Nicht alle Badeseen in der Region werden in diesem Sommer öffnen.
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Nicht alle Badeseen in der Region werden in diesem Sommer öffnen. Hier zu sehen ist der Kinzigsee. (Archivfoto)

Abkühlung in der Hitze

Freibad-Alternative: An diesen Badeseen in Osthessen hat man trotz Coronavirus Spaß

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  • Sebastian Reichert
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  • Ann-Katrin Hahner
    Ann-Katrin Hahner
  • Lea Marie Kläsener
    Lea Marie Kläsener

Im Guckaisee darf dieses Jahr nicht mehr geschwommen werden. Aber: Es gibt trotz der Coronavirus-Pandemie einige Badeseen in der Region, die sich für Schwimmer und Freizeitsportler als Alternative zum Freibad anbieten - teilweise mit Einschränkungen. Eine Übersicht über die Badeseen der Region Osthessen finden Sie hier:

  • Freitag und Samstag soll es richtig heiß werden. Eine Hitzewelle schwappt über die Region.
  • Badeseen liegen bei dem Wetter als Ausflugsziel und als Alternative zum Freibad im Trend.
  • Wir haben die Übersicht über die Badeseen in der Region - welche während der Coronavirus-Pandemie geöffnet sind und welche nicht.
Der Guckaisee bleibt in diesem Jahr geschlossen.

Badeseen in Zeiten des Coronavirus: Guckaisee bleibt 2020 für Badegäste tabu

Der Landkreis Fulda hat das Baden im Guckaisee für 2020 verboten. „Die Einhaltung der erforderlichen Abstands- und Hygienemaßnahmen ist nicht kontinuierlich wirksam sicherzustellen und auch personell nicht leistbar“, erklärt Landrat Bernd Woide, der die Notwendigkeit des Verbotes bedauert: „Ich weiß, wie beliebt der Guckaisee ist. Aber ich bitte um Verständnis, dass wir aktuell in erster Linie einen effektiven Infektionsschutz im Blick haben müssen.“

Für eine gänzlich andere Freibad-Alternative haben sie drei Seifertser entschieden: Sie haben aus einem Öltank einen mobilen Pool gebaut.

Im Nieder-Mooser-See darf geschwommen werden.

Freiensteinau: Nieder-Mooser-See mit Tageszähler

Am Nieder-Mooser-See bei Freiensteinau im Vogelsbergkreis läuft der Badebetrieb seit dem 27. Juni. Die Anzahl der Gäste ist auf 500 begrenzt. Ein Zähler auf der Seite des Nieder-Mooser-Sees bietet einen Überblick über die aktuelle Auslastung. Tagesbesucher werden vor der Anreise gebeten, über den Zähler die aktuelle Anzahl an Gästen zu überprüfen. Jeder, der den Nieder-Mooser-See besuchen möchte, muss einen Mund-Nasen-Schutz mitbringen und sich an die allgemeinen wegen des Coronavirus geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen halten. Beim Einlass muss jeder Gast zudem ein Einlassband für einen Pfand von 2 Euro erstehen. Auf eine lange Warteliste muss sich einstellen, wer am Nieder-Mooser-See campen will.

Auch am Pfordter See ist Baden erlaubt.

Schlitz: Maximal 600 Gäste am Pfordter See erlaubt

In der Burgenstadt Schlitz ist das Baden am Pfordter See seit dem 4. Juli möglich - eine gute Alternative, da das Schlitzer Freibad geschlossen bleibt. Das Hygienekonzept, welches mit dem Gesundheitsamt des Vogelsbergkreises abgestimmt wurde, sieht vor, dass sich maximal 600 Personen gleichzeitig am See aufhalten dürfen. Die Einhaltung der Abstandsregeln wird durch einen Wachdienst überprüft. Je nach Witterungslage ist das Schwimmen von 11 bis 19 Uhr erlaubt (die gehisste Flagge weist darauf hin, ob das Baden zulässig ist). Die Stadt hat zudem dafür gesorgt, dass Toilettenhäuschen aufgestellt wurden.

Schotten: Niddastausee öffnet regulär zum Start der Badesaison

Die Badesaison ist am Niddastausee planmäßig im Juni gestartet. Laut der Tourist-Information Schotten ist Baden unter Einhaltung der Abstandsregeln erlaubt. Eine Beschränkung der Anzahl an Badegästen gibt es trotz Coronavirus nicht, und könne aufgrund der Weitläufigkeit des Gebietes auch nicht umgesetzt werden, heißt es seitens der Information.

Baden ist im Kinzigsee verboten.

Langenselbold: Baden ist im Kinzigsee verboten - Surfen und Segeln nicht

Die Stadtverordnetenversammlung von Langenselbold hat entschieden, dass der Kinzigsee in diesem Jahr für Badegäste geschlossen bleibt.

Kirchheim: Im Seepark Kirchheim ist das Baden gestattet

Im Seepark Kirchheim ist laut der Gemeinde das Baden gestattet, allerdings gestaltet es sich auf den Liegewiesen schwierig, ein vollständiges Hygienekonzept umzusetzen. Daher ist das Verweilen am See nur unter Einhaltung der Abstandsregeln erlaubt.

Gedern (Wetteraukreis): Baden seit Ende Juni erlaubt

„Bis zu den Sommerferien wollen wir unter Beachtung der gegebenen Auflagen in enger Abstimmung mit dem Ordnungsamt das Baden offiziell wieder voll umfänglich ermöglichen", das hatte Manuel Knaus, Betriebsleiter des Campingparks Gederner See, Mitte Juni angekündigt. Jetzt steht laut Internetseite fest: Der Badebetrieb läuft seit Ende Juni offiziell, ist aber vom Wetter abhängig. Eintritt wird erhoben.

Bebra: Schon jetzt wird im Breitenbacher Baggersee geschwommen

Der Breitenbacher Baggersee in Bebra ist frei zugänglich. Baden ist erlaubt, heißt es vonseiten der Stadtentwicklung Bebra GmbH. Die Corona-Richtlinien, wie etwa Abstandsregeln, gelten aber selbstverständlich auch auf der Liegewiese und am Kiosk „Dat Ding am See“. Der Stand-Up-Paddling-, Kayak- und Windsurf-Verleih hat weiterhin geöffnet. Am Wochenende (1. und 2. August) wird aufgrund der heißen Wetters die Ordnungsbehörde verstärkt kontrollieren, ob Abstandsregeln eingehalten werden.

Breitenbach am Herzberg: Im Silbersee auf eigene Gefahr geschwommen werden

Zwar ist der Silbersee offiziell kein Badesee, allerdings ist auf eigene Gefahr das Baden möglich. Eine Beaufsichtigung gibt es nicht. Neben dem Baden ist Paddeln und Angeln möglich.

Schönau an der Brend (Landkreis Rhön-Grabfeld): Betrieb am Burgwallbacher See gestartet

Im Burgwallbacher See konnte am Montag, 22. Juni, der Badebetrieb starten. In Abstimmung mit dem Landratsamt ist eine Konzept erarbeitet worden. Nicht mehr als 500 Personen dürfen wegen der Coronavirus-Pandemie gleichzeitig auf das Gelände und die entsprechenden Abstände müssen eingehalten werden. Badegäste dürfen das Gelände am Eintrittsbereich (Erwachsene: 2 Euro, Kinder: 1 Euro) nur betreten, wenn sie einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Rodgau: Baden mit Online-Ticket ist möglich

Baden im Badesee Rodgau ist seit Mitte Juni wieder möglich. Maximal 5500 Badegäste dürfen gleichzeitig anwesend sind. Außerdem ist auch der Nacktbadebereich für 1000 Gäste geöffnet. Tickets sollen online gebucht werden. Für die Personen, die über keinen Internetanschluss verfügen, steht eine Telefon-Hotline im Notfall zur Verfügung: 06106 / 693-4650. Der Eintritt kostet drei Euro. Im Eingangs-, Gastronomie- sowie im Sanitärbereich ist grundsätzlich eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.  

Da einige Badeseen noch gesperrt sind, suchen Menschen teilweise Abkühlung in Teichen oder Flüssen. Die DLRG und das Gesundheitsamt weisen auf Gefahren in solchen Gewässern hin.

Lesen Sie hier: In den Freibädern in Wüstensachsen und Landenhausen bleiben die Besucher aus. Informationen dazu, welche Freibäder aktuell geöffnet haben, finden Sie hier. Unser Redakteur Laurenz Hiob hat Stand-Up-Paddling für Sie ausprobiert.

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