Mehrere Menschen auf der Demo am Uniplatz
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Die Demo stand unter dem Motto „,Für Frieden und Freiheit“ während der Corona-Krise.

Auf dem Uniplatz

Demonstration „Für Frieden und Freiheit“ während der Corona-Krise: Abbruch nach 30 Minuten

Hunderte Menschen hatten sich am Samstag um 14 Uhr auf dem Uniplatz zu einer Demonstration ,,Für Frieden und Freiheit“ während der Corona-Krise getroffen. Nach einer halben Stunde brachen die Veranstalter die Demonstration ab.

Fulda - ,,Es ist wie in der Schule: Einer baut Scheiße und alle müssen Strafarbeit schreiben" kommentierte Katharina Schmitt aus Eichenzell, eine der Initiatoren, den Abbruch. Der Grund laut Schmitt: Einige der Teilnehmenden wollten ihre Namen und Adressen nicht in eine Liste eintragen - dies sei zur Nachverfolgung etwaiger Infektionen jedoch eine der Auflagen der Veranstaltung.

Die Veranstaltung wurde nach etwa 30 Minuten abgebrochen.
Die Demo stand unter dem Motto „,Für Frieden und Freiheit“ während der Corona-Krise

Tatsächlich hatten sich Hunderte Menschen - teils Demonstranten, teils Passanten - auf dem Uniplatz gesammelt, längst nicht immer mit dem geforderten Abstand zueinander.

Auf dem Uniplatz ist demonstriert worden.

So nah sich die Menschen kamen, so aufgeheizt war die Stimmung: Auf der einen Seite die Demonstrierenden, die von ,,Impfzwang", Bevormundung und Zuständen wie im Dritten Reich während der Corona-Krise sprachen. ,,Die Regierung prescht vor, ändert Gesetze, und niemand weiß, ob diese Änderungen dann wieder zurückgenommen werden", kritisierte Mitinitiator Alexander Braun.

Auf der anderen Seite die Gegendemonstranten, die im Sprechchor ,,mehr Vertrauen in die Wissenschaft" forderten. ,,Ich habe ein Problem damit, wenn hier von Diktatur geredet wird" stellte Andreas Goerke vom Bündnis ,,Fulda stellt sich quer" klar. ,,Inhaltlich stehen wir voll hinter dem Oberbürgermeister und dem Landrat. Hier geht es immerhin um Menschenleben."

Dass die Veranstaltung letztlich aufgelöst werden musste, hat die Initiatoren nicht entmutigt. Braun kündigte bereits die nächste Demonstration am Samstag, 16. Mai, um 14 Uhr auf dem Uniplatz an.

mlo

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