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In der Kita in Ehrenberg-Wüstensachsen ist ein Kind positiv auf Corona getestet worden.

Fünfjähriges Kind positiv auf Covid-19 getestet

Coronavirus-Fall im Kindergarten in Ehrenberg - Ergebnisse bei Erzieherinnen und Kindern negativ

  • Jessica Vey
    vonJessica Vey
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Ein Corona-Fall ist in der Kindertagesstätte in Ehrenberg in der Rhön bekannt geworden. Zwei Erzieherinnen und 15 Kinder wurden am Montag getestet und müssen 14 Tage lang in Quarantäne. Bürgermeister Peter Kirchner spürt bei vielen Eltern Verunsicherungen.

  • Ein Kind in der Kita Ehrenberg ist positiv auf das Coronavirus getestet worden.
  • Zwei Erzieherinnen und 15 Kinder wurden alle negativ getestet und müssen aber dennoch in Quarantäne.
  • Es ist der zweite Corona-Fall in einer Kita im Landkreis Fulda nach dem Fall in Langenbieber.

Update, 14. Juli, 16.15 Uhr:

Nachdem ein fünfjähriges Kind positiv auf das Coronavirus getestet worden war, wurden auch die Kontaktpersonen in der Kita Wüstensachsen – 15 Kinder und zwei Erzieherinnen – auf das Virus getestet. Am Dienstag teilt der Landkreis Fulda mit, dass die Testergebnisse vorliegen: alle sind negativ.

Die Personen müssen trotzdem zwei Wochen lang in Quarantäne wegen der Inkubationszeit des Virus.

Der Landkreis gibt außerdem Entwarnung im Falle der Flüchtlingsunterkunft in Hünfeld.

Lesen Sie hier: Experten erklären, ob sich ein Wirt den Personalausweis wegen der Corona-Kontaktzettel zeigen lassen darf

Erstmeldung, 13. Juli

Erst seit einer Woche läuft der Regelbetrieb in den Kindertagesstätten in Hessen. Zuvor war nur eingeschränkter Regelbetrieb möglich. Jetzt muss die Kita in Ehrenberg, genauer gesagt im Kernort Wüstensachsen, wieder schließen - aber: nur zum Teil.

Coronavirus-Infektion: Kita-Kind positiv

Bürgermeister Peter Kirchner (parteiunabhängig) sagt unserer Zeitung: „Das Gesundheitsamt Fulda hat uns am Samstag informiert, dass ein Kind aus der ‚Igel-Gruppe‘ positiv getestet wurde.“ Aber: Diese Gruppe wird nicht im Haupt- sondern in einem Nebengebäude betreut.

Kirchner betont, dass auf Grundlage des Hygienekonzepts und nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt nicht die komplette Kita geschlossen werden muss, sondern dass einzig die betroffene Gruppe sowie zwei Erzieherinnen in Quarantäne müssen.

15 Kinder und zwei Erzieherinnen in Quarantäne

15 Kinder und zwei Erzieherinnen sind betroffen und müssen 14 Tage in Quarantäne. Außerdem werden sie auf das Coronavirus getestet. „Die Tests laufen so weit ich weiß am Montag schon, Dienstag könnte es Ergebnisse geben“, erklärt Kirchner.

Er betont: „Es gab keine Vermischung der Gruppen. Darauf haben wir geachtet.“ Deshalb werden der Betrieb im Hauptgebäude, wo derzeit vier Gruppen betreut werden, aufrechterhalten. Und zwar zwei Wochen lang - dann sind Ferien.

Bürgermeister Peter Kirchner erzählt von Sorgen und Bedenken bei den Eltern, nachdem ein Corona-Fall in der Kita Ehrenberg bekannt geworden ist.

Sorgen und Bedenken bei den Eltern

Nach Bekanntwerden des Corona-Falls seien viele Fragen von Eltern gekommen. Am Montag hätten einige ihre Kinder vom Kindergarten zu Hause gelassen.

„Müssen die Familie schützen“

„Es gibt viele Sorgen und Bedenken. Viele wollen außerdem wissen, um welches Kind es sich handelt“, so Kirchner. Doch da hält er sich bedeckt, möchte weder Alter noch Geschlecht verraten, noch möchte er Hintergründe preisgeben, wie die Coronavirus-Infektion entdeckt worden ist. „Wir müssen die Familie da schützen“, begründet er. Er wartet nun gespannt auf das Ergebnis der Tests: „Wir hoffen, dass es bei einer Infektion bleiben wird.“

Der Landkreis Fulda erklärt unterdessen, dass es sich um ein fünfjähriges Kind handelt.

Es ist der zweite Fall in einer Kita im Landkreis Fulda, nachdem im Mai ein Fall in der Kita in Langenbieber bekannt geworden war. Dort hatte Bürgermeister Markus Röder (parteilos) uns in einem Video das Vorgehen erläutert.

41 Menschen aktuell an Coronavirus erkrankt

Laut Landkreis Fulda gibt es nun 407 Corona-Fälle. Davon gelten 353 Personen als genesen, aktuell sind 41 erkrankt. 13 Menschen, bei denen eine Infektion festgestellt worden war, sind verstorben.

Derzeit werden im Landkreis zwei infizierte Personen in Krankenhäusern behandelt. In Quarantäne befinden sich aktuell 114 Personen. Unterdessen hat der Landkreis die Kneipengänger in Fulda kritisiert, nachdem ein Corona-Fall im Schöppchen bekannt wurde.

Lesen Sie hier: Kontaktzettel-Dilemma nach Corona-Fällen in Fuldas Kneipenszene.

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