Fotos: dpa

Coronavirus weiter auf dem Vormarsch: 13 Fragen und Antworten zur drohenden Epidemie

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

Fulda - Das Coronavirus ist in Hessen angekommen. Wie gut ist Osthessen gerüstet? Wie kann man sich am besten schützen? Was sollte man tun, wenn man Angst am Coronavirus erkrankt zu sein? 13 Fragen und Antworten zur drohenden Epidemie:

10. Sind die Krankenhäuser in der Region beziehungsweise deren Notaufnahmen für den Fall vorbereitet, dass Patienten zu ihnen kommen, die das Virus haben könnten?

Für den Fall, dass eine Person in die Notaufnahme kommt und tatsächlich mit dem Coronavirus infiziert sein könnte, sei man vorbereitet, sagte Dr. Petra Zahn, Direktorin der Zentralen Notaufnahme. Der Patient würde dann nicht an die normale Aufnahme gebracht werden, um administrativ aufgenommen zu werden, sondern in einem Isolierzimmer. Dadurch muss der Patient nicht durch die Notaufnahme laufen und kommt nicht mit anderen Patienten in Kontakt. Ähnliches gilt für das Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda und die Helios St. Elisabeth Klinik in Hünfeld.

11. Im Fall der Fälle – könnten am Coronavirus erkrankte Personen in Osthessen behandelt werden?

Ja. Das Klinikum Fulda kann solche Patienten behandeln, betont Menzel. Dort gibt es ein sogenanntes Schleusenzimmer: „Wenn der Verdacht auf Coronavirus besteht, würde der Patient in ein Isolierzimmer gebracht werden. Das Personal muss dann durch eine Schleuse und entsprechende Hygienemaßnahmen treffen. Der Betroffene kommt so nicht mit anderen Patienten in Berührung. Betroffene Patienten können aber grundsätzlich in jedem Krankenhaus isoliert werden. Dazu brauche es lediglich ein Einzelzimmer.

12. Braucht man zur Behandlung keine Betten mit speziellen Unterdruckschleusen, wie sie etwa für extrem gefährliche Infektionskrankheiten wie Ebola vorgesehen sind?

Nein, wohl nicht. Deutschlandweit gibt es nur 47 solcher Betten. Für das Coronavirus braucht man diese den offiziellen Empfehlungen zufolge nicht. Ein Sprecher der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) sagt: „Ein Isolierzimmer kann jedes Zimmer im Krankenhaus sein, in dem eine gegebenenfalls vorhandene, mit anderen Zimmern verbundene Lüftung abschaltbar ist und das über eine eigene Nasszelle verfügt.“

13. Fallen in der Region schon Veranstaltungen wegen des Coronavirus aus? Finden zum Beispiel die Messen in der Region statt?

Für die trend-messe, die am 12. März in der Fulda-Galerie startet, ist Organisator Peter Kinold gelassen. „Wir sehen keine Probleme. So schätzen es bundesweit auch die anderen Messeveranstalter ein“, sagt Kinold. Die trend-messe habe ja in früheren Jahren auch mit der Grippe zurecht kommen müssen und habe das geschafft. „Wir sehen derzeit weder eine Gefahr für den Ablauf der Messe noch für Besucher noch für Aussteller“, sagt Kinold. Die Hessische Landwirtschaftsmesse in Alsfeld findet an diesem Wochenende wie geplant statt. Das bestätigt Christian Schmidt, Geschäftsführer der Hessenhalle Alsfeld. sar, lea (mit dpa-Material)

  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren