So soll das Projekt Lebensraum in Dipperz mit Pflegeeinrichtung, betreutem Wohnen und MVZ sowie Apotheke (links) aussehen.
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So soll das Projekt Lebensraum in Dipperz mit Pflegeeinrichtung, betreutem Wohnen und MVZ sowie Apotheke (links) aussehen.

120 neue Arbeitsplätze

Mehrgenerationenprojekt in Dipperz: Pflegezentrum, MVZ, Apotheke und ein Bäcker - Das ist geplant

  • Rainer Ickler
    vonRainer Ickler
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Das Geheimnis ist gelüftet. Die Nurona-Gruppe, die schon in Hofbieber eine Senioreneinrichtung betreibt, wird am Kreisel in Dipperz das Mehrgenerationenprojekt realisieren. Geplant sind ein Pflegezentrum mit 60 Plätzen und eine Tagespflege, betreutes Wohnen, ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ), eine Apotheke und ein Bäcker sowie ein Multifunktionsraum. 

Dipperz - Investor ist die Familie Oliver und Kerstin Pokrzewinski aus Tann. Nurona-Geschäftsführer Oliver Pokrzewinski erläutert Details des Großprojektes, bei dem insgesamt 120 Arbeitsplätze entstehen sollen.

Seit fast zwei Jahren wird in Dipperz viel über das so genannte Mehrgenerationenprojekt geredet und diskutiert. Jetzt liegt der Bauantrag vor, und wenn es die Witterung zulässt, soll mit den Arbeiten im zeitigen Frühjahr begonnen werden.

Pflegezentrum, MVZ, Apotheke und ein Bäcker: Mehrgenerationenprojekt in Dipperz

Die Fertigstellung ist für Mitte kommenden Jahres vorgesehen. „Lebensraum am Holzbach“ wird das Zentrum heißen, sagt der Investor. Als Mehrgenerationenprojekt ist das Bauvorhaben in der Gemeindevertretung bezeichnet worden. Dies sei aber nur ein Arbeitsname gewesen. Wichtig ist aber, dass damit Jung und Alt zusammengebracht werden sollen, erklärt Pokrzewinski.

Das Zentrum ist ein zusätzlicher Standort der Nurona-gruppe. Sie betreibt neben dem Haus in Hofbieber noch Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste in Nürnberg, Limburg, Frankfurt und Wiesbaden.

In Dipperz sind 60 Plätze für die vollstationäre Pflege und eine Tagespflege für 20 Senioren geplant. Dazu werden 20 Einheiten mit Zwei- und Dreizimmer-Wohnungen für betreutes Wohnen gebaut. Im Erdgeschoss soll eine Bäckerei einziehen und daneben ein Multifunktionsraum entstehen, erläutert Pokrzewinski. Ob VHS, VdK oder andere Gruppierungen – hier könnte eine Verzahnung mit der Gemeinde entstehen. Dem Ziel, mehrere Generationen zusammenzubringen, diene auch der Kindergarten, der in der Nachbarschaft des Projektes ab Mitte des Jahres von der Gemeinde gebaut werde.

Zentrum ist ein zusätzlicher Standort der Nurona-gruppe

Für den Pflegebereich und die Bäckerei ist die Baugenehmigung vorhanden. Sobald es die Witterung zulasse, soll mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Zum Lebensraum am Holzbach wird auch ein Gebäude gehören, in dem ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) und eine Apotheke untergebracht werden sollen. Damit können mehrere medizinische Angebote an einem zentralen Ort vereint werden. Um welches MVZ es sich handelt, wollte der Investor noch nicht sagen. Es sei eine Zweigstelle eines bestehenden MVZ. Die Baugenehmigung hierfür erwartet der Investor demnächst. (Lesen Sie hier: Vogelsberg: Im Nordend oder am Südrand – wo wird das MVZ in Freiensteinau gebaut?).

Mit diesem Großprojekt, über die Bausumme schweigt sich der Investor aus, ist die Schaffung von rund 120 Arbeitsplätzen verbunden, sagt er. Er habe keine Bedenken, die Pflege-Arbeitskräfte angesichts des Engpasses am Arbeitsmarkt zu finden. Es sei auf dem Land einfacher, meint er. Pokrzewinski bedankt sich bei der Verwaltung und bei Bürgermeister Klaus-Dieter Vogler (parteilos) für die Unterstützung bei diesem Projekt.

Klaus-Dieter Vogler: „Die Bürger können in ihrem Heimatort bleiben und gepflegt und versorgt werden“

Der Dipperzer Bürgermeister Klaus-Dieter Vogler (parteilos) begrüßt das Projekt und dankt der Investorenfamilie. „Für die gemeindlichen Gremien, die Bürgerinnen und Bürger und für mich geht mit dem Bau einer stationären Pflegeeinrichtung mit einem Angebot für betreutes Wohnen und Tagespflege nach mehreren Anläufen ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde können in ihrem Heimatort bleiben und hier gepflegt und versorgt werden. Es gab bereits Anfragen nach Betreuungsplätzen“, erklärt er.

„Dieses Projekt und die Pläne für ein medizinisches Versorgungszentrum und eine Apotheke stärken unseren Standort. Besonders erfreulich ist auch die große Anzahl an Arbeitsplätzen, die durch das Projekt entstehen.“

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