Foto: Walter Rammler

Deutschlandfunk widmet Michael Quell eine Sendung

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda/Köln - Der bundesweite Radiosender Deutschlandfunk (DLF) widmet am Samstag, 28. Dezember, von 22.05 bis 22.50 Uhr eine komplette Rundfunksendung dem künstlerischen Schaffen des in Fulda lebenden Komponisten Michael Quell.

In der Sendung, die in der Reihe „Atelier neuer Musik“ steht, beschäftigt sich die Münchener Musikwissenschaftlerin und DLF Redakteurin Yvonne Petitpierre mit zahlreichen Werken des Fuldaer Komponisten und stellt dabei wesentliche Aspekte von dessen sehr charakteristischer Ästhetik vor.

„Von der Suche nach dem Geistigen bestimmt“

Quells Werke, so Petitpierre, zeichneten sich insbesondere dadurch aus, dass sie einerseits sehr komplex und als autonome Musik aus sich selbst heraus verstehbar seien. Zugleich aber öffneten sie darüber hinausgehend Schicht für Schicht neue Wahrnehmungsräume, die grundsätzlich existentielle Fragen thematisierten. Dabei komme es zu intensiven wechselseitigen Verknüpfungen mit aktuellen Fragestellungen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Denkens wie etwa der Philosophie, der Literatur wie auch der Physik, insbesondere der Quantenphysik.

Michael Quells Schaffen sei ganz wesentlich von der Suche nach dem Geistigen in der Musik bestimmt. Seine Werke, so Petitpierre, bewegten sich „bevorzugt in Spannungsfeldern zwischen starker Strukturiertheit und tiefer Sinnlichkeit“ und inspirierten zum unmittelbaren Erleben, wodurch das Geistig-Existentielle zum Erlebnis werde.

Sendung im Radio, Livestream oder Mediathek

In der Sendung werden die Ausführungen zu Quells Schaffen immer wieder an konkreten Klangbeispielen seiner Kompositionen verdeutlicht, so dass das Gesagte stets am klingenden Werk gehört werden kann. Zudem werden Ausschnitte aus einem Interview mit eingeflochten, das die Redakteurin mit dem Komponisten kürzlich in München geführt hatte.

Die Sendung kann sowohl über Radio empfangen als auch auf der Seite des Senders Deutschlandfunk live gestreamt werden. Zudem befindet sie sich noch eine Woche nach dem Sendetermin in der Mediathek des DLF.

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