Mit mehr als einem halben Dutzend kleiner Traktoren – einer zog den Anhänger mit dem hölzernen Esel – fuhren die Burschen durchs Dorf.
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Mit mehr als einem halben Dutzend kleiner Traktoren – einer zog den Anhänger mit dem hölzernen Esel – fuhren die Burschen durchs Dorf.

Döngesmühler Burschen

Hölzerner Esel rollt durchs Dorf: Tradition wird in der Corona-Pandemie als Traktorkorso fortgesetzt

„Frohes Neujahr, Sack voll Säuhaar“ – seit mehr als 60 Jahren zieht der sogenannte Neujahrsesel jeweils am Silvestertag durch die Straßen des kleinen Ortes Döngesmühle bei Flieden. Trotz Corona konnte die Tradition fortgesetzt werden.

Döngesmühle - Normalerweise hätten die Burschen – wie in den Jahren zuvor – als Laufgruppe die Gassen mit Böllerei und dem einen oder anderen Kaltgetränk in der Hand unsicher gemacht. In diesem Jahr überschattet jedoch Corona Traditions- und Kulturveranstaltungen. Von der Pandemie ließen sich die Jungen und Herren des Dorfes jedoch nicht den Spaß verderben: Mit Abstand und unter Einhaltung der derzeitigen Corona-Regelungen machten sie es möglich, den Döngesmühlern am letzten Tag des Jahres ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Hölzerner Esel rollt durch Döngesmühle: Tradition in der Corona-Pandemie als Traktorkorso fortgesetzt

Jedes Jahr am 31. Dezember wird der Brauch von den Döngesmühler Kerlen aufgegriffen: Sie starten um halb acht in der Früh mit einem ausgiebigen Frühstück. Nachdem sich alle Beteiligten gestärkt haben, brechen sie auf und ziehen verkleidet mit einem hölzernen Esel von Haus zu Haus, welchen sie zuvor mit viel Mühe und Aufwand angefertigt oder restauriert haben. Die Gruppe klingelt an den Haustüren und wünscht den Bewohnern einen guten Rutsch in das neue Jahr. Der Ursprung ist nicht ganz klar.

Mit mehr als einem halben Dutzend kleiner Traktoren – einer zog den Anhänger mit dem hölzernen Esel – fuhren die Burschen durchs Dorf.

In diesem Jahr gestaltete sich der Brauch aufgrund der Corona-Pandemie jedoch ein klein wenig anders – dass die Tradition ausfällt, war für die Männer und Jungen dabei keine Option, wie sie betonten. Mit einem Bulldog- und Traktoren-Korso zogen sie durch den Ort. Auch wenn auf Böllerei und das gemeinsame Anstoßen in diesem Jahr verzichtet werden musste – mit den Neujahrswünschen der Burschen kann dieses Jahr nur besser werden. (nz)

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