In der Friedrichstraße stehen gestapelte Tische und Stühle. Im Vordergrund ein Blumenbeet.
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Außengastronomie in der Friedrichstraße in Fulda

Hilfe für Gastronomen in Fulda

SPD und Grüne fordern: Mehr Außengastronomie in der Friedrichstraße

  • Eike Zenner
    vonEike Zenner
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Die großen Oppositionsfraktionen SPD und Grüne reagieren mit Zurückhaltung auf die Vorschläge der CDU zur Unterstützung der Gastronomie in Fulda im Zuge der Coronavirus-Pandemie. In den Fokus rückt die Friedrichstraße.

  • Hilfe in Zeiten von Corona: Die CDU in Fulda will eine Außenbewirtung bis 24 Uhr erlauben
  • SPD und Grüne kritisieren die Pläne als nicht ausreichend
  • Die Friedrichstraße rückt erneut in den Fokus

Fulda - Die Unionsfraktion dringt nach einem Treffen mit Vertretern des Dehoga auf eine Unterstützung der Gastronomie in der Corona-Krise. Der Vorschlag der CDU: Außengastronomie wird bis 24 Uhr erlaubt. So könnten die Bars und Restaurants ihre Gäste länger bewirten.

Am Mittwoch haben sich sowohl die SPD als auch die Grünen zu Wort gemeldet. Die Reaktion: zurückhaltend. „Die Fuldaer CDU macht sich für die Hilfe für die Gastronomie in Fulda stark. Das begrüßen die Grünen ausdrücklich. Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden aber nur sehr eingeschränkt helfen. Die Öffnung der Außengastronomie bis 24 Uhr ist zum Beispiel in Fulda bereits seit der Einführung des Musicalsommers gängige Praxis und keine Neuheit“, heißt es etwa in der Pressemeldung der Grünen.

Hilfe für Gastronomen in der Corona-Krise: SPD und Grüne wollen mehr Außenbestuhlung in Fulda

Der Vorschlag der Grünen: Mehr Tische und Stühle. „Als Sofortmaßnahme zur Unterstützung der Gastronomen, sollten die bewirtschafteten Außen-Flächen in der Innenstadt schnell und unbürokratisch vergrößert werden und die Stadt Fulda auf die Gebühren für die öffentlichen Straßenflächen vorläufig verzichten“, fordert die Fraktion.

Wo könnten die zusätzlichen Tische und Stühle stehen? Die Grünen sagen: In der Friedrichstraße. „Dazu müsste die Friedrichstraße für den Autoverkehr gesperrt werden. Der freiwerdende Straßenraum bietet den Platz für die Aufstellung der bisher genutzten Tische nach den neuen Abstandsregeln und wäre eine echte Steigerung der Attraktivität der Innenstadt für die Touristen. Zudem wird die Fläche dringend für die Versorgung der Tagesbesucher und Touristen gebraucht.“ Damit fachen die Grünen die Debatte um die Friedrichstraße erneut an.

Für die nächste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung kündigen die Grünen entsprechende Anträge an. Mit der Zustimmung zu unserem Antrag kann die Fuldaer CDU zeigen, ob sie der Fuldaer Gastronomie wirklich helfen will“, so die Grünen. Die Union hatte sich bisher stets gegen eine weitergehende Sperrung der Friedrichstraße für den Autoverkehr ausgesprochen.

SPD-Fraktion nimmt Friedrichstraße in Fulda in den Blick

Bei der SPD laufen die Grünen dagegen offene Türen ein. Auch die größte Fuldaer Oppositionsfraktion fordert Hilfen für die Gastronomie. Und auch die Sozialdemokraten nehmen die Friedrichstraße in den Blick. . „Wenn wir Gastronomen wirklich helfen wollen, müssen wir mehr Außenbewirtschaftung ermöglichen“, meint SPD-Fraktionsvorsitzender Jonathan Wulff. Vor diesem Hintergrund sei das „dogmatische Festhalten der CDU am Status quo“ in der Friedrichstraße nicht nachvollziehbar. Aus Sicht der SPD-Fraktion sollten die Parkplätze in der Friedrichstraße für Außenbestuhlung genutzt werden.

Die Parkplätze sollen weiteren Tischen und Stühlen weichen.

Denkbar sei auch die Einrichtung einer „temporären Spielstraße“ nach Berliner Vorbild. „Man könnte so die Friedrichstraße abends für den Kfz-Verkehr schließen und für die Außenbewirtschaftung nutzen“, schlagen die Sozialdemokraten vor. Der Vorschlag der CDU, die Öffnungszeiten für die Außenbewirtschaftung bis 24 Uhr zu verlängern, werde der Gastronomie hingegen nur „wenig helfen“. 

Die CWE, Koalitionspartner der CDU, spricht sich in einer Mitteilung gegen eine Schließung der Friedrichstraße aus.

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