Karstadt- und Kaufhof-Mitarbeiter haben gegen eine mögliche Schließung ihrer Filialen auf dem Uniplatz in Fulda demonstriert.
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Karstadt- und Kaufhof-Mitarbeiter haben auf dem Uniplatz gegen eine mögliche Schließung ihrer Filialen demonstriert.

Demonstration auf dem Uniplatz

100 Mitarbeiter von Karstadt und Kaufhof kämpfen für Erhalt der Filialen in Fulda

  • Volker Nies
    vonVolker Nies
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Gut 100 Mitarbeiter der beiden Kaufhäuser Karstadt und Galeria Kaufhof haben am Montagvormittag für den Erhalt beider Häuser in Fulda demonstriert. Sie wehren sich gegen Pläne des Konzerns, Filialen zu schließen. Ob Fulda davon betroffen sein soll, ist noch unklar.

  • Rund 100 Mitarbeiter von Karstadt und Kaufhof haben am Montag auf dem Uniplatz in Fulda demonstriert.
  • Die Betriebsratsvorsitzenden sehen gute Chancen, beide Häuser zu erhalten.
  • Fuldas Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld sagte die Unterstützung der Stadt zu.

Fulda - Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) sagte den rund 100 Mitarbeitern bei der Demo am Montagvormittag die Unterstützung der Stadt Fulda zu. Die Betriebsratsvorsitzenden Michael Frohnapfel (Karstadt Fulda) und Michael Kretsch (Galeria Kaufhof Fulda) ergänzten: „Wir sehen sehr, sehr gute Chancen, beide Häuser zu erhalten, wenn die Konzernleitung in Essen die entsprechenden Konzepte vorlegt.“ Beide Häuser seien als Magnet unverzichtbar für den Innenstadt-Handel. „Schon der Verlust eines Hauses wäre eine Katastrophe für die Stadt.“

Karstadt und Kaufhof in Fulda: Demonstration für Erhalt beider Häuser

„Wir tun, was wir können, um beide Kaufhäuser zu erhalten“, versprach Oberbürgermeister Wingenfeld. „Die Kaufhäuser sind wichtig für die Innenstadt. In Fulda ist Platz für zwei starke Kaufhäuser“, sagte Wingenfeld. Fulda habe eine gute Basis für die Kaufhäuser gelegt: Die Stadt habe den Einzelhandel auf die Innenstadt konzentriert, sie habe die Ausweisung weiterer Handelsflächen am Löhertor verhindert, und sie tue viel, um die Zahl der Gäste in der Stadt zu steigern.

Vor der Karstadt-Filiale auf dem Uniplatz demonstrieren die Mitarbeiter.

Oberbürgermeister Wingenfeld spricht mit Demonstrierenden

Allein die Zahl der Übernachtungsgäste in Fulda habe sie seit 2005 mehr als verdoppelt. „Viele dieser Touristen kommen in die Kaufhäuser“, sagte Wingenfeld. Er traf sich nach der Demo zu einem Gespräch mit den Arbeitnehmervertretern.

Fuldas Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld (CDU) sprach zu den Mitarbeitern von Karstadt und Kaufhof.

Verdi-Fachbereichsleiter Manuel Sauer sagte: „Wenn Galeria Karstadt Kaufhof in Fulda stirbt, wird das drastische Auswirkungen auf den Handel in der Domstadt haben. Dann stirbt auch die Innenstadt von Fulda.“ Verdi habe vergangene Wochen Verhandlungen mit der Konzernleitung über die Zukunft aller 172 Filialen aufgenommen. "Wir wollen einen Sozialtarifvertrag, der möglichst viele Jobs erhält", sagte Sauer.

Jonathan Wulff, SPD-Fraktionschef in Fuldas Stadtverordnetenversammlung, sagte, die Fraktionen seien sich einig, wie wichtig es sei, die Innenstadt zu stärken und wie wichtig die Kaufhäuser für die Stadt seien. „Die Geschäftsleitung ist jetzt gefordert, Konzepte zu entwickeln“, sagte Wulff.

Karstadt- und Kaufhof-Mitarbeiter halten Luftballons bei der Demonstration auf dem Uniplatz.

In der Konzernzentrale gibt es Überlegungen, mehrere Dutzend Häuser zu schließen. Vor zwei Wochen gab es Berichte, dass bis zu 80 der 170 Kaufhäuser bundesweit geschlossen werden sollen. Seit April läuft ein Schutzschirmverfahren - eine Vorstufe zum Insolvenzverfahren.

Das Sanierungskonzept für den Warenhauskonzern soll bis Ende Juni fertig sein. Bis dahin bleibt den Beschäftigten noch Hoffnung: Die Zahl der Filialen, die dem Rotstift zum Opfer fallen, könne sich noch reduzieren, wenn Vermieter und andere Beteiligte zu Zugeständnissen bereit seien, hieß es aus dem Konzern.

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