Bis dahin plädiert er dafür, die Corona-Maßnahmen beizubehalten. Derzeit werden im Klinikum Fulda sechs Covid-Patienten auf der Intensivstation und 17 auf der Normalstation behandelt. Hinzu kommen vier Kinder in der Kinderklinik. Mehr als 90 Prozent der Betroffenen haben sich mit der Omikron-Variante infiziert. 

Omikron-Welle: Krankenhäuser in Fulda geben noch keine Entwarnung

„Auch wenn der Anteil schwerer Verläufe bei Omikron tatsächlich geringer ist, kann es aufgrund der extrem hohen Infektionszahlen immer noch zu mehr schweren Verläufen kommen als unser Gesundheitssystem und speziell die Krankenhäuser verkraften können“, gibt Menzel zu bedenken. In Hessen sei die Anzahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen im Verlauf der letzten Woche um 15 Prozent gestiegen. (Mit unserem Corona-Ticker für Hessen bleiben Sie immer auf dem Laufenden)

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft geht dennoch davon aus, dass die Kliniken die Omikron-Welle gut bewältigen. „Ich rechne aktuell für die kommenden Wochen nicht mehr mit einer Überlastung des deutschen Gesundheitswesens“, sagte Vorstandschef Gerald Gaß.

Video: Bundeskanzler Scholz deutet Corona-Lockerungen an

Die aktuellen Corona-Maßnahmen hätten „deutlich dazu beigetragen, dass die befürchtete Welle weniger hoch war als befürchtet“. Sie sollten gelten bis zum Höhepunkt der Omikron-Welle. Danach könne die Politik „schrittweise Lockerungen für die kommenden Wochen ins Auge fassen“. (Lesen Sie auch: Bundestag debattiert über Corona-Impfpflicht - Ärzte in der Region sind geteilter Meinung)

Michael Sammet, Geschäftsführer im Herz-Jesu-Krankenhaus in Fulda, warnt davor, zu früh zu lockern: Wir haben die Situation hier in Fulda gut im Griff, aber es gibt Krankenhäuser, etwa in Hanau, wo die Lage angespannter ist.“ Hinzu komme ein Personalproblem: Viele Beschäftigte seien in Quarantäne. Im Herz-Jesu werden momentan neun Covid-Patienten behandelt. Acht auf der Normal- und einer auf der Intensivstation. (dan)

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