Ärzte gesucht

Landkreis Fulda will Waideshalle als Corona-Impfzentrum nutzen - Mehr als 1000 Impfungen am Tag geplant

In Hessen sind etwa 30 Impfzentren geplant. Im Kreis Fulda soll ein solches Zentrum in der Waideshalle des Kongress- und Tagungshotels Esperanto eingerichtet werden. Dafür werden Ärzte gesucht.

Fulda - Das Land Hessen hat die Landkreise und kreisfreien Städte aufgefordert, bis zum 11. Dezember sogenannte Impfzentren einzurichten. Der Landkreis Fulda hat bei einer Pressekonferenz am Dienstag erklärt, dass die Waideshalle des Esperantos sich aufgrund der zentralen Lage, der guten Erreichbarkeit durch Bus und Bahn und der vielen Parkplätze als solches Zentrum eigne.

„Es ist die größte Impfaktion in der Geschichte des Landes“, teilten Landrat Bernd Woide und Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt (beide CDU) bei der Pressekonferenz mit. Die Bundesregierung erwarte, dass ab Mitte Dezember bereits ein erster Corona-Impfstoff zur Verfügung stehe. Die Gesundheitsministerkonferenz gehe davon aus, dass sich etwa 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung für die kostenlose Impfung, für die es keine Pflicht gibt, entscheiden.

Die Waideshalle des Hotels Esperanto in Fulda wird zum Impfzentrum.

Landkreis Fulda sucht Ärzte für Corona-Impfungen in der Waideshalle

Laut dem Landkreis soll die Impfkapazität fünf Impfungen pro 1000 Einwohner am Tag betragen. „Für den Landkreis Fulda wären dies rund 1100 Impfungen am Tag“, lautete die Rechnung bei der Pressekonferenz. Um diese Kapazität zu gewährleisten, sei im Corona-Impfzentrum ein Schichtbetrieb von 7 bis 22 Uhr vorgesehen. Voraussichtlich werde das Impfzentrum etwa acht bis neun Monate betrieben.

Der Landkreis Fulda strebt bei der Personalbesetzung des Corona-Impfzentrums in der Waideshalle eine enge Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen und den niedergelassenen Ärzten an. Der Kreis sucht deshalb nach Ärztinnen und Ärzten sowie medizinischen Fachangestellten, die sich unter der Mail-Adresse personal.impfzentrum@landkreis-fulda.de melden können. Möglich sei sowohl eine haupt- als auch eine nebenberufliche Tätigkeit.

Corona in Hessen: Impfaktion wird wohl acht bis neun Monte dauern

Im Vogelsberg soll nach den Worten von Landrat Manfred Görig (SPD) in der Hessenhalle in Alsfeld ein Impfzentrum entstehen. Der Main-Kinzig-Kreis bereitet die Einrichtung zweier fester Impfzentren vor: Geplant sind Standorte in Hanau und Gelnhausen. Zudem soll es ein mobiles Team speziell für Einrichtungen, beispielsweise für Senioren- und Pflegeheime aufgebaut werden.

Die großangelegte Impfaktion gegen das Coronavirus in Hessen wird nach Schätzungen der Landesregierung etwa acht bis neun Monate dauern. „Wir gehen davon aus, dass zwischen 60 und 70 Prozent der Bevölkerung geimpft werden wollen“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Montag in Wiesbaden. Diese Anzahl sei auch notwendig, um eine sogenannte Herdenimmunität zu erreichen. Die Impfungen gegen das Coronavirus sind kostenlos und freiwillig. Sowohl Bouffier als auch Sozialminister Kai Klose (Grüne) appellierten an die hessischen Bürgerinnen und Bürger, sich an der Aktion zu beteiligen. (zen, lio)

Rubriklistenbild: © Volker Nies

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