Fotos: Michel Ickler

Dank Kunstschnee: Skisaison auf der Wasserkuppe läuft

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

Wasserkuppe - Die Wasserkuppe ziert noch ein grünlich geprägtes Landschaftsbild. Dennoch wurde am Montag dank Kunstschnee die Wintersportsaison eröffnet und lockt Skifreunde von Nah und Fern an. Das Zuckerfeld muss sich für die Öffentlichkeit noch gedulden.

Von unserem Redaktionsmitglied Michel Ickler

Auf dem Parkplatz finden sich Kennzeichnen aus Frankfurt, Leipzig, Neustadt und natürlich Fulda wieder, die alle aus demselben Grund in die Rhön gekommen sind: Skilaufen. „Es sind viele Urlauber hier, die sich nach Schnee sehnen. Man sieht es ja – überall laufen sie mit Ausrüstung in grüner Landschaft herum. Das Bild ist ein bisschen ungewohnt“, gesteht Florian Heitmann, stellvertretender Leiter der Ski- und Rodelarena Wasserkuppe.

Dass rechts und links neben der Piste kein Schnee vorhanden ist, stört die Wintersportfreunde herzlich wenig. „Das ist doch egal. Wichtig ist, dass wir ein bisschen fahren können und den grünen Teil denken wir uns einfach weiß“, flachst Birgit Wellhöfer, die aus Lohr am Main stammt und für das Skilaufen angereist ist.

Gegner des Schnees

In den vergangenen Wochen haben die Betreiber der Ski- und Rodelarena jede Chance genutzt, um künstlichen Schnee zu erzeugen. Dabei werden ab einer Temperatur von -3 Grad Wassertröpfchen in die Luft gepumpt, die anschließend zu kleinen Eiskügelchen gefrieren. So wurde genug Schnee produziert, um am Montag den Zauberteppich und einen Tag später den Märchenwiesenlift in Betrieb zu nehmen.

Wind, Wärme und Regen: Diese drei Kriterien sind die Gegner des Schnees und lassen diesen schnell tauen. Aus diesem Grund ist der Betreiber beim Beschneien in den vergangenen Tagen ein gewisses Risiko eingegangen. „Natürlich hätte wieder alles wegtauen können. Teile sind es auch. Aber der Kunstschnee ist ein bisschen stabiler als der Naturschnee, weshalb wir das Risiko in Kauf nehmen können“, erklärt Heitmann.

Das könnte Sie auch interessieren