Bürgermeister Klaus-Dieter Vogler möchte am 14.März in Dipperz wiedergewählt werden.
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Bürgermeister Klaus-Dieter Vogler möchte am 14. März in Dipperz wiedergewählt werden.

Urnengang am 14. März

„Möchte erfolgreiche Arbeit fortsetzen“ - Bürgermeister Klaus-Dieter Vogler kandidiert in Dipperz für dritte Amtszeit

  • Rainer Ickler
    vonRainer Ickler
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Klaus-Dieter Vogler (parteilos) tritt als alleiniger Kandidat und Amtsinhaber bei der Bürgermeisterwahl am 14. März an. Seit Januar 2009 ist der 61-Jährige Rathauschef. 

Dipperz - „Die Arbeit macht mir Spaß. Ich übe die Tätigkeit mit ganzem Herzen und viel Leidenschaft aus und möchte die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre, und was zuletzt auf den Weg gebracht wurde, fortsetzen”, erklärt Vogler seine Kandidatur. Am 14. März ist in Hessen nicht nur Kommunalwahl, auch zahlreiche Bürgermeisterwahlen stehen bevor. Im Landkreis Fulda wird in gleich fünf Gemeinden über einen neuen Rathauschef abgestimmt.

Vor einem Jahr sei die Entscheidung gefallen, nochmals zu kandidieren, sagt Klaus-Dieter Vogler. Er hat seine Frau und seine Kinder dabei zu Rate gezogen. Viele Bürger hätten ihn auf eine weitere Amtszeit angesprochen. Begrüßt hätten seine Kandidatur auch Mitglieder aus allen Fraktionen, Unterstützung habe man ihm zugesagt. Das hat ihn gefreut und motiviert für eine dritte Amtszeit. Er wertet dies als Anerkennung für seine Arbeit.

Kommunalwahl: Bürgermeister Klaus-Dieter Vogler möchte Arbeit in Dipperz fortsetzen

Im vergangenen Jahr habe es durch Rücktritte unruhige Zeiten in den gemeindlichen Gremien gegeben. „Doch alle waren jedoch zuletzt bemüht, die Wogen zu glätten“, hat er festgestellt und sagt: „Wir sind wieder auf einem guten Weg. Das Wichtigste ist doch, dass alle das Beste für Dipperz wollen.“ (Lesen Sie hier: Bürgermeisterwahlen in Dipperz und Gersfeld: Vogler und Korell müssen in Corona-Zeiten kreativ sein)

Der 61-Jährige lobt das gute Miteinander in den kommunalpolitischen Gremien. „Ich versuche, alle mitzunehmen und immer gut zu unterrichten“, sagt er und freut sich, dass alle wichtigen Entscheidungen fast immer einvernehmlich gefällt worden seien, obwohl mitunter hart diskutiert wurde. Er sieht es als Vorteil an, dass er als parteiloser Bürgermeisterkandidat antritt. „Damit bin ich offen für alle“, sagt er.

Die Renaturierung der Wanne in Dipperz war ein wichtiges Projekt in vergangenen Amtszeit von Klaus-Dieter Vogler.

Es gebe noch wichtige Projekte, die er zusammen mit der Verwaltung und den neu gewählten Gremien umsetzen möchte. Vogler nennt an erster Stelle den Neubau des Kindergartens. „Es ist höchste Zeit, denn aufgrund des zwischenzeitlich neu festgelegten Standortes am Kreisel ist Zeit verloren gegangen.“ Eine andere wichtige zukunftsweisende Maßnahme ist die Erschließung des Gewerbegebiets und die Vermarktung der Grundstücke. Die Firma Bickhardt Bau errichtet dort ihr neues Verwaltungsgebäude. Dort werden bis zu 80 Angestellte beschäftigt sein. Direkt in der Nachbarschaft wird eine Senioreneinrichtung mit stationärer Betreuung, betreutem Wohnen und Tagespflege, ein medizinisches Versorgungszentrum, eine Apotheke und eine Bäckerei verwirklicht. Hier sollen rund 100 Menschen eine neue Beschäftigung finden. „Dies ist für Dipperz ein großer Gewinn, wenn für ältere Bürger wohnortnah Betreuungsangebote geschaffen werden“, sagt er.

Zur Person

Klaus Dieter Vogler ist 61 Jahre alt, seit 36 Jahren verheiratet und hat drei erwachsene Töchter und fünf Enkelkinder. Seit 11. Januar 2009 ist er Bürgermeister der Gemeinde Dipperz. Vorher war er als Finanzbeamter in Frankfurt tätig. Relativ unerwartet gewann er die Wahl im Jahr 2008. Neben Vogler bewarben sich noch Maria Sauer aus Armenhof und Matthias Bunk. In der Stichwahl setzte sich Vogler gegen Bunk durch. Bei seiner Wiederwahl im September 2014 stimmten 91,4 Prozent der Wähler für ihn. Klaus-Dieter Vogler bezeichnet sich als heimatverbunden und ist in vielen Vereinen aktiv. In seiner Freizeit wandert er gerne und fährt Rad. / ic

„Das neue Gewerbegebiet mit Mehrgenerationenprojekt und Kindergarten sowie weiteren Firmen, die sich ansiedeln wollen, wird zu einem wichtigen wirtschaftlichen Eckpfeiler im hiesigen Raum mit mehr als 200 neuen Arbeitsplätzen und Ausbildungsplätzen. Das wird der Gemeinde Dipperz einen weiteren Schub geben“, ist der 61-Jährige überzeugt.

Klaus-Dieter Vogler im Gespräch: 200 neue Arbeitsplätze sollen geschaffen werden

Ein wichtiges Projekte ist der Hochwasserschutz. „Dies ist eine gemeindeübergreifende Herausforderung zusammen mit Petersberg, Hofbieber und Künzell. Die Renaturierung der Wanne habe da schon positiv gewirkt, ist er sicher und verweist auf die Schneeschmelze und den Starkregen Ende Januar. Weiter nennt Vogler die Umgestaltung der Hauptstraße in Armenhof sowie den Ausbau des Radwegenetzes. (Lesen Sie hier: Kommunalwahl in Hessen: Wahlschein, Antrag, Fristen - alles Wichtige zur Briefwahl)

Eine wichtige Aufgabe wird in der nächsten Zeit auch die Ausweisung von Baugebieten sein. Derzeit habe die Gemeinde Dipperz keine Bauplätze anzubieten. Bisherige Gespräche mit möglichen Grundstückseigentümern seien ohne Erfolg geblieben. Doch er ist zuversichtlich. Neben diesen Projekten liegen Schwerpunkte der künftigen Arbeit in der Fortführung der im vergangenen Jahr begonnenen Digitalisierung, die eine immer größere Bedeutung für die Verwaltung und den Service gegenüber den Bürgern einnehme, die weitere Unterstützung der Vereine und wichtig ist ihm das ehrenamtliche Engagement, das für kleinere Kommunen unerlässlich sei.

Dipperz: Bürgermeister sieht sich als Ideengeber und als Moderator

Beim Blick auf die vergangenen zwölf Jahre seiner Amtszeit freut er sich, dass vieles realisiert werden konnte. „Dipperz hat sich erheblich gewandelt, hat in den vergangenen Jahren ein anderes Gesicht bekommen“, stellt er fest. Er schreibt sich das nicht alles auf seine Fahne, ist aber stolz auf das bisher Erreichte. Vieles sei in den Beratungen in Ausschüssen und in der Gemeindevertretung, aber auch in Gesprächen mit den Bürgern gemeinsam umgesetzt worden.

Vogler sieht sich als Ideengeber und als Moderator. Er nennt unter anderem die Realisierung der Baugebiete in Dipperz, Armenhof und Friesenhausen, die Ausweisung des bisherigen Gewerbegebiets im Gewerbepark, die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt Dipperz, die Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung in Armenhof und Dipperz mit vielen Investitionen, die die Orte aufgewertet hätten, die Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr oder den Neubau des Hochbehälters in Wolferts.

Ein wichtiges Anliegen ist Vogler die Entwicklung des gemeindeeigenen Grundstücks an der Fuldaer Straße. „Hier wünschen sich viele ein Angebot, das die Ortsmitte stärkt, das mehr als nur Wohnen umfasst. Es gab bereits einige Ideen, der richtige Investor hat sich jedoch noch nicht gefunden“, sagt er. (Lesen Sie hier: Wahlkampf auf dem Rad: SPD-Bewerber Jonathan Wulff startet Tour de Fulda)

Klaus-Dieter Vogler macht Wahlkampf via Telefon

Der Wahlkampf ist anders. Aufgrund der Pandemie sind Hausbesuche und Wahlveranstaltungen nicht möglich. Vogler hat mit seiner Ehefrau Monika und Tochter Isabell in Dipperz und den Ortsteilen 1700 Flyer verteilt. 33 Plakate wurden aufgehängt. Der Rathauschef bietet drei Telefonsprechzeiten und zwei Videokonferenzen an, um den Wählern die Möglichkeit zu geben, mit ihm ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und gemeinsame Ideen für die weitere Entwicklung der Gemeinde zu entwickeln. Er möchte in der hoffentlich neuen Amtszeit regelmäßige Gesprächsrunden anbieten. Zusammen mit den Bürgern sollen Projekte für Dipperz gestaltet werden. „Dazu muss man sie mitnehmen“, sagt er.

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