Die Deutsche Bahn hat ein Investitionsprogramm für den Standort Fulda gestartet.
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Die Deutsche Bahn hat ein Investitionsprogramm für den Standort Fulda gestartet.

Wichtiger Knotenpunkt für ICE-Netz

Bahn will Standort Fulda stärken - Stadtspitze im Gespräch mit Konzern und Bundestagsabgeordneten

  • Hanna Wiehe
    vonHanna Wiehe
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Gute Nachrichten für den Bahnstandort Fulda: Die Deutsche Bahn hat ein Investitionsprogramm für den Bahnhof Fulda gestartet, der barrierefreie Umbau ist ein weiteres Ziel, das angepackt wird. Gleichzeitig hält die Bahn an Fulda als wichtigem Knoten- und Umsteigepunkt im ICE-Netz fest. 

Fulda - Der Bahnstandort Fulda soll weiter gestärkt werden – das ist die Bilanz eines Arbeitstreffens zwischen der Stadtspitze, dem DB-Konzernbevollmächtigten Dr. Klaus Vornhusen sowie dem osthessischen Bundestagsabgeordneten Michael Brand (CDU) im Fuldaer Stadtschloss. Das berichtet die Stadt in einer Mitteilung.

Bei dem Treffen, an dem auch Bert Bohlmann (DB-Netz-Projektleiter Neubaustrecke Hanau-Gelnhausen-Fulda) und Bernhard Maßberg (Abteilungsleiter Mobilität, Luftverkehr und Eisenbahnwesen im hessischen Wirtschaftsministerium) sowie der Fuldaer Bahnhofsmanager Leif-Niklas Wulf teilnahmen, betonte Dr. Vornhusen, dass Fulda für die Bahn ein wichtiger Partner sei. In der Planung der Bahn nehme die Stadt Fulda bereits seit langem einen wichtigen Platz ein. Abstriche bei den ICE-Halten seien nicht geplant.

Bahnhof Fulda: Stadtbaurat Schreiner skizziert Perspektiven rund um den Bahnhof

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU), der bei dem Arbeitstreffen mit Bürgermeister Dag Wehner (CDU) und Stadtbaurat Daniel Schreiner (parteilos) sowie Peter Hügel von der Wirtschaftsförderung die Interessen der Stadt vertrat, verwies auf den positiven Start des DB-Trainingscenters in der Esperantostraße und warb für den Standort Fulda, der weitere Entwicklungsmöglichkeiten biete.

Beim Termin im Fuldaer Stadtschloss: Klaus Vornhusen (vorn, von links), Heiko Wingenfeld, Daniel Schreiner (zweite Reihe), Dag Wehner sowie (dritte Reihe) Bert Bohlmann, Leif-Niklas Wulf, Michael Brand und Bernhard Maßberg.

Stadtbaurat Schreiner skizzierte die städtebaulichen Perspektiven rund um den Bahnhof, vom Wohnquartier am Waidesgrund über den Bahnhofsplatz hin zum neu konzipierten ZOB als Verkehrsknotenpunkt. „Mit viel Beharrlichkeit“ werde man den „den Bahnstandort Fulda im nationalen Wettbewerb weiter ausbauen“, sagte Michael Brand – „vom notwendigen Ausbau der ICE-Strecke Fulda-Frankfurt, der gut vorankommt, neuem DB-Trainingszentrum, Lärmschutz, Erhöhung der Aufenthaltsqualität im Bahnhof und vielem mehr.“

Bahnhof Fulda soll modernisiert werden - barrierefreie Zugänge zu den Bahnsteigen in Planung

Dr. Vornhusen erläuterte das Investitionsprogramm des Bundes für den Bahnhof Fulda, das eine Reihe von Modernisierungsmaßnahmen umfassen wird, von denen auch das regionale Handwerk profitieren werde. Die Vorentwurfsphase für den barrierefreien Umbau des Bahnhofs läuft gerade, wie die Stadt schreibt. Ziel sei es unter anderem, dass die Bahnsteige mit Aufzügen erreicht werden können. Auch für die Arbeitsplätze im Werk Fulda der DB Fahrzeuginstandhaltung sind die Aussichten laut Vornhusen positiv. Der Standort werde perspektivisch gestärkt, wichtig seien in diesem Zusammenhang vor allem die Fertigungslinien für den ICE 4 und der Bereich Hydraulik.

Ein weiterer Punkt des Treffens war der Lärmschutz für die Fuldaer Stadtteile im Zuge der Neubaustrecke Hanau–Gelnhausen–Fulda. Der OB bezeichnete es als positives Zeichen, dass im Abschnitt Hanau-Gelnhausen im Zuge der Projektentscheidung durch den Bundestag ein Schallschutzstandard an der Bestandsstrecke beschlossen wurde, der über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehe. Insbesondere für den Stadtteil Bronnzell, der besonders von Verkehrslärm belastet ist, sieht Wingenfeld gute Chancen für eine Verbesserung der Lärmvorsorge im Rahmen des Neubauprojekts.

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