Cafés und Restaurants bleiben weiter geschlossen (Symbolfoto).
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Cafés und Restaurants bleiben weiter geschlossen (Symbolfoto).

Lockdown bis Ende Januar

Hessen verschärft die Corona-Maßnahmen: Diese Regeln gelten jetzt für die Schulen

Der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Deutschland wird wegen weiter hoher Infektionszahlen bis zum 31. Januar verlängert und sogar noch verschärft. Mittwoch hat in Hessen das Corona-Kabinett getagt.

Update vom 6. Januar, 17.17 Uhr: Die neuen verschärften Corona-Regeln gelten in Hessen ab dem 11. Januar zunächst bis zum Ende des Monats. Das hat das Corona-Kabinett der hessischen Landesregierung am Mittwoch beschlossen. Künftig dürfen sich nur noch Angehörige eines Haushalts mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person im öffentlichen Raum treffen.

Zudem bleiben zahlreiche Geschäfte und Dienstleister geschlossen. Auch Freizeit- und Kultureinrichtungen bleiben weiterhin dicht. Besuche in Krankenhäusern, Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen bleiben unter strengen Vorgaben möglich.

Bund und Länder hatten sich am Vortag wegen der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen auf nochmals schärfere Kontaktregeln verständigt. Diese Beschlüsse setzt das Land Hessen jetzt um.

Corona in Hessen: Keine Präsenzpflicht an Schulen - Ausnahme für Abschlussklassen

Eine Entscheidung ist auch mit Blick auf die Schulen gefallen: Schüler der Klassen 1 bis 6 müssen bis Ende Januar nicht für den Unterricht in die Schulen kommen. Die Präsenzpflicht werde für sie ausgesetzt. Für Schüler ab Klasse 7 werde Distanzunterricht angeboten, sagte Kultusminister Alexander Lorz (CDU). Eine Ausnahme sind die Abschlussklassen in Hessen. Diese werden in Präsenzunterricht beschult.

Für jüngere Schüler ist ab Montag noch eine Art Notbetreuung in den Schulen möglich, wenn Eltern arbeiten gehen müssen und sich nicht zu Hause um ihre Kinder kümmern können. Sie würden dann in der Schule in festen Lerngruppen unterrichtet, sagte Lorz. „Ich appelliere aber an alle Eltern, ihre Kinder - wann immer möglich - im Sinne der Kontaktreduzierung zu Hause zu behalten.“ 

Bei den Kitas bleibt es bei der bisherigen Regelung in Hessen. Wenn Eltern ihre Kinder nicht zu Hause betreuen können, ist eine Betreuung in den Kitas weiterhin möglich. Ein Betretungsverbot wird es in Hessen nicht geben.

Corona: Bund und Länder verständigen sich auf schärfere Regeln

+++ 19.14 Uhr: Der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wird wegen weiter hoher Covid-19-Infektionszahlen bis zum 31. Januar verlängert. Das betrifft zum Beispiel die Schließung der meisten Geschäfte, Restaurants, Theater, Museen und Freizeiteinrichtungen, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder bei ihren Beratungen am Dienstag in Berlin vereinbart haben.

Die Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden verschärft: Künftig sind private Zusammenkünfte nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet.

Corona-Regeln in Hessen verschärft: Lockdown bis Februar verlängert

Auf Menschen in Landkreisen mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen kommt außerdem eine drastische Beschränkung ihrer Bewegungsfreiheit zu. Ab einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern sollen die Länder lokale Maßnahmen ergreifen, um den Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort zu begrenzen, sofern kein triftiger Grund vorliegt. Der Landkreis Fulda lag am Dienstag bei einer Inzidenz von 194,0 (Stand: 5. Januar, 12.15 Uhr), also nur knapp unter dem kritischen Wert von 200.

Auch der Corona-Lockdown für Schulen und Kitas wird demnach bis Ende Januar verlängert. Der Bund will gesetzlich regeln, dass das Kinderkrankengeld in diesem Jahr für 10 zusätzliche Tage je Elternteil und um 20 Tage für Alleinerziehende gewährt werde.   

Erstmeldung vom 5. Januar, 16.53 Uhr:

Hessen - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) berät am Dienstag mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Eine deutschlandweite Verlängerung des derzeitigen Lockdowns scheint sicher. Unter anderem Hessens Regierungschef Volker Bouffier (CDU) rechnet nach Angaben der Staatskanzlei vom Wochenende mit Corona-Beschränkungen des öffentlichen Lebens über den 10. Januar hinaus.

Offen war aber zunächst die mögliche Zeitspanne für eine Verlängerung des Corona-Lockdowns. Fraglich war auch, wie der Betrieb an den Kitas und Schulen nach den Weihnachtsferien weiterlaufen soll. Diesbezüglich erklärte die hessische Landesregierung, sie wolle so viel Präsenzunterricht wie vertretbar ermöglichen.

Corona-Regeln in Hessen: Zeichen deuten auf Lockdown-Verlängerung

Hessen war, wie die anderen Bundesländer auch, am 16. Dezember in einen weitreichenden Lockdown gegangen, um die hohen Zahlen von Coronavirus-Neuinfektionen einzudämmen. Die Präsenzpflicht an den Schulen war zwei Tage vor dem Beginn der Weihnachtsferien aufgehoben worden.

Zahlreiche Geschäfte und Dienstleister sind seitdem geschlossen, darunter Friseure. Auch Freizeit- und Kultureinrichtungen mussten dicht machen - etwa Museen, Spielhallen und Schwimmbäder. Geöffnet bleiben dürfen unter anderem Supermärkte, Drogerien, Banken und Tankstellen. Abhol- und Lieferdienste bleiben erlaubt, auch Auto- und Fahrradwerkstätten können weiterarbeiten.

Video: Bewegungsradius im Corona-Lockdown - Was bedeutet das genau?

Freizeitsportler dürfen alleine, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands auf und in allen Sportanlagen Sport treiben.

Nach wie vor gilt: Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes bis zu einer Gruppengröße von höchstens fünf Menschen gestattet; dazugehörige Kinder bis zum Alter von einschließlich 14 Jahren bleiben unberücksichtigt.

Es gilt eine weitreichende Maskenpflicht, unter anderem in Geschäften, Bussen und Bahnen sowie in einigen Fußgängerzonen. Besuche in Krankenhäusern, Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen bleiben unter strengen Vorgaben möglich. (dpa, lio)

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