Erster Kreisbeigeordneter und Gesundheitsdezernent Frederik Schmitt (CDU) (von links), Landrat Bernd Woide (CDU), Sozialminister Kai Klose (Grüne) und Dag Wehner (CDU) haben über die Corona-Krise in Fulda gesprochen.
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Erster Kreisbeigeordneter und Gesundheitsdezernent Frederik Schmitt (CDU) (von links), Landrat Bernd Woide (CDU), Sozialminister Kai Klose (Grüne) und Dag Wehner (CDU) haben über die Corona-Krise in Fulda gesprochen.

Kai Klose im Gesundheitsamt

Corona-Kontaktzettel, Masken und falsche Angaben - Zwischenresümee der Corona-Krise in Fulda

  • Lea Marie Kläsener
    vonLea Marie Kläsener
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Kontaktzettel, die falsch ausgefüllt werden, Erkrankte, die falsche Angaben machen oder trotz Husten zur Arbeit gehen: Der Hessische Sozialminister Kai Klose (Grüne) hatte sich bei seinem Besuch im Fuldaer Gesundheitsamt einiges anzuhören.

  • Der Hessische Minister für Soziales und Integration, Kai Klose (Grüne) hat im Rahmen seiner Sommerreise Halt in Fulda gemacht und besucht Gesundheitsamt, Klinikum und Herz-Jesu-Krankenhaus.
  • Erster Kreisbeigeordneter und Gesundheitsdezernent Frederik Schmitt (CDU) berichtete von Problemen, die in der Coronavirus-Krise in Fulda zu beobachten waren.
  • Dazu zählten unter anderem falsch ausgefüllte Corona-Kontaktzettel in der Gastronomie und Menschen, die krank zur Arbeit gegangen sind.

Fulda - Wie der Kreis Fulda die Coronavirus-Krise erlebt hat, das wollte der Hessische Minister für Soziales und Integration Kai Klose (Grüne) im Rahmen seiner Sommerreise erfahren, bei der er das Gesundheitsamt in Fulda besucht hat.

„Ich möchte wissen, welche Erfahrungen sie gemacht haben und welchen Bedarf sie sehen“, sagte Klose zu Erstem Kreisbeigeordneten und Gesundheitsdezernent Frederik Schmitt, Landrat Bernd Woide und Fuldas Bürgermeister Dag Wehner (alle CDU).

Sozialminister Kai Klose (Grüne) besucht Gesundheitsamt: Frederik Schmitt berichtet von Coronavirus-Krise

„Bei der telefonischen Befragung von Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, haben wir die Erfahrung gemacht, dass einige nicht ganz ehrlich antworten“, berichtete der Gesundheitsdezernent. Das sei ein durchaus wesentliches Problem bei der Rückverfolgung und beim Ermitteln von Kontaktpersonen.

Schmitt kam auch darauf zu sprechen, dass Kontaktzettel in der Gastronomie nicht korrekt ausgefüllt werden: Etwa 30 Prozent seien nicht zu gebrauchen. „Ich habe den Eindruck, man muss das den Menschen immer wieder ins Gedächtnis rufen“, sagte er. „Viele haben Sehnsucht nach einer Normalität wie vor der Coronavirus-Krise“, erklärte Klose. „Aber wir müssen ermahnen, dass das Virus noch da ist.“

Corona-Kontaktzettel falsch ausgefüllt: Minister, Gesundheitsdezernent und Landrat ermahnen

Landrat Bernd Woide (CDU) schlug in die gleiche Kerbe: „Wir haben in Deutschland erreicht, dass Mediziner nicht über Leben und Tod entscheiden mussten“, sagte er im Hinblick auf die Coronavirus-Krise in den USA und Brasilien. „Die Maßnahmen waren sachgerecht.“ Die Bevölkerung müsse mitziehen und die Kontaktzettel richtig ausfüllen.

Sozialminister Kai Klose hat im Rahmen seiner Sommerreise auch das Klinikum Fulda besucht.

„Es geht nur, wenn wir zusammen anpacken“, unterstützte Klose. „Niemand will mehr einen Lockdown. Das hängst davon ab, dass alle sich mindestens vernünftig verhalten.“

Schmitt kritisierte weiterhin: „Es wurden Cluster ausgelöst durch Leute, die mit Symptomen arbeiten oder am Wochenende feiern gehen.“ Diese - im Nachhinein positiv auf das Coronavirus getesteten - Leute hätten trotz Husten und Geschmacksverlust nicht adäquat reagiert.

Auch im Herz-Jesu-Krankenhaus war Kai Klose zu Gast.

Frederik Schmitt: Die Masken wirken in der Coronavirus-Krise

Und auch der Konflikt zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen und dem Vogelsbergkreis kam zur Sprache. Der Ton der Pressemitteilungen ist laut Schmitt „suboptimal“ gewesen.

Im Klinikum ließ sich Kai Klose von der Corona-Krise in Fulda erzählen.

Lobend erwähnte der Gesundheitsdezernent den Einsatz von Masken. „Wir wissen von ganz praktischen Fällen: Sie wirkt.“ Mitarbeiter der Gastronomie, die mit dem Coronavirus infiziert waren, hätten keine Gäste oder Kollegen angesteckt, weil sie die Maske getragen haben.

Kai Klose besucht im Rahmen seiner Sommerreise am Mittwoch noch das Klinikum Fulda und das Herz-Jesu-Krankenhaus. Seinen Besuch in Fulda nutzte er dafür, dem Landkreis und der Stadt Fulda Förderbescheide zu übergeben.

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