Auf der bei Deutschen besonders beliebten Mittelmeerinsel Mallorca wurde die Sperrstunde verlegt.
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Auf der bei Deutschen besonders beliebten Mittelmeerinsel Mallorca wurde die Sperrstunde verlegt.

Ferien im Sommer

Corona und Urlaub 2021 in Europa: Diese Regeln gelten für die Reise nach Spanien, Italien und Co

Deutschland startet in die Sommerferien. Also: Wohin in den Urlaub? Im zweiten Corona-Sommer ist in Europa vieles möglich. Ein Überblick über die Regeln in Spanien, Italien, Frankreich, Türkei, Kroatien und Co.

Fulda - Viel Grün, viel Orange und wenig Rot. Die Corona-Lage in Europa stellt sich auf der Übersicht der EU-Gesundheitsagentur verhältnismäßig entspannt dar. Einem Urlaub im europäischen Ausland steht somit nicht mehr allzu viel im Weg. Doch einige Hürden sind - je nach Region - zu beachten. Ein Überblick über die Lage in Spanien, Italien, Frankreich, Türkei, Kroatien und Co:

Spanien: Die Corona-Lage in Spanien bleibt entspannt. Vor allem in Urlaubsregionen wie den Balearen, den Kanaren oder in Valencia ist die Sieben-Tage-Inzidenz fast so niedrig wie in Deutschland. Das Leben normalisiert sich überall im Land immer mehr. Auf der bei Deutschen besonders beliebten Mittelmeerinsel Mallorca und den anderen Baleareninseln wurde die Sperrstunde für Gastronomiebetriebe und Nachtlokale von Mitternacht auf 2 Uhr morgens verlegt. Die Maskenpflicht im Freien ist im ganzen Land gefallen. Discos bleiben auf den Balearen aber noch geschlossen.

Corona und Urlaub 2021: Welche Reise-Regeln für Italien, Spanien, Türkei und Co gelten

Für die meisten Touristen aus Deutschland erleichtert Spanien die Einreise. Bis auf Baden-Württemberg und das Saarland wurden alle Bundesländer von der Liste der Risikogebiete gestrichen. Bewohner der 14 Länder müssen ab Montag, 28. Juni, keinen negativen Corona-Test mehr bei der Einreise vorlegen. Sie müssen aber weiter ein Onlineformular ausfüllen und erhalten einen QR-Code für die Einreise. Das Auswärtige Amt warnt weiterhin vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Regionen Andalusien, Navarra, La Rioja und Baskenland sowie in die Nordafrika-Exklave Ceuta. Etwa 32 Prozent der Menschen in Spanien sind vollständig geimpft. Vorteile für Geimpfte oder Genesene gibt es außer bei der Einreise in Spanien nicht.

Italien: In Italien fallen immer mehr Beschränkungen. Gerade an Wochenenden strömen bereits viele Besucher aus dem In- und Ausland in die Tourismushochburgen. Fast das ganze Land gehört zur sogenannten Weißen Zone mit den lockersten Corona-Regeln. Ab Montag, 28. Juni, dürfen die Menschen draußen wieder ohne Maske unterwegs sein, sie müssen den Mund-Nasen-Schutz aber immer griffbereit haben, falls es mal eng wird. Auch in Räumen wie Läden und Museen sowie in Bussen und Zügen muss die Maske weiterhin getragen werden. Mehr als 50 Prozent der Menschen sind mindestens einmal geimpft worden.

Wer in das 60-Millionen-Einwohner-Land reist, soll ein digitales europäisches Einreiseformular ausfüllen. Außerdem verlangen die Behörden einen negativen PCR- oder Antigen-Test. Auch das EU-Impfzertifikat soll gelten. Wer auf dem Landweg aus Italien heimkehrt, muss keine Einreisebeschränkungen beachten. Flugpassagiere brauchen aber einen negativen Schnelltest.

Wie man sich bei einer Autofahrt durch das Land Italien verhalten muss und wie sich die Corona-Pandemie auf den Öffentlichen Nahverkehr* ausgewirkt hat, wurde in einem Artikel von fnp.de nachlesen.

Türkei: Wer aus Deutschland in die Türkei reisen will, braucht einen negativen Corona-Schnelltest (nicht älter als 48 Stunden) oder einen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden). Geimpfte und Genesene können mit entsprechendem Nachweis einreisen. Ausgangs- und Reisebeschränkungen werden am Donnerstag, 1. Juli, vollständig aufgehoben. Touristen sind ohnehin von Einschränkungen ausgenommen. Nach offiziellen Angaben geht die Zahl der Neuinfektionen weiter zurück. Mitte April lag sie noch bei teils mehr als 60.000 am Tag, nun bei rund 6000. Restaurants, Cafés und andere Einrichtungen können wieder Gäste empfangen. Die Regierung versprach kürzlich, alle Menschen in der Türkei, die älter als 20 sind, bis Ende Juni zu impfen. Bisher haben rund 35 Prozent der Menschen mindestens eine Impfung verabreicht bekommen. (Lesen Sie hier: Menschen in Fulda haben nach Corona-Pause wieder Lust auf Urlaub)

Urlaub in Europa: Wohin die Reise im Corona-Sommer gehen kann

Österreich: Am Donnerstag, 1. Juli, fällt die Maskenpflicht in der Gastronomie und bei Veranstaltungen. Es gibt auch keine Teilnehmerbegrenzungen beim Publikum mehr, volle Konzert- und Theatersäle sowie Stadien sind also erlaubt. Es herrscht aber der Grundsatz: Wer von den Öffnungen profitieren will, muss getestet, geimpft oder genesen sein. In Österreich gelten die Menschen ab dem 22. Tag nach Erstimpfung als geschützt. Die Testpflicht gilt für alle ab zwölf Jahren. Das Land mit einer mit Deutschland vergleichbaren Sieben-Tage-Inzidenz von etwa zehn ist kein Risikogebiet mehr. Wer von Österreich nach Deutschland reist, braucht keine Auflagen mehr zu beachten - ausgenommen Flugreisende, die einen negativen Test benötigen.

Griechenland: Seit Sonntag, 20. Juni, gilt Griechenland für Deutschland nicht mehr als Risikogebiet. Allerdings muss bei der Rückreise nach Deutschland dennoch ein negativer Corona-Test, ein Impf- oder ein Genesenen-Nachweis vorgelegt werden. Umgekehrt haben die Griechen die Einreisebestimmungen gelockert: Wer aus Deutschland kommt, muss keinen PCR-Test mehr machen, stattdessen reicht ein Schnelltest oder ein Impfnachweis.

Die Fallzahlen in Griechenland sinken seit Wochen. Mittlerweile wurden die meisten Corona-Maßnahmen aufgehoben. Es wird damit gerechnet, dass zum Donnerstag, 1. Juli, auch die generelle Maskenpflicht fällt. Bisher gilt aber weiter ein nächtliches Ausgangsverbot von 1.30 Uhr bis 5 Uhr. Tavernen haben ihre Außenbereiche geöffnet. Griechenland-Besucher müssen vor der Einreise online ihre Daten angeben und erhalten einen QR-Code zur Nachverfolgung.

Frankreich: Geschäfte, Kinos, Schwimmbäder - in Frankreich sind zahlreiche Einrichtungen mit Hygienebestimmungen offen. Seit Sonntag, 20. Juni, gibt es nachts keine Ausgangssperre mehr, im Freien gilt keine allgemeine Maskenpflicht mehr. In der kommenden Woche soll es auch wieder Konzerte mit Sitzplätzen geben. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Menschen innerhalb einer Woche betrug zuletzt etwa 24. Gut 48 Prozent der französischen Bevölkerung sind mindestens einmal geimpft.

Für Reisende aus Deutschland und anderen Ländern reicht zur Einreise ein aktueller Schnelltest. Auch mit einem Impfnachweis können Menschen einreisen. Wer aus Frankreich auf dem Landweg zurück nach Deutschland reist, muss keine Einreisebeschränkungen beachten. Bei Flugreisen muss ein negativer Corona-Test, ein Impf- oder Genesungsnachweis vorgezeigt werden.

Reisen im Corona-Sommer 2021: Diese Regeln sind beim Urlaub in Europa zu beachten

Kroatien: Das beliebte Urlaubsland steht für die neue Saison bereit. Menschen, die aus einem Gebiet anreisen, das auf der wöchentlich aktualisierten Grünen Liste der EU-Behörde ECDC steht, können frei und ohne Auflagen ins Land kommen. Dies gilt derzeit für 14 deutsche Bundesländer, ausgenommen sind lediglich Baden-Württemberg und das Saarland. Wer nicht aus einem „grünen“ Gebiet kommt, kann einreisen, wenn er geimpft, genesen oder aktuell getestet ist. Die Hotels empfangen Gäste ohne weitere Einschränkungen. Gaststätten dürfen Gäste in ihren Innenbereichen empfangen, ausgenommen sind Cafés ohne Speisenangebot, die nur draußen bedienen dürfen.

Polen: Im Nachbarland sind Einkaufszentren, Hotels, Museen und Kunstgalerien unter Auflagen geöffnet. Restaurants dürfen in Außenbereichen Gäste bedienen, in Innenräumen gilt dies mit eingeschränkter Kapazität. Auch Fitnessstudios und Hallenbäder sind wieder in Betrieb. Bei Feiern sind maximal 150 Gäste erlaubt. In Innenräumen sowie in Bussen und Bahnen gilt Maskenpflicht. Gut 30 Prozent der Bevölkerung haben den kompletten Impfschutz.

Bei der Einreise aus Deutschland und anderen EU-Ländern gilt eine Quarantänezeit von zehn Tagen. Dies gilt nicht für Reisende, die einen negativen Corona-Test vorlegen. Auch vollständig Geimpfte und Genesene sind von der Quarantäne befreit. Für Deutschland ist Polen kein Risikogebiet mehr. Bei der Einreise per Flugzeug besteht aber weiter die Pflicht zur Vorlage eines negativen Tests.

Keine Reisewarnung mehr für mehr als 80 Corona-Risikoländer

Nach mehr als einem Jahr Corona-Pandemie rät die Bundesregierung ab Donnerstag, 1. Juli, nicht mehr grundsätzlich von touristischen Reisen ins Ausland ab. Auch die Reisewarnung für die mehr als 80 ganz oder teilweise als Corona-Risikogebiete eingestuften Staaten wird aufgehoben.

Die Reisewarnung gilt erst ab einer Inzidenz von 200 (Hochinzidenzgebiete) und für Gebiete, in denen sich gefährliche Virusvarianten stark verbreitet haben (Virusvariantengebiete). Das sind weltweit nur 40 von insgesamt rund 200 Ländern. In Europa gibt es gar keine Hochinzidenzgebiete mehr. Nur Großbritannien und Portugal sind derzeit noch als Virusvariantengebiet eingestuft.

Für 30 Länder - alle EU-Länder außer Deutschland sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz - gilt folgende Regelung: Soweit sie nicht mehr als Risikogebiet eingestuft sind, wird in den Reisehinweisen des Auswärtigen Amts nur noch „um besondere Vorsicht gebeten“. Das betrifft 26 Länder.

Ausgenommen sind einzelne Regionen in Spanien, Irland, Kroatien und Schweden, die weiterhin als Risikogebiete eingestuft sind. Für sie rät das Auswärtige Amt weiter von Reisen ab. Darunter sind beispielsweise das südspanische Andalusien und die kroatische Küstenregion Zadar.

Zwischen diesen beiden Kategorien gibt es weit mehr als 100 weitere Länder außerhalb der EU, die entweder Risikogebiete sind oder als „risikofrei“ gelten. Für die meisten dieser Länder rät das Auswärtige Amt von Reisen ab. Eine Ausnahme gibt es nur, wenn einer dieser Drittstaaten Land nicht als Risikogebiet eingestuft ist und dort keine Einreisebeschränkungen oder Quarantänepflichten für Deutsche gelten. Dann gilt nur der Rat zur besonderen Vorsicht.

Niederlande: Das öffentliche Leben normalisiert sich. Fast alle Corona-Einschränkungen werden am Samstag, 26. Juni, aufgehoben. Das Motto ist: Alles geht, sofern 1,5 Meter Abstand eingehalten werden können. Die Maskenpflicht gilt nur noch dort, wo kein Abstand gehalten werden kann, also vor allem in Bus und Bahn. Für Großveranstaltungen wie Festivals, Sportwettkämpfe, Diskotheken und Nachtclubs gilt: Mit negativem Test ist der Besuch möglich. Geschäfte, Museen, Theater, Zoos und Kinos sind schon länger geöffnet. Restaurants können unter Auflagen Gäste auch im Innenbereich bedienen. Während der Fußball-EM dürfen Kneipen auch wieder Spiele auf Videoschirmen zeigen. Deutsche können das Land ohne negativen PCR-Test und Quarantänepflicht besuchen. Allerdings werden sie ermahnt, dass die Abstandsregel auch für Campingplätze und Ferienhäuser gilt. Für Heimkehrer gibt es in Deutschland keine Quarantänepflicht.

Portugal: Wegen der starken Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus schränkt die Bundesregierung die Einreise aus Portugal massiv ein. Das Robert Koch-Institut teilte am Freitag, 25. Juni. mit, dass das Land am Dienstag als Virusvariantengebiete eingestuft wird, was ein weitreichendes Beförderungsverbot und strikte Quarantäneregeln für Einreisende zur Folge hat.

Die Einstufung als Virusvariantengebiet zieht ein weitgehendes Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, Bus- und Bahnunternehmen nach sich. Sie dürfen nur noch deutsche Staatsbürger und Ausländer mit Wohnsitz in Deutschland über die Grenze bringen. Für diejenigen, die einreisen dürfen, gilt eine strikte 14-tägige Quarantänepflicht, die nicht durch einen Test verkürzt werden kann und auch für vollständig Geimpfte und Genesene gilt. (Lesen Sie hier: Corona-Variante Delta: Was bedeutet sie für Kinder, Ungeimpfte und den Urlaub?)

Video: Corona - Forderungen nach Quarantäne für alle Reise-Rückkehrer werden lauter

Bulgarien: Cafés und Restaurants, Einkaufs- und Fitnesszentren, Diskotheken und Casinos sind unter Auflagen geöffnet. Auch Theater, Kinos und Museen können besucht werden. Seit dem 30. Mai gilt Bulgarien aus deutscher Sicht nicht mehr als Risikogebiet. Der Anteil der vollständige Geimpften an der Bevölkerung ist mit elf Prozent im EU-Vergleich sehr gering.

Bulgariens Badeorte am Schwarzen Meer sind für den internationalen Tourismus geöffnet. Geimpfte, Getestete und Genesene aus EU-Staaten dürfen ohne Quarantänepflicht einreisen. Kinder aus EU-Staaten bis fünf Jahre brauchen keinen Corona-Test. Deutsche Touristen müssen bei der Rückkehr aus Bulgarien nicht in Quarantäne. In den Badeorten am Schwarzen Meer gibt es noch recht wenig Urlauber aus dem Ausland. Viele große Hotels sind fast leer.

Malta: Das kleine EU-Land sieht sich auf der Erfolgsspur und hat rund 300.000 seiner gut 500.000 Bürgerinnen und Bürger vollständig geimpft. Während Bars, Restaurants und Kinos geöffnet sind, müssen die Menschen im Freien fast durchweg eine Maske tragen, außer an den Stränden. Treffen von mehr als sechs Menschen sind weiter verboten. Wer nach Malta reist, braucht einen negativen PCR-Test. Alternativ muss vor Ort ein Test gemacht werden, andernfalls ist eine Quarantäne vorgesehen. Ab 1. Juli wollen die Behörden von EU-Bürgern ein Corona-Impfzertifikat sehen. Für die Rückreise nach Deutschland ist ein Corona-Test oder eine Impfbescheinigung nötig - plus digitale Reiseanmeldung beim entsprechenden deutschen Portal.

Zypern: Zypern steht seit knapp zwei Wochen nicht mehr auf der Liste der Risikoländer des Auswärtigen Amtes. Das heißt, dass bei der Rückreise von der Ferieninsel nur noch ein negativer Test oder eine vollständige Impfung vorgewiesen werden müssen. Tavernen, Bars und Cafés in Zypern haben unter Auflagen ihre Außenbereiche geöffnet, die nächtliche Ausgangssperre wurde aufgehoben. Um sich frei bewegen zu können, benötigen Touristen den „Cyprus Flight Pass“. Er muss vor der Einreise online beantragt und sollte während des Urlaubs stets mitgeführt werden. Zur Einreise benötigen die Gäste außerdem einen negativen PCR-Test. Alternativ müssen sie eine erste Impfung nachweisen, die mindestens drei Wochen zurückliegt. *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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