Der Unfallwagen wurde etwa 150 Meter von der Autobahn entfernt gefunden.
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Der Unfallwagen wurde etwa 150 Meter von der Autobahn entfernt gefunden.

Vollsperrung bei Flieden

Autofahrer stirbt auf A66: Unfallopfer war Corona-infiziert – Warnung an alle Einsatzkräfte

  • Sebastian Reichert
    vonSebastian Reichert
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Zu einem tödlichen Verkehrsunfall ist es am Mittwochnachmittag auf der Autobahn A66 zwischen Schlüchtern und Fulda bei Flieden gekommen. Weil das 32 Jahre alte Unfallopfer nach Informationen vom Unfallort mit Corona infiziert war, erhielten alle Einsatzkräfte eine entsprechende Warnung.

Flieden - Nach ersten Erkenntnissen war der Autofahrer auf der A66 in Fahrtrichtung Fulda bei einem Überholmanöver von der Fahrbahn ab. Er überschlug sich mit dem schwarzen BMW mit polnischer Zulassung mehrfach. Der Unfall ereignete sich nach Angaben des Polizeipräsidiums Osthessen gegen 14.15 Uhr auf der A66 zwischen Schlüchtern-Nord und Eichenzell kurz vor der Ausfahrt Flieden.

Vollsperrung: Schwerer Unfall auf Autobahn A66 zwischen Fulda und Schlüchtern

Der 32-Jährige habe beim Überholen auf der regennassen Fahrbahn zwischen Schlüchtern und Eichenzell die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, sagte ein Polizeisprecher in Fulda. Das Auto kam von der Straße ab, fuhr in eine Böschung und überschlug sich mehrfach. Dabei wurde der nicht angeschnallte Fahrer aus dem Wagen geschleudert, der Mann starb noch an der Unfallstelle

„Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen“, heißt es Polizeibericht. Den weiteren Angaben zufolge handelt es sich bei dem Unfallopfer um einen 32 Jahre in Fulda wohnenden Mann. Wie die Polizei in Fulda ferner auf Nachfrage mitteilte, kam er bei einem Alleinunfall ums Leben. Weitere Fahrzeuge, auch die zwei Autos, die der BMW überholt hatte, waren nicht in den Unfall involviert.

Polizeibericht: Die tödlich verletzte Person war wohl an Covid-19 erkrankt

Zur Corona-Infektion machte ein Sprecher der Polizei in Fulda auf Nachfrage unserer Zeitung zunächst keine Angaben. Später hieß es dann im Polizeibericht dazu: „Alle Rettungskräfte (haben) sehr verantwortlich gehandelt und alle notwendigen Schutzmaßnahmen getroffen. Alle Einsatzkräften trugen Mund-/Nasenbedeckungen. Die Wahrscheinlichkeit einer Virus-Übertragung von einer verstorbenen Person ist als gering einzustufen.“

Der Unfallwagen überschlug sich mehrfach.

Nach Informationen unserer Zeitung erhielten alle Rettungskräfte einen entsprechenden Corona-Warnhinweis. Bedeutet das nun, dass sie in Quarantäne müssen? Dazu äußerte sich die Polizei nicht und verwies auf die Zuständigkeit anderer Behörden. Das Gesundheitsamt im Landkreis Fulda wird sich nun im Nachgang gegebenenfalls mit dem tödlichen Unfall und den dabei eingesetzten Rettungskräften kümmern müssen.

Wegen des tödlichen Unfalls kam es zu einer mehrstündigen Vollsperrung der Autobahn zwischen Schlüchtern-Nord und Flieden durch die Polizei. Für die Verkehrsteilnehmer bestand Gefahr durch die verschmutzte Fahrbahn. Die Polizei empfahl, in Richtung Fulda über die Ortschaften Röhrigs, Kautz und Flieden zu fahren.

Bei dem Unfall entstand ein Gesamtschaden von circa 1500 Euro. Bei einem schweren Unfall dann am ersten Weihnachtsfeiertag auf der Autobahn A7 bei Fulda wurden zwei Personen schwer verletzt. Der Rettungshubschrauber flog zur Unfallstelle. Ein Hund starb bei dem Auffahrunfall.

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